Ichthyophthirius multifiliis, der Erreger
der Weißpünktchen-Krankheit ist nach Haltungsfehlern
sicherlich für die meisten Todesfälle von Aquarienfischen
verantwortlich.
Oft tritt Ichthyo auf, kurz nachdem neue Fische ins Aquarium
gesetzt werden. Meist wird dann die Schuld dem Händler
zugewiesen, man behauptet, er habe kranke Fische verkauft,
weil sie nach nur einer Woche Pünktchen bekommen.
Dem ist nicht so!
Die oft zitierten "Dauerstadien"
sind bei Ichtyo nicht bekannt und treten im gesamten Verwandtschaftskreis
nicht auf. Ich halte es also für unwahrscheinlich,
daß es sie gibt. Häufig kommt es im Aquarium
jedoch zu einem Minimalbefall der vorhandenen Fische. Er
bleibt für den Aquarianer unsichtbar und ist für
den Fisch nicht sehr störend. Meist sitzen mikroskopisch
kleine Trophozoiten an den Basen der Brustflossen, in den
Kiemen oder sonstigen schlecht erreichbaren Stellen. Sie
werden dort nicht besonders groß, da das Immunsystem
der Fische ihnen sehr zu schaffen macht, deswegen sieht
man sie nicht.
In den meisten Aquarien stellt sich auf diese Weise ein
Wirt-Parasiten-Gleichgewicht ein, mit dem beide ganz gut
leben können. So stellt es übrigens den Idealfall
für einen Parasiten dar.
Kommen nun neue Fische ins Becken, deren spezifische Immunabwehr
diesen Ichthyphthirius-Stamm nicht kennt, können sich
die Parasiten auf diesen Fischen hervorragend vermehren.
Eine große Zahl von Schwärmern wird gebildet
und auch die alteingesessenen Fische werden angeschwommen.
Durch die zahlreichen Löcher, die die Trophozoiten
in der Epidermis (= Diffusionsbarriere) der Fische verursachen,
werden auch die Fische aus dem Altbesatz geschwächt,
die Epidemie greift um sich.
Was
braucht man zur Behandlung? |
0,1%ige Malachitgrünoxalat-Lösung (zinkfrei)
aus der Apotheke
Die oben genannte Menge wird in 1 Liter
Wasser gelöst. Die Stammlösung ist in einer braunen
Flasche im Kühlschrank mindestens 4 Monat haltbar, ich
würde sie dennoch für jede Infektion neu anmischen
und nicht mit alten Lösungen arbeiten.
Da Malachitgrünoxalat
lichtempfindlich ist, sollte das Licht im Aquarium während
der gesamten Behandlungszeit ausgeschaltet sein und ggf. nur
zum füttern oder nachdosieren kurz eingeschaltet werden.
Malachitgrünoxalat schädigt
die Filterbakterien, wird aber andererseits von ihnen abgebaut.
Beides ist nicht erwünscht, deswegen empfiehlt es sich,
einen Biofilter in einen Eimer kurzzuschließen und Mulm
vor der Behandlung abzusaugen.
Soweit die Fische es vertragen, kann die Aquarientemperatur
erhöht werden. Dies beschleunigt den Zyklus von Ichthyo
und verkürzt damit die Behandlung. Außerdem steigt
mit der Temperatur die Sterblichkeit der Trophozoiten in der
Bodenphase
Von dieser Lösung werden 6 ml
auf 100 Liter Aquarienwasser abgemessen und in ein bis zwei
Litern Wasser vorgelöst. Das wird dann über eine
längere Zeit (ein bis zwei Stunden) verteilt ins Aquarium
gegeben. Sollten sich im Aquarium keine Salmler, empfindliche
Buntbarsche oder Welse befinden, kann (muß aber nicht)
die Konzentration auf 10 ml je 100 Liter erhöht werden.
Füttern, wenn die Tiere hungrig
sind
2 bis 3 ml pro 100 Liter der Malachitgrünoxalat-Lösung
nachdosieren. Füttern, wenn die Tiere hungrig sind.
Füttern, wenn die Tiere hungrig
sind
2 bis 3 ml pro 100 Liter der Malachitgrünoxalat-Lösung
nachdosieren. Füttern, wenn die Tiere hungrig sind.
Füttern, wenn die Tiere hungrig
sind
2 bis 3 ml pro 100 Liter der Malachitgrünoxalat-Lösung
nachdosieren. Füttern, wenn die Tiere hungrig sind.
Wenn die Wassertemperatur während
der gesamten Behandlungsdauer bei 30°C oder darüber
gelegen hat und die Fische keine Pünktchen mehr aufweisen,
ist die Behandlung beendet. Ansonsten wie 2. Tag
Wenn die Wassertemperatur während
der gesamten Behandlungsdauer bei 28°C oder darüber
gelegen hat und die Fische keine Pünktchen mehr aufweisen,
ist die Behandlung beendet. Ansonsten wie 2. Tag.
Wenn die Wassertemperatur während der gesamten Behandlungsdauer
bei 26°C oder darüber gelegen hat und die Fische keine
Pünktchen mehr aufweisen, ist die Behandlung beendet. Ansonsten
wie 3. Tag.
Füttern, wenn die Tiere hungrig
sind
Wenn die Wassertemperatur während
der gesamten Behandlungsdauer bei 24°C oder darüber
gelegen hat und die Fische keine Pünktchen mehr aufweisen,
ist die Behandlung beendet. Ansonsten wie 2. Tag.
Die Behandlung ist grundsätzlich
4 Tage nach dem letzten Auftreten eines weißen Pünktchens
beendet. Zum Ende der Behandlung wird an 4 aufeinander folgenden
Tagen jeweils 1/3 des Aquarienwassers gewechselt und Mulm
abgesaugt. Ein kurzgeschlossener Biofilter kann nach dem
2. Wasserwechsel wieder angeschlossen werden.
Hier
findet ihr das Forum um über das Thema zu diskutieren.
Details zu meinem Aquarium wie die
Entwicklung der Wasserwerte und Bilder findet ihr über
das Site-Menü.
Fragen könnt ihr gerne in meinem
Altwasser-Forum
stellen. Natürlich freue ich mich auch über einen
Eintrag in mein Gästebuch.