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| © Autoren-Team 2002
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| Einsteiger-Fibel für ein Süßwasseraquarium |
- Gedanken
und Überlegungen vor der Anschaffung eines Süßwasseraquariums
- Bedürfnisse
der Fische
- Wasserchemie
- Stellplatz,
Größe & Kosten
- Auswahl
des Aquariums & des technischen Zubehörs
- Beim
Kauf beachten
- Aufstellen
des Aquariums
- Einrichten
und Inbetriebnahme des Aquariums
- Die
ersten ca. 4-6 Wochen nach Inbetriebnahme
- Endlich
Fische
- Fütterung
- Pflegearbeiten
- Kleine
Fischkunde
- Kleine
Pflanzenkunde
- Algen
- Nützliches,
nicht unbedingt erforderliches Zubehör
- Generelles
- Tipps
& Tricks
- Versicherung
- Schlusswort
- Haftungsausschluss
- Mitwirkende
(Autoren)
- Download der Fibel als PDF-Datei
- Glossar
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| 1. Gedanken
und Überlegungen vor der Anschaffung eines
Süßwasseraquariums |
Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich ein Aquarium
anzuschaffen, sollte sich vorher fragen, was an Zeitbedarf
und auch Kosten auf ihn zukommt. Diese Fragen sind wichtig
und sollten daher vor dem Kauf abgeklärt werden.
Wenn man bereits eine bestimmte Art von Fischen im Auge
hat, die später gepflegt werden sollen, sollte man sich
vorher erkundigen, welche Beckengröße und Wasserwerte
notwendig sind. Wasserwerte kann man bei seinem Wasserversorger
in Erfahrung bringen. Stellenweise ist dies online möglich,
anderenfalls kann man telefonisch nachfragen. Welche Fische
sich in diesen Wasserwerten wohlfühlen und welche Größe
beim Aquarium für den Fisch erforderlich ist, kann man
dann gezielt bei uns im Forum erfragen. Auch Einrichtung,
Bepflanzung und Bodengrund können für die Fische eine
wichtige Rolle spielen.
Das einfachste ist allerdings für Einsteiger, den Fischbesatz
auf die Wasserwerten abzustimmen,
Wasseraufbereitung ist etwas aufwendiger. Natürlich kann
man auch die Wässer an die gewünschten Fische anpassen,
wenn das Leitungswasser nicht für die gewünschten Lieblinge
geeignet ist. Dies erfordert dann ein Gerät, welches diese
Aufgabe übernimmt.
Hat man sich noch nicht auf einen bestimmten Fisch festgelegt,
ist es am einfachsten, mit dem größtmöglichen Becken beginnen.
Der Grund dafür, auch wenn es paradox klingen mag, ist
der folgende: Je größer das Becken ist, desto stabiler
läuft es und desto eher verzeiht es die kleinen Fehler
- es ist einfacher zu pflegen. Gehen wir mal von einem
80 cm langen Becken aus, dieses fasst 112 Liter.
Die Beckenpreise sind ganz verschieden, hier sollte man
vergleichen. Zu dem Becken selbst benötigt man Filter,
Beleuchtung und Beheizung.
Es gibt auch günstige Komplettsets mit Filter und Heizung,
welche besonders von Einsteigern gerne genommen werden.
Hier sollte man darauf achten, was dem Komplettset beiliegt.
Es gibt gute und schlechte Komplettsets. Wer ein interessantes
Angebot für ein Set entdeckt hat, kann jederzeit gerne
im Forum fragen, ob hier Preis und Ausstattung stimmen.
Für den Betrieb und die Unterhaltung des Aquariums benötigt
man noch folgendes: die wichtigsten Wassertests, Bodengrund
und Erstbepflanzung. Mehr als sinnvoll ist auch etwas
zum Reinigen der Scheiben. Auch Einrichtungsmittel wie
Wurzeln, Steine und fertige Höhlen gehören ebenso dazu
wie ein Thermometer.
Zu diesen Anschaffungskosten kommen die laufenden Kosten
für Strom, Wasser und Futter.
In Sachen Zeitbedarf wollen wir kurz die Pflegearbeiten
grob umreißen. Um ein Aquarium erfolgreich zu betreiben,
muss man täglich füttern, die technischen Geräte auf ihre
Funktion und auch die Temperatur überprüfen. Wöchentlich
sollte ein Wasserwechsel von in etwa einem Drittel des
Aquarieninhaltes gemacht werden.
Die Kontrolle der Wasserwerte in regelmäßigen Abständen
und das Reinigen der Scheiben von Algen sollten nach Bedarf
erfolgen. Die Filtermaterialien sind vorsichtig zu säubern,
wenn der Durchfluss des Filters stark vermindert ist.
Anfangs sind die Pflegearbeiten meist zeitintensiver,
wenn das Aquarium gut eingelaufen ist und sich die Bedingungen
im Lebensraum der Fische einpendeln, nimmt auch der Arbeitsaufwand
etwas ab.
Nun braucht das Aquarium noch einen Platz in der Wohnung.
Wichtig! Stabilität und Statik spielen ebenso eine Rolle
wie die Wahl des passenden Standorts
Eventuelle Rückschläge
Leider läuft bei einem Aquarium nicht immer alles „nach
Lehrbuch“. Dieser Text soll nur eine kleine Info darüber
sein, was besonders am Anfang gerne schief läuft.
In einem neuen Becken setzen sich besonders gerne Algen
fest. Es gibt verschiedene Algenarten, die am häufigsten
auftretenden sind Grünalgen, die einigen Fischen (Welsarten,
Lebendgebärende) eine Zusatznahrung sind. Treten sie gehäuft
auf, liegt häufig ein Pflegefehler vor. Nicht einfach
Chemie einsetzen, sondern fragen und wir finden sicher
eine Lösung.
Zu viele Schnecken entstehen durch zu viel Nahrung. Sie
stellen aber nicht direkt ein Problem dar. Weniger Futter
und Absammeln hilft hier schon.
Krankheiten sind die härtesten Rückschläge. Hier hilft
nur Geduld. Auf keinen Fall sollte man ohne Erfahrung
und Fachwissen Medikamente ins Becken kippen. Auch dieses
Problem lässt sich mit Unterstützung und Beistand im Forum
meist irgendwie lösen. Um zu verhindern, Krankheiten einzuschleppen,
ist es unter Umständen sinnvoll, von Anfang an ein Quarantänebecken
anschaffen.
Zuerst ist das gründliche Einfahren des Beckens das Wichtigste,
wird das vernachlässigt, droht der so genannte Nitrit-Peak,
der gefährliche Höchstwert an Nitrit, der für zu früh
eingesetzte Fische den Tod bedeutet. Ansonsten kommen
schlechte Wasserwerte oft von zu wenigen oder falschen
Pflanzen, zu kurzes Einfahren, Überfütterung
oder Überbesatz Auch hier findet man im Forum Lösungen.
Auch wenn es so klingt, als sei Aquaristik mehr Stress
als Freude, so ist das nicht richtig. Jeder hat mal klein
und bescheiden angefangen.
Antworten auf alle Fragen, die diese Einleitung möglicherweise
aufgeworfen hat, sowie weitere Erklärungen und nützliche
Tipps auf dem Weg zum eigenen Aquarium gibt es in den
weiteren Kapiteln der Einsteiger-Fibel. Weiterführende
Erläuterungen gibt es im Forum. Wir freuen uns auf rege
Teilnahme!
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| 2. Bedürfnisse der Fische |
Sicher hast Du schon mal in einem
Aquariengeschäft die Fische beobachtet. Dabei haben Dir auch bestimmte
Fische besonders gut gefallen, andere eher weniger. Deutliche
Größenunterschiede sind klar zu erkennen, genauso wie
Verhaltensunterschiede. Ein großer, schwimmfreudiger Fisch braucht mehr
Platz im Aquarium als ein Kleiner, der sich wenig bewegt.
Was man den Fischen allerdings nicht ansehen kann, ist welche Wasserwerte
sie brauchen um sich wohl zu fühlen. Da Fische aus den unterschiedlichsten
Gewässern von verschiedenen Erdteilen kommen, sind ihre Ansprüche an das
Wasser teilweise auch verschieden. Ein Neonsalmler aus dem Amazonasgebiet
braucht weiches saures Wasser, ein Blauauge aus den Küstengebieten Australiens
braucht härteres, leicht basisches Wasser. Informiere Dich am besten vorab
beim zuständigen Wasserwerk, welche Leitungswasserwerte Du zu Hause hast.
Wenn Du die Fische nach diesen Werten aussuchst, ist später bei der Pflege
vieles einfacher. Da sich die Wasserwerte im Aquarium durch die verschiedensten
Faktoren verändern, unter anderem durch Exkremente der Tiere, muss wöchentlich
ein Teil des Wassers gegen Frischwasser getauscht werden. Pro Woche etwa
25% bis 50% des Beckeninhaltes hat sich bewährt. Wenn Du für diese Wasserwechsel
das Wasser speziell aufbereiten musst, bedeutet es einen Mehraufwand an
Kosten und Zeit.
Wiederum gibt es Strömungsliebhaber aus schnellfliessenden
Flüssen und solche, denen ein ruhiger Platz im Aquarium
lieber ist.
Nahezu alle Fische aber
brauchen Platz um sich zurückziehen zu können. Diese Plätze schafft man je
nach Art durch Höhlen oder eine dichte Bepflanzung.
Bitte, wenn Du
Dich entschieden hast, einen Fisch zu pflegen, informiere Dich über die
speziellen Bedürfnisse dieses Tieres. Nur dadurch kannst Du sicherstellen,
dass die Fische im Aquarium gesund bleiben und sich wohl fühlen. Und das
ist es doch, was Du willst.
Noch ein Hinweis. Traue nicht der
ersten Information die Du bekommst. Viele Händler verkaufen für jedes
Aquarium jeden Fisch; da kommt es schon mal vor, dass ein Brackwasserfisch
in einem 100 Liter Becken schwimmt, obwohl dieser Fisch dann 60cm groß
werden kann und das Wasser im Aquarium sehr weich ist.
Auch ist nicht jedes Buch für die Auskunft über die Haltungsbedingungen
geeignet. Hier sind viele Falschinformationen im Umlauf. Am besten ist,
Du stellst diese Fragen zu Deinem Lieblingsfisch hier im Forum. Durch die
Präsenz von vielen verschiedenen Aquarianern, die diese Fische aus eigener
Erfahrung und Pflege kennen, bekommst Du hier eine Vielfalt von Informationen
die überwiegend auf Erfahrungen aufbauen.
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| 3. Wasserchemie |
Vorwort:
Der Fisch ist
zeitlebens vom Wasser umgeben, ähnlich wie wir von Luft. Wie auch die Luft
wird das Wasser von seiner Umwelt geprägt. Regenwasser nimmt schon in der
Atmosphäre Umweltschadstoffe auf.
Wenn es dann endlich am Boden
angelangt ist und zu versickern beginnt, nimmt es noch mehr Stoffe auf. Es
verändert ständig seine chemische Zusammensetzung. Ein Wasser gleicht nie
dem Anderen.
Auch der Mensch verändert es, unbewusst durch
Verschmutzungen der Umwelt, zum Beispiel mit Nitraten, und bewusst, wenn
auch sehr selten, mit Chlor damit es durch die Wasserleitung "rein" zu uns
kommt. Darum kann Wasser hier ganz anders sein als dort.
Leider
ist es genau das, was viele Aquarianer nicht beachten. Wahl- und arglos
werden Pflanzen und Fische aus den verschiedensten Regionen zusammen in
ein Aquarium gesteckt.
Damit das Aquarium als Biotop aber richtig
funktionieren kann, müssen alle Bedingungen so weit wie möglich exakt mit
denen im natürlichen Lebensraum des Fisches übereinstimmen. Ist das nicht
der Fall, scheitert das neue Hobby meist genau daran.
Dieses Kapitel soll einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt des
Wassers geben und helfen, Wasser besser zu verstehen, damit der Erfolg beim
neuen Hobby nicht ausbleibt.
Der
Leitwert:
Mittels des Leitwertes kann man die zusätzlichen
Stoffe im Wasser feststellen. Viele Bestandteile des Wassers bestehen aus
Salzen. Da aber Salze sich im Wasser lösen, zerfallen sie in negativ
geladene Anionen und positiv geladene Kationen. Dadurch sind sie
elektrisch erfassbar.
Leider ist der Leitwert nur ein
Summenparameter und lässt nur bedingte Rückschlüsse auf die Qualität und
Eignung des Wassers zu.
Folgende Parameter sind diejenigen, die
den Leitwert am stärksten bestimmen:
Die Gesamthärte (GH):
Die
Gesamthärte des Wassers wird durch gelöste Kationen bestimmt. Bei
aquaristischen GH Tests werden nur Kalzium und Magnesium erfasst. Wenn
entsprechend viel Kalzium/Magnesium gelöst ist, ist das Wasser hart. Bei
wenigen gelösten Ca/Mg-Ionen hingegen ist es weich.
Nur bei
welchen GH °dH-Werten (°dH = Grad deutscher Härte) ist das Wasser nun
weich oder hart? Ganz einfach!
0 - 4 °dH = sehr weich 4 - 8
°dH = weich 8 - 15 °dH = mittelhart 15 - 20 °dH = hart 20 - 25
°dH = sehr hart
Der GH-Wert ist sicherlich einer der wichtigsten
Werte, da die Gesamthärte die organischen Funktionen aller Lebewesen im
Wasser beeinflusst. Ein Fisch kann im falschen Wasser durchaus sterben
oder - viel schlimmer - sehr lange leiden.
Pflanzen können bei
falschen Werten nicht richtig arbeiten, das bedeutet sie wachsen nicht
oder gehen sogar ein. Das Ergebnis ist eine übersättigung mit Nährstoffen
und damit verbunden ein stärkerer Algenwuchs.
Der GH-Wert im
Aquarium sollte daher einmal wöchentlich kontrolliert werden.
Die Karbonathärte (KH):
Wie bereits erläutert, wird die GH durch gelöste Kationen bestimmt. Die
KH bildet das Pendant dazu und besteht aus Anionen. Darunter fallen Karbonate
und Hydrogenkarbonate, die als Salz eine Verbindung mit Kalzium oder Magnesium
haben.
Für uns hat die Karbonathärte im
Aquarium eine wichtige Aufgabe, es puffert den PH-Wert und verhindert
somit zu starke und zu rasche Veränderungen des PH-Wertes.
Durch
das enge Zusammenspiel zwischen KH und PH ist die KH ein wichtiger Wert
für das Wohlbefinden unsere Pfleglinge.
Der KH-Wert sollte je nach
Aquarium alle drei Tage überprüft werden. Sollte der Wert über längere
Zeit stabil bleiben, genügt wöchentliches Kontrollieren.
Der pH-Wert: (potentia
Hydrogenii):
Im Wasser lösen sich nicht nur Salze sondern
auch saure und basische Stoffe - je nach deren Gleichgewicht ist das
Wasser dann sauer oder alkalisch (auch basisch genannt). Chemisch reines
Wasser hat einen pH-Wert von 7, es ist neutral.
Bei pH-Werten von
4 - 7 spricht man von saurem Wasser, bei Werten von 7 - 10 von alkalischem
Wasser.
Ein pH-Wert von 6 ist zehnmal so sauer wie pH 7! Ein
pH-Wert von 5 ist zehnmal so sauer wie pH 6! Es handelt sich daher um eine
logarithmische Aufteilung. Deshalb sind falsche pH-Werte sehr fatal.
In relativ weichem Wasser kann es, wenn sämtliches Bikarbonat
aufgebraucht ist, zu einem Säuresturz kommen. Tiere, Pflanzen und
Mikroorganismen reagieren sehr empfindlich auf rasche und starke
Veränderungen des pH-Wertes.
Der pH-Wert sollte je nach Aquarium
alle drei Tage überprüft werden. Sollte der pH-Wert über längere Zeit
stabil bleiben, genügt es ihn einmal wöchentlich zu kontrollieren.
Die
Nitrifikation:
Durch Ausscheidungen der Fische (Ammonium, Ammoniak), Pflanzen und Futterreste
(Eiweiß) gelangen organische Verbindungen ins Wasser. Die gelösten Stoffe
werden durch die so genannte Nitrifizierung abgebaut.
Organische Stoffe (Eiweiß) werden im
Aquarium zuerst in Ammonium oder Ammoniak umgewandelt. Welcher der beiden
Stoffe sich bildet, hängt vom PH-Wert ab.
Bei einem pH-Wert von
unter 7 bildet sich vorwiegend ungiftiges Ammonium (NH4), bei einem
PH-Wert von über 7 nimmt der Anteil an hochgiftigem Ammoniak (NH3) immer
mehr zu.
Die Ammoniumoxidierer (Nitrosomonas) wandeln nun Ammonium
durch bakterielle Oxidation über diverse Zwischenprodukte zu Nitrit (NO2).
Nitrit ist sehr giftig für Fische und kann diese bei zu hohen
Konzentrationen töten. Der Nitrit-Wert sollte idealerweise bei 0,0 liegen,
Werte von 0,1 - 0,2 sind kurzfristig tragbar (wenige Stunden), müssen aber
umgehend nach dem Nachweis durch einen großzügigen Teilwasserwechsel
gedrückt werden.
Nitrit kann nur durch eine funktionierende biologische Filterung
und mäßigen Besatz dauerhaft klein gehalten werden.
Was passiert
nun aber im Normalfall mit dem Nitrit?
Die Nitritoxidierer
(Nitrobacter) oxidieren das entstandene Nitrit weiter zum Endprodukt
Nitrat (NO3).
Nitrat ist das Endprodukt der Nitrifizierung und
wird nicht weiter abgebaut. Es wird von Pflanzen als "Nahrung" aufgenommen
oder verlässt das Aquarium über den wöchentlichen Teilwasserwechsel.
Der Nitrit-Wert muss alle zwei Tage gemessen werden, da ein totes
Tier die Nitrifizierung überfordert und es dann es zu einem Nitrit-Peak
kommen kann, welcher für die meisten Tiere tödlich enden würde.
Während der Einfahrphase gibt es noch keine Bakterien, die diese Aufgaben
erledigen. Sie bilden sich erst bei genügend Nahrung, daher kommt es während
der Einfahrphase zu einem Nitrit-Peak.
Diesen Peak
sollte man plus einer Woche abwarten bevor man die ersten Tiere einsetzt.
Dies kann unter Umständen 4 - 6 Wochen dauern.
NH4/NH3 =
Ammonium/Ammoniak:
Ammonium ist das erste Glied in der
Nitrifikationskette. Es wird direkt von den Fischen ausgeschieden. Durch
die biologische Filterung wird mittels der Nitrosomonas-Bakterien das
Ammonium zu Nitrit oxidiert. Dabei wird im Filter Sauerstoff verbraucht.
Ammonium wird auch direkt von den Pflanzen als Stickstofflieferant
aufgenommen. Laut Diana Walstad bevorzugen Pflanzen das Ammonium und
solange es zur Verfügung steht, wird kein Nitrat verarbeitet, da die
Nitrat-Verarbeitung einen höheren Energieaufwand bedeutet.
Ammonium und Ammoniak stehen in einer pH-abhängigen
Wechselbeziehung: Bei pH-Werten über 7 nimmt der Anteil an giftigem
Ammoniak zu, was es zu vermeiden gilt. Bei pH-Werten unter 7 steigt der
Anteil an Ammonium, welches für Fische nicht giftig ist.
NO3 = Nitrat:
Nitrat ist das letzte
Glied in der Nitrifikationskette. Es ist das Endstadium der Oxidation des
Stickstoff, daher reichert sich Nitrat im Aquarium an.
Für Fische
ist es meistens erst in sehr hohen Dosen (Wert höher als 50 mg/l) giftig.
Nitrat wird auch von Pflanzen aufgenommen, sofern kein oder zu
wenig Ammonium zur Verfügung steht. Ansonsten kann es auch ganz einfach
per Wasserwechsel entfernt werden.
CO2 = Kohlendioxid:
CO2 ist für die Pflanzen ein Hauptnährstoff. Am Tag atmen
Fische CO2 aus, Pflanzen nehmen es auf und produzieren Sauerstoff.
In der Nacht verbrauchen die Pflanzen kein CO2.
Zur Berechnung des CO2-Wertes befindet sich hier
ein Onlinetool.
Generell sollte der CO2
Gehalt des Aquariums etwa 20 mg/L nicht übersteigen. Bei Werten darüber
kann es zu Schwierigkeiten für die Fische kommen. Aufgrund des hohen CO2
Gehalt des umgebenden Wassers, ist die Abgabe des CO2 aus der Atmung über
die Kiemen erschwert.
O2 =
Sauerstoff:
Sauerstoff ist die Grundlage für die Atmung der
Fische. Es wird von Pflanzen erzeugt oder es diffundiert über die
Wasseroberfläche ein.
Das Lösungsvermögen des Wassers ist von der
Temperatur abhängig. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es von Vorteil
wenn der Sauerstoffgehalt sich der Sättigung des Wassers annähert.
Cu = Kupfer:
Kupfer
ist für manche Fische sehr giftig. Allerdings wird es von den Pflanzen in
geringen Spuren benötigt.
Im Wasser sollte Kupfer nicht
nachweisbar sein. Manchmal wird es aber über die Wasserleitung
eingetragen, die besonders in Altbauten oft aus Kupferrohren bestehen. In
so einem Fall sollte man vor dem Abzapfen des Wassers für das Aquarium,
etwas Wasser abfließen lassen. Außerdem wird durch warmes Wasser mehr
Kupfer aus der Leitung gelöst, deshalb nur kaltes Wasser aus der Leitung
verwenden.
Kann man auf diese Weise nicht vermeiden, dass man
Kupfer ins Aquarium einträgt, empfiehlt sich in diesem Fall die Verwendung
eines Wasseraufbereiters aus dem Fachhandel.
Leitwert:
Der Leitwert gibt, wie oben
bereits erwähnt, die Summe aller gelösten Ionen im Aquarium an. Diese
Ionen kommen von allen möglichen Salzen, nicht nur von der Härte. Auch
Nitrat ist ein Salz.
Grob kalkuliert kann man sagen, dass 1 °dH bei 25 Grad
in etwa 33µS/cm entspricht.
Der Leitwert ist kein absoluter Wert, der
etwas aussagt. Aber man kann ihn wunderbar zur überwachung des Aquariums
einsetzen. Im Normalfall bleibt die Härte im Aquarium konstant, das heißt,
das eine Erhöhung des Leitwertes auf eine Anreicherung von anderen Salzen
schließen lässt. Da wäre z.B. Nitrat. Anhand des Leitwertes lässt sich
eine Veränderung des Wassers schnell und einfach feststellen. Aber nicht
alles wird angezeigt, eine erhöhte organische Belastung drückt sich nicht
in einem verändertem Leitwert aus.
Fe
= Eisen:
Eisen ist für die Pflanzen ein wichtiges
Spurenelement. Man sollte versuchen, einen Eisengehalt von etwa 0,05 - 0,1
mg/L zu erreichen.
Temperatur:
Die Temperatur muss den Fischen angepasst werden. Dabei haben
Fische einen optimalen Bereich und einen Toleranzbereich (wie
bei jedem anderen Parameter auch). Erreicht wird die Temperatur
über die Heizung. Bei einem Aquarium mit niedriger gewünschter
Temperatur in einem warmen Raum, kann es sein, das gar kein
Heizung notwendig ist. Dagegen kann ein Aquarium mit hoher
Temperatur in einem kalten Raum eine enorme Heizleistung verbrauchen.
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| 4. Stellplatz, Größe & Kosten |
Nun weißt Du, welchen Fisch Du pflegen willst und kannst.
Dann schau Dich mal in Deiner Wohnung nach einem geeigneten
Platz um.
Hast Du einen Lieblingsplatz? Eine Ecke, der Du mehr Glanz
verleihen willst? Ein Aquarium soll man betrachten können,
ohne sich den Hals zu verrenken. Genauso kann man oft
stundenlang beobachten, aber nur wenn es bequem ist.
Am häufigsten wird das Gewicht des Aquariums unterschätzt.
Nehmen wir mal ein 100 Liter Becken. Da sind zunächst
100 Liter Wasser, also 100 kg. Dann noch das Glasbecken,
der Kies, die Abdeckung und der Unterschrank. Dass hier
die 100 Kilogramm weit überschritten werden, dürfte klar
sein. Plane etwa mit 150 Kilogramm in diesem Fall.
Dieses Aquarium gehört nicht in ein Bücherregal und auch
nicht auf ein wackeliges Tischchen. Sorge für einen festen
und dauerhaft stabilen Stand, am besten mit einem Aquarienunterschrank.
Dieser trägt das Gewicht und sorgt dafür, dass das Aquarium
nicht auf den Boden fällt.
Apropos Boden. Welche Bauart hat denn Dein Zuhause? Gibt
es Holzbalkendecken oder Beton mit Estrich? Die Tragfähigkeit
des Bodens wird auch oft überschätzt. Mit dem bereits
genannten 100 Liter Becken wird es in fast keiner Wohnung
Probleme geben, wer aber etwas Größeres will, sagen wir
mal 750 Liter, der hat plötzlich über einer Tonne auf
anderthalb Quadratmetern. Hält die Decke das aus? Wenn
Du auch nur die geringsten Zweifel an der Tragfähigkeit
Ihres Bodens hast, besorge Dir am besten die Baupläne
des Hauses (beim Vermieter o. ä.) und lass Dich von einem
Statiker beraten. Nur so kann man ausschließen, dass das
Aquarium nächste Woche im Keller betrachtet werden kann.
Ein Aquarium sollte an seinem Platz so wenig Sonne wie
möglich abbekommen, dies kann unter anderem zu einer überwärmung
und zu vermehrtem Algenwachstum führen.
Das Aquarium kann man auch nicht direkt vor oder über
einen Heizkörper stellen, zu hohe Wassertemperaturen bei
eingeschalteter Heizung wären die Folge.
Eine leichte Zugänglichkeit sollte gewährleistet sein.
Die Abdeckung musst Du öfters mal abnehmen, das muss leicht
machbar sein.
Die Wasseroberfläche sollte in etwa in Augenhöhe des Betrachters
sein. Nimm mal Maß, wenn Du am geplanten Aufstellort bist.
Wenn Du vor dem Aquarium sitzt, bedenke dies.
Und zu guter Letzt braucht es in erreichbarer Nähe einen
Stromanschluss für Dein Aquarium. Wenn dann noch ein leicht
erreichbarer Wasseranschluss dazu kommt, umso besser.
Vielleicht hast Du jetzt aufgrund der vorherigen Sätze
Abstriche an die Größe Deines Wunschaquariums machen müssen
oder Du kannst es nicht an den vorher geplanten Platz
stellen. Macht nichts, schaffe einfach im Rahmen Deiner
Möglichkeiten einen neuen Ruhepol in Deinem Zuhause. Erstelle
in Gedanken ein Bild, wie es sein soll. Träume ruhig erst
mal davon.
Wenn das Bild fertig ist, musst Du noch überlegen, was
Du dafür benötigst. In erster Linie natürlich das Becken,
dann einen Unterschrank. Willst Du lieber eine Abdeckung
mit Leuchtstoffröhren oder ein offenes Becken mit Hängeleuchten?
Einen Filter brauchst Du ebenso wie einen Heizer. Dazu
dann noch Bodengrund, Pflanzen und Dekorationsmaterialien.
Sofort ist man mit den ganzen Dingen einen großen Geldbetrag
los. Vielleicht siehst Du erst mal die Kleinanzeigen in
der Zeitung an? Immer wieder werden komplette Aquarien
verkauft. So lässt sich gerade am Anfang eine Menge Geld
sparen. In Kleinanzeigen, Onlineauktionshäusern und Börsen
von örtlichen Aquarienvereinen werden sowohl Becken als
auch technische Geräte gebraucht angeboten. Zu beachten
ist allerdings, dass diese Dinge trotzdem in einwandfreiem
Zustand sein müssen. Technische Geräte haben meist eine
begrenzte Lebensdauer. Greife im Zweifelsfall lieber zu
neuen Artikeln. Vielleicht kann man aber durch den Gebrauchtkauf
das Aquarium auch eine Nummer größer wählen?
Zu der Größe des Beckens kann man folgendes sagen: Je
mehr der Wasserinhalt, desto besser. Ein größeres Wasservolumen
verzeiht Pflegefehler eher als ein kleines Becken. Auch
steigt der Pflegeaufwand des Aquariums nicht im gleichen
Maße wie der Inhalt. Am besten ist also die maximale Beckengröße,
die Geldbeutel und der vorhandene Platz erlauben.
Nach der Erstanschaffung sind noch die laufenden Kosten
zu tragen. Dazu zählt der Strom für alle technischen Geräte,
das Wasser für den wöchentlichen Wasserwechsel, Futter
für die Fische, Wassertests und hin und wieder ein Ersatz
für ein defekt gegangenes Teil wie z.B. Leuchtstoffröhren.
Aber es ist nicht nur Geld nötig. Auch Zeit muss investiert
werden. Die tägliche Fütterung und Kontrolle, der Wasserwechsel
und die Pflanzenpflege. All das sollte gewissenhaft ausgeführt
werden. Sei Dir darüber bewusst. Schließlich sind Fische
lebende Tiere.
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| 5. Auswahl des Aquariums & des technischen
Zubehörs |
Wenn jetzt fest steht, welcher Fisch gepflegt wird und
wohin das Aquarium kommt, dann gehen wir daran, die einzelnen
Bestandteile zusammen zu suchen.
Als Basis dient ein tropisches Süßwasseraquarium.
Zuerst ist da natürlich das Becken selbst. Die Größe bestimmt sich
aus dem in den vorherigen Kapiteln Gesagtem. Wähle das
Aquarium so groß wie möglich, das vereinfacht die Pflege
erheblich. Die Form ist nicht besonders wichtig, eher
Geschmackssache. Die meisten Aquarien werden mittlerweile
aus Floatglas (Kristallspiegelglas) hergestellt. Bei Glasstärken
ab 15 mm ist es von Vorteil darauf zu achten, dass zumindest
die Frontscheibe aus Opti-White Glas besteht. Normales
Glas erzeugt einen leichten Grünstich.
Achte auch darauf, dass die Kanten der Scheiben geschliffen
sind und die Verklebung aus schwarzem Silikon gemacht
wurde. Darunter können sich nicht so leicht Algen ansiedeln
und die Verklebung hält länger. Auch sollten keine sichtbaren
Luftblasen eingeschlossen sein. Qualitätsaquarien haben
eine mehrjährige Garantie auf die Verklebung.
Der Unterschrank muss stabil
genug sein, um das Gewicht des Aquarium aufzunehmen und
dauerhaft zu tragen. Am besten geeignet hierfür sind Aquarienunterschränke.
Natürlich kann man auch andere Schränke verwenden, wenn
die Tragkraft gewährleistet ist. Auch Selbstbaulösungen
sind möglich.
Zwischen Unterschrank und Aquarium kommt eine Schaumstoffmatte.
Diese dient dazu, eventuelle Staubteilchen und Körnchen
gegen das Bodenglas abzufangen und um leichte Unebenheiten
auszugleichen. Niemals darf man auf diese Schicht verzichten,
denn sonst wäre ein Bruch des Aquariums vorprogrammiert.
Alternativ kann man auch eine Styroporplatte (ca. 1 cm)
oder eine Campingisoliermatte verwenden.
Eine Ausnahme gibt es, Rahmenaquarien dürfen keine Schaumstoffschicht
darunter haben, da sie außen im Rahmen aufliegen und in
der Mitte der Bodenplatte freitragend sind.
Für ein tropisches Aquarium, welches ein Warmwasseraquarium
ist, brauchst Du auch eine Heizung.
Die benötigte Heizleistung kann man grob abschätzen mit
folgenden Angaben:
* 0,5 Watt pro Netto-Liter für ein geschlossenes Aquarium
in geheizten Räumen bei etwa 20°C.
* 1 Watt pro Netto-Liter für geschlossene Aquarium in
ungeheizten Räumen bei etwa 10°C.
* Bei offenen Aquarien sollte man auf die obigen Angaben
noch mal 30% aufschlagen.
Wähle den Heizer, der der errechneten Leistung am nächsten
kommt, lieber etwas über dem errechneten Wert als darunter.
üblicher Standard sind die Reglerheizer, die es in allen
möglichen Leistungsklassen gibt. Diese Heizer schalten
bei Unterschreiten einer eingestellten Temperatur ein
und bei Erreichen der Temperatur automatisch wieder ab.
Die Differenz zwischen den beiden Temperaturen nennt man
Hysterese, diese ist notwendig um die Schalthäufigkeit
zu reduzieren. Generell ist es sinnvoll, die benötigte
Heizleistung auf mindestens zwei Heizstäbe zu verteilen.
Dadurch erreicht man eine bessere Ausfallsicherheit. Ein
defekter Heizer kann ständig das Wasser aufheizen oder
auch gar nicht mehr heizen! Bei kleinen Becken, ist es
aber leider oft nicht möglich, die benötigte Heizleistung
noch aufzuteilen, da es keine kleineren Heizstäbe als
25 Watt gibt.
Zusätzlich werden im Handel verschiedenste Arten von Bodenheizungen
angeboten. Besonders für Pflanzen scheint diese nach Werbeaussagen
von Vorteil zu sein.
Bei Sand als Bodengrund darf man sowieso keine Bodenheizung
verwenden, da es zu einem Wärmestau kommen würde. Lediglich
im Kies kann die Bodenheizung einen Pluspunkt haben, da
sich durch die erzeugte, geringe Strömung ein Filter bildet,
der biologisch gut arbeiten kann.
Als nächstes kommt dann der Filter.
Bei den Filtern gibt es die verschiedensten Bauarten,
die hier kurz vorgestellt werden sollen:
Innenfilter:
Ein Innenfilter ist innerhalb des Aquariums platziert.
Da durch kann auch bei einem defekten Filter kein Wasser
aus dem Becken gelangen, einer der großen Vorteile des
Innenfilters. Meist wird nur eine Sorte Filtermaterialien
verwendet, was den teilweisen Austausch erschwert. Durch
die kompakten Abmessungen ist auch weniger Filtersubstrat
enthalten und der Filter ist meist schneller verstopft.
Zur Reinigung muss der Filter aus dem Wasser genommen
werden und hier zeigen verschiedene Marken einen großen
Unterschied. Während bei einigen das Filtergehäuse leer
läuft und damit einen großen Teil des Drecks wieder ins
Aquarium abgeben, sind andere Filter so konstruiert, dass
das Wasser im Gehäuse bleibt und außerhalb des Beckens
mit dem Dreck entleert werden kann.
Viele Innenfilter habe einen Durchflussregler, mit dem
man die Beckenumwälzung einstellen kann. Falls dieser
nicht vorhanden ist, kann mit einem Stück Schlauch auf
den Auslass einen Hahn montieren.
Außenfilter:
Ein Außenfilter steht, wie der Name schon sagt, außerhalb
des Aquariums. Mit diesem ist er mittels Schläuche verbunden.
Der Vorteil ist die einfachere Wartbarkeit, ein Nachteil
ist die größere Gefahrenquelle für Leckschäden.
Hier sollte man, wegen der Einfachkeit des Handlings,
darauf achten, dass Absperrtrennventile dabei sind. Falls
diese nicht schon im Filter integriert sind, sollte man
sich diese dazu kaufen und jeweils einen Schlauch unmittelbar
vor dem Filter einbauen. Muss der Filter nun transportiert
werden, reicht es die Ventile zu schließen, den Netzstecker
zu ziehen und dann die Schläuche an der Trennkupplung
abzutrennen.
Im Außenfilter kann man die verschiedensten Filtermedien
verwenden. Je nach Typ und Fabrikat stehen direkt schon
mehrere herausnehmbare Körbe zur Verfügung. Diese können
variabel befüllt werden, z.B. mit Tonröhrchen, Schaumstoff
oder Sinterglas, eine ca. 2 - 3 cm dicke Schicht aus Filterwatte
als Feinfiltermedium sollte man immer einsetzen.
Bei einem Außenfilter sollte man auf ein möglichst großes
Filtervolumen achten und weniger auf die Filterleistung.
In der Praxis hängt das Filtervolumen mit der Filterleistung
(z. B. 600l/h, was z. B. bei einem 100l Aquarium eine
6-fache Umwälzung je Stunde bedeuten würde und viel zu
viel wäre) zusammen.
Zur Zeit gibt es keinen optimalen Filter, der ein großes
Filtervolumen mit einer für das Aquarium sinnvollen langsamen
Umwälzung von 1 - 1,5 mal in der Stunde verbindet. Die
Hersteller sind dabei, den Bedarf dafür zu erkennen und
Filter herzustellen, bei denen der Durchfluss gedrosselt
werden kann. Dies kann man aber auch bei den preiswerteren
Filtern mit den eingangs bereits erwähnten Doppelabsperrhähnen
realisieren. Hierzu wird einfach an dem Rücklaufschlauch,
also der Schlauch der das gefilterte Wasser wieder zurück
ins Aquarium bringt, der Absperrhahn soweit geschlossen,
damit man auf den gewünschten Durchfluss kommt.
Hamburger Mattenfilter:
Im Prinzip handelt es sich um einen Innenfilter, die Gefahr
des Auslaufens ist also nicht gegeben. Allerdings hat
dieser Filter kein Gehäuse, sondern besteht im Prinzip
nur aus einer Schaumstoffmatte , die z.B. vor einer Seitenscheibe
steht. Hinter dieser Matte wird eine Pumpe installiert,
die das Wasser hinter der Matte wieder vor ins Becken
befördert. Somit drückt das Wasser wieder durch die Matte
hindurch. Zur anschaulichen Erklärung schaut mal auf folgender
Homepage vorbei: http://www.deters-ing.de/. Die beste Seite zu diesem Filter.
Die Schaumstoffmatte muss nicht unbedingt vor der Seitenscheibe
stehen, man kann sie auch in eine Ecke stellen oder ähnliches.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hinter der Matte
lassen sich auch wunderbar andere technische Geräte wie
der Heizer verstecken.
Ein weiterer Vorteil des Mattenfilters ist seine enorme
Oberfläche, eine Reinigung ist fast nie notwendig.
Man kann keine abschließende Bewertung abgeben, da es
vom jeweiligen Einsatzfall abhängt, welcher Filter am
besten verwendet wird, um die individuellen Anforderungen
und Bedürfnisse zu erfüllen. Prinzipiell sind alle genannten
Filter geeignet, wenn sie richtig dimensioniert und eingesetzt
worden sind.
Beleuchtung:
Nun muss man sich entscheiden, ob man ein abgedecktes
Becken oder ob man lieber ein offenes Becken mit Hängeleuchten
nimmt. Bei einem geschlossenen Becken ist der Zugang zum
Becken etwas erschwert und falls man mal die Abdeckung
abnimmt, ist es im Becken ziemlich dunkel. Bei einem offenen
Becken besteht die Gefahr, dass Fische herausspringen,
was man durch einen aufgesetzten Rahmen oder tieferen
Wasserstand verhindern kann. Auch ist die Verdunstung
in einem offenen Becken wesentlich höher. Dies benötigt
mehr Heizleistung und der Wasserstand sinkt schneller,
was aber durch einen wöchentlichen Wasserwechsel gut kompensiert
wird. Die erhöhte Verdunstung erzeugt eine höhere Luftfeuchtigkeit,
was im Extremfall zu beschlagenen Scheiben und feuchten/schimmligen
Außenmauern im Winter führen kann wenn die Wohnung nicht
ausreichend gelüftet wird.
Die Beleuchtung ist weniger für die Fische als viel mehr
für die Pflanzen erforderlich. Pflanzen brauchen das Licht
um zu wachsen um damit auch den für die Fische lebensnotwendigen
Sauerstoff zu erzeugen. Die Bedeutung der Pflanzen wird
an anderer Stelle beschrieben. Die normale Helligkeit
in einem Raum reicht für die Pflanzen nicht aus. Eine
künstliche Beleuchtung ist erforderlich.
Die Beleuchtung sollte über eine Zeitschaltuhr erfolgen.
Bei der Beleuchtungszeit geht man im Mittel von 12 Std.
aus. Bei der Neueinrichtung ist eine Mittagspause sicherlich
nicht verkehrt. Dies stört weder Fisch noch Pflanzen,
sofern etwas Tageslicht ins Aquarium fällt, aber einige
Algenarten mögen diese Mittagspause nicht. Als angenehmer
Nebeneffekt verlängert man damit auch die Beleuchtungszeit
am Abend und hat auch dann noch was von seinem Aquarium.
Die Beleuchtungsdauer sollte nie unter 5 Std. am Stück
liegen und die Mittagspause sollte mindestens 2 Stunden,
besser noch 4 Stunden, dauern. Natürlich kannst Du die
Zeiten an die persönlichen Bedürfnisse unter Einhaltung
der Mindestangaben anpassen. Es sollte jedoch vermieden
werden mit den Zeiten zu experimentieren und diese ständig
zu ändern. Das können die Pflanzen nicht gut vertragen
und würden mit Wachstumsstörungen (abwerfen von Blättern)
oder Stagnation reagieren.
Auch die Wahl der Beleuchtung muss bei Deiner Kaufentscheidung
mit in die überlegung einbezogen werden. Bei Komplettsets
ist meist eine Abdeckung, mit einer oder zwei Halterungen
für Leuchtstoffröhren, je nach Größe, im Angebot enthalten.
Entscheidet man sich für ein offenes Aquarium bei dem
die Pflanzen aus dem Becken herauswachsen können, wird
man kein Komplettset kaufen können. Auch wenn man die
Beckenform so gewählt hat, dass keine Abdeckung verfügbar
ist. Dann stellt man sich die Technik selbst zusammen.
Natürlich hat etwas Besonderes auch seinen Preis. So wird
es immer teuerer sein, wenn man alles in Teilen kauft.
Bei einer Abdeckung ist man an die Vorgabe durch die Größe
(Länge) und dadurch auch an die Beleuchtungsstärke der
Leuchtstofflampen gebunden. Es ist eine gute Investition,
sich für die Röhren passende Reflektoren zu kaufen. Die
Beleuchtungsstärke bei den Komplettsets ist meist am Minimum
ausgerichtet. Für lichthungrige oder auch teilweise rote
Pflanzen reicht die Beleuchtung meistens in einem gut
bepflanzten Aquarium nicht aus. Entweder muss man dies
bei der Auswahl der Pflanzen beachten oder die Beleuchtungsstärke
erhöhen. Dies geht am preiswertesten mit Reflektoren.
Man kann mit guten Reflektoren eine Steigerung der Beleuchtungsstärke
von ca. 100 % erreichen.
Die zurzeit noch gängigen Leuchtstoffröhren in den Abdeckungen
sind T8 Röhren. Dies sind Röhren
mit einem Durchmesser von 26 mm. Immer stärker im Kommen
sind die T5 Leuchten. Diese haben einen Durchmesser von 16
mm. Der Vorteil liegt zum einen in der geringeren Abschattung
bei der Verwendung von Reflektoren und zum anderen darin,
dass mit kürzerer Bauform im Vergleich zu den T8 Röhren
eine höhere Lichtausbeute erreicht wird. Allerdings muss
man für T5 Leuchten noch tief in die Tasche greifen.
Bei dem offenen Aquarium erfolgt die Beleuchtung mit einer
oder auch mehreren Hängeleuchten, die dann über dem Aquarium
befestigt werden.
Hier unterscheidet man zwischen:
HQL-Leuchten:
Sie erreichen beim Einschalten langsam ihre volle Leuchtkraft.
ähnlich wie bei einem Sonnenaufgang. Von der Bauart her
bilden diese Leuchten eine kegelförmige Ausleuchtung.
Der Wirkungsgrad ist schlechter und damit Stromverbrauch
ist auch höher als bei Leuchtstoffröhren. Je nach Reflektor
besteht auch die Gefahr, dass einiges an Licht nicht ins
Aquarium sondern in den Raum gelangt. Die Farbwiedergabe
der Fische erreicht nur ein Mittelmaß. übliche Wattagen
sind 80 und 125 Watt.
HQI-Leuchten:
Sie haben ihren Weg über die Meerwasseraquaristik langsam
auch in den Süßwasserbereich gefunden. Man kann sich die
Leuchten von der Ausleuchtung her wie einen Halogenstrahler
vorstellen. Durch die stark gebündelte Leuchtkraft sieht
man sehr schön die Wasserspiegelungen im Aquarium und
erzeugt ein natürliches Schattenspiel. Der Nachteil ist
ein hoher Anschaffungspreis, etwa wie bei T5 Leuchten.
Die neueste Entwicklung sind HCI-Lampen, die über die gesamte Lebensdauer eine gleiche
Farbtemperatur aufweisen und einen höheren Wirkungsgrad
besitzen.
(Kompakt-)Leuchtstoffröhren:
Hier gibt es auch Hängeleuchten. Hier gilt im Prinzip
das Gleiche wie bei der Betrachtungsweise der Abdeckung.
Der Vorteil ist hier ebenfalls, dass die T8-Lampen im
Bereich der Hängeleuchten die preiswerteste Variante mit
gleichmäßiger Ausleuchtung ist.
Der Bodengrund dient zur optischen
Gestaltung des Aquariums und den Pflanzen als Verankerung.
Hier hat man die Wahl zwischen Sand und feinem Kies. Gilt
das Interesse Fischen, die am Boden gründeln oder diesen
"durchkauen", ist Sand die beste Wahl. Ansonsten ist auch
feiner Kies mit 2-3 Millimeter Durchmesser geeignet. Kies
gibt es in jedem Aquariengeschäft, auf gefärbten Kies
soll möglichst verzichtet werden. Sand kauft man am besten
im Baustofffachhandel, und zwar Quarzsand mit möglichst
enger Sieblinie, frei von Zusatzstoffen. Keine Sorge wegen
diesem hellen Sand, mit der Zeit wird er von alleine dunkler.
Das nun folgende Zubehör ist nicht mehr unbedingt notwendig,
aber in bestimmten Situationen recht hilfreich.
Wasseraufbereitung ist dann nötig, wenn Weichwasserfische
gepflegt werden sollen, das Leitungswasser aber zu hart
ist. Hier gibt es zwei empfehlenswerte Möglichkeiten,
Vollentsalzer und Osmoseanlagen.
Zuerst derEntsalzer: Wie der Name
sagt, wird das Wasser bei dieser Methode "entsalzt", d.h.
es werden die Salze entzogen. Dies geschieht durch so
genannte "Tauscherharze". In diesen können bestimmte Ionen
eingelagert und auch ausgetauscht werden. (Salze bestehen
aus Ionen. jeweils positive = Kationen und negative =
Anionen).
Zu den Salzen zählt die Wasserhärte, Nitrat, Phosphat
und viele andere Stoffe und Spurenelemente.
Es gibt auch ein so genanntes natürliches Ionenspektrum das in fast allen Binnengewässern der
Erde so ähnlich oder gleich ist. Fische und Pflanzen benötigen
viele Ionen, wenn auch vielleicht nur in Spuren, um ihren
Mineralstoffhaushalt zu regeln. Bei Fischen wird viel
mit der Nahrung geliefert, hier treten Mängel sehr selten
auf. Aber Pflanzen decken den ganzen Bedarf aus dem Wasser,
hier sind Mängel dann nicht selten.
Verwendet man nur Vollentsalztes oder Osmosewasser, werden
nahezu keine Mineralien und Spurenelemente angeboten.
Man kann nun auf die Idee kommen, das Fehlende mit Dünger
auszugleichen, nur wird man nicht alles so anbieten können,
wie es benötigt wird. Von der Verwendung von reinem Osmose-
oder vollentsalztem Wasser muss daher abgeraten werden,
wenn nicht detailliertes Wissen über die Hintergründe
besteht.
Bei der Vollentsalzung wird mit 2 Harzen gearbeitet, einem
Kationentauscher, der die Kationen durch H+ Ionen
austauscht und einem Anionentauscher, der die Anionen
durch OH- Ionen ersetzt.
So wird z.B. ein Kalzium-Ion (das ist 2wertig) gegen 2
H+ getauscht. Bei den Anionen läuft das genauso, Nitrat
(NO3-) gegen OH-, CO3-- gegen 2 OH-. Also wird z.B. aus
Kochsalz (NaCl) das in Wasser gelöst ist (Na+ und Cl-)
durch die Tauscher H+ und OH-. Zusammen also H2O, was
man als Wasser kennt. Hier wird also der gesamte Salzgehalt
reduziert, unabhängig vom Stoff, das Ionenspektrum wird
nicht verschoben.
Vollentsalzer müssen mit schwachen Säuren und Laugen regeneriert
werden. Die dabei anfallenden Flüssigkeiten können nach
der Regenerierung zusammen geschüttet und dann gefahrlos
in der Kanalisation entsorgt werden.
Teilentsalzer werden auch Neutraltauscher
(z.B. Brita) genannt.
Hier werden die Ionen "nur" gegen Natrium (für die Kationen)
oder Chlorid (für die Anionen) getauscht. Dadurch ändert
sich der Salzgehalt des Wassers nicht, aber das Ionenspektrum
wird sehr kräftig verschoben. Bei einem Härtetest wird
nichts mehr oder weniger festgestellt, das Wasser ist
scheinbar weich. Aber der Salzgehalt ist weiterhin der
Gleiche und wenn vorher die Härte zu hoch war, ist jetzt
der Salzgehalt auch noch zu hoch.
Wenn man also das Wasser entsalzen will, dann bitte mit
einem Vollentsalzer und nicht mit diesen Neutraltauschern.
Den Fischen und Pflanzen tut man damit keinen Gefallen,
im Gegenteil. Teilentsalzer werden mit Kochsalz regeneriert,
was auch den besten Anhaltspunkt liefert, um was für einen
Entsalzer es sich handelt.
Dann gibt es noch Osmoseanlagen. Dabei wird das Wasser unter Druck
durch eine feine Membrane gedrückt. Das Prinzip ist wie
bei einem Filter, größere Moleküle als Wasser werden zurückgehalten.
Diese Membranen sind sehr empfindlich, weshalb immer ein
Feinfilter davor geschaltet sein soll. Falls es vorkommen
kann, dass das Leitungswasser gechlort ist, muss auch
ein Kohlefilter vor die Membrane gesetzt werden. Die ausgefilterten
Moleküle werden mit Wasser von der Membrane entfernt.
Das erklärt auch, dass eine Osmoseanlage bei der Herstellung
einen Liters reinen Wassers (Permeat) etwa 3 Liter konzentriertes
Abwasser abwirft. Das heißt, um 1 Liter enthärtetes Wasser
herzustellen, werden insgesamt vier Liter Wasser verbraucht.
Jede Osmoseanlage hat einen optimalen Arbeitspunkt. Der
Betriebsdruck wird vom Hersteller genannt und sollte eingehalten
werden.
Eine CO2-Anlage dient zum Einbringen
von CO2 ins Aquarium. Dies ist selten bis nie für die
Fische notwendig, sondern wegen den Pflanzen. Eine Erhöhung
des CO2-Spiegels erzeugt eine pH Absenkung, siehe Kapitel
Chemie. Den CO2-Gehalt darf man nie über 20 mg/L steigen
lassen, Fische können damit ihre Schwierigkeiten haben!
Eine Bio-CO2-Anlage erzeugt
das Kohlendioxid durch Gärung. Dabei verarbeiten Hefepilze
Zuckermoleküle und erzeugen CO2 und Alkohol. Es gibt auch
schon Anlagen dieser Art im Handel zu erwerben, aber auch
ein Selbstbau ist nicht sonderlich schwer. Die fertig
gekauften Anlagen kann man auch selber wieder befüllen.
Bio-CO2 kann nicht geregelt oder gesteuert werden (zumindest
nicht so einfach), sondern es hängt im wesentlichen von
der Rezeptur und der angesetzten Menge ab, wie viel CO2
produziert wird.
Eine Druckgasanlage besteht aus einer Stahlvorratsflasche,
einem Druckminderer, einem Nadelventil, der Schlauchverbindung
und einem Gerät zum Einbringen. In der Stahlflasche steht
das Gas unter Druck und liegt zu einem Teil in flüssiger
Form vor. Solange noch flüssiges Gas enthalten ist, liegt
der Druck bei Zimmertemperatur bei etwa 60 Bar. Sinkt
dieser Druck ab, ist keine Flüssigkeit mehr in der Flasche
und das baldige Ende des CO2 Vorrates kündigt sich an.
Der Flaschendruck von etwa 60 Bar kann nicht direkt ins
Aquarium geleitet werden, dafür benutzt man einen Druckminderer,
mit dem man einen niedrigeren Arbeitsdruck erreicht. Etwa
1-1,5 Bar sollten ausreichen.
Um die zuzugebende Menge exakt dosieren zu können, verwendet
man ein Nadelventil. Als Einbringgerät kann man vieles
verwenden, einen feinperligen Lindenholzausströmer, eine
Schale oder ein Einwaschgerät. Davon gibt es viele verschiedene
Modelle am Markt.
Diese Anlagen lassen sich relativ einfach durch die Justierung
mit dem Nadelventil regulieren. Da die Pflanzen nachts
kein CO2 verbrauchen, muss man nachts auch nicht unbedingt
was zugeben. Erreicht wird dies mit einem Magnetventil.
Mit einer Zeitschaltuhr können die benötigten Ein- und
Ausschaltzeiten eingestellt werden.
Eine weitere Steigerung bedeutet die Regelung der Zugabe
mittels eines pH-Reglers. Durch das abhängige Verhältnis von pH, KH
und CO2 kann man mittels des pH-Wertes die Menge an CO2
definieren. An einem pH-Regler wird ein gewünschter pH
Wert eingestellt und die Zugabe des Gases erfolgt automatisch,
wenn der ph-Wert zu hoch wird. Auch schaltet der Regler
die Zugabe ab, wenn der gewünschte pH-Wert erreicht ist.
So wird die CO2 Menge im Aquarium immer ziemlich konstant
gehalten, wenn die KH gleich bleibt, was man immer wieder
überprüfen muss.
Ein Nachteil einer Druckgasanlage soll nicht verschwiegen
werden. Bei absinkendem Flaschendruck kann es vorkommen,
dass der Druckminderer nicht mehr exakt regelt. Der Arbeitsdruck
erhöht sich und die zugegebene CO2 Menge steigt rapide
an. Ein zu tiefer pH-Wert und eine CO2 Vergiftung der
Fische ist leicht möglich. Aber nicht alle Druckminderer
zeigen diesen Effekt, eingehende Infobeschaffung ist hier
von Vorteil.
Ansonsten kann dieser Nachteil auch durch einen CO2-Regler
ausgeglichen werden, bedeutet aber einen großen Kostenpunkt.
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oben |
| 6. Beim Kauf beachten |
Jetzt gehst Du nun ins Geschäft und machst Dich an den
Kauf des Aquariums. Generell sei erwähnt, dass ein Komplett-Set
günstiger ist, als die benötigten Produkte einzeln zu
kaufen. Eine günstige und gängige Einsteigergröße ist
das 112l Aquarium.
Zuerst sollte man sich Zeit nehmen und überprüfen, ob
das Set komplett ist. Das Set sollte aus folgenden Komponenten
bestehen:
Das Aquarium, die Abdeckung, der Filter und die Heizung.
Wenn nötig, such auch direkt nach einen passenden Unterschrank.
Das Aquarium:
Wichtig ist es, das Aquarium auf mögliche Schäden am Glas
oder an den Verklebungen zu überprüfen. Manche Hersteller
gewähren auch mehrere Jahre Garantie auf Dichtigkeit des
Aquariums. Achte immer darauf, ob ein Stellrahmen oder
eine Unterlegmatte dabei ist. Rahmen bzw. Matte benötigt
man, um das Aquarium sicher aufstellen zu können! Beides
dient dazu, Unebenheiten der Auflagefläche auszugleichen
und somit einen Glasbruch zu verhindern!
Die Abdeckung inkl. Beleuchtung:
Die Abdeckung sollte über Futterluken, Beleuchtung und
Kabelschlitze verfügen. Es gibt Abdeckungen, bei denen
die Beleuchtung durch eine Glasplatte vom Wasser getrennt
ist. Diese sind meist billiger, jedoch verursachen die
Glasplatten Verluste beim Licht. Bei einer qualitativ
hochwertigen Abdeckung sind Röhren und Starter wasserdicht
verschraubt. Sinnvoll ist es, sich daher direkt zu informieren,
ob bei einem eventuellen Röhren- bzw. Startertausch Dichtungsringe
gewechselt werden müssen und wenn ja, wieviel diese kosten.
So gibt es sowohl die "Sonnenpflanzen", die an den Triebspitzen
ca. 8000 Lux benötigen, als auch Schattenpflanzen, die
mit mit 100 -200 Lux auskommen. Ein wichtiger Faktor bei
der Betrachtungsweise ist die Frage, wie weit die Triebspitzen
der Pflanzen von der Wasseroberfläche entfernt sind. Je
mehr Wassertiefe die Beleuchtung durchdringen muss, desto
schwächer ist das Licht, welches noch bei den Triebspitzen
ankommt.
Gehen wir hier einmal von einer normalen durchschnittlichen
Leuchtstoffröhre mit, sagen wir mal 30 Watt, aus, dann
stehen nach
10 cm Wassertiefe ca. 4000 Lux, ca. 9500 Lux mit Reflektor
20 cm Wassertiefe ca. 1900 Lux, ca. 4500 Lux mit Reflektor
30 cm Wassertiefe ca. 1000 Lux, ca. 2600 Lux mit Reflektor
40 cm Wassertiefe ca. 600 Lux, ca. 1670 Lux mit Reflektor
50 cm Wassertiefe ca. 400 Lux, ca. 1100 Lux mit Reflektor
den Pflanzen zur Verfügung.
Beachte, dass es hierbei um die Wassertiefe, also die
Tiefe im Wasser vom Licht durchdrungen werden muss und
nicht um die Höhenangabe des Aquariums geht.
Man wählt den Standort der lichthungrigen Pflanzen möglichst
direkt unter der Lichtquelle und an den Seiten, für den
vorderen oder hinteren Bereich dann Pflanzen mit weniger
Lichtbedarf aus.
Dies soll nur als Beispiel und Anhaltspunkt dienen. Durch
die Vielzahl der unterschiedlichen Beleuchtungs- und Aquarientypen
ist es nicht einfach, eine für alle Möglichkeiten passende
Aussage zu treffen.
Eine zu schwache Beleuchtung gibt es eigentlich bei fertig
zu kaufenden Aquarienleuchten selten. Höchstens, dass
man die falsche Pflanzen dementsprechend auswählt und
pflegt. Je schwächer die Beleuchtung ist, desto kleiner
wird natürlich die Auswahl an dazu passenden Pflanzen.
Und, häufig benötigen gerade die schönsten Pflanzen das
meiste Licht.
Deshalb ist eine gute Beleuchtung kein Luxus, wenn auch
oft einiges teurer.
Bei detaillierten Fragen zum Thema Beleuchtung wendet
man sich am besten damit an das Forum. Aquariengröße und
gewünschte Pflanzen angeben, dann wird sicher die passende
Beleuchtung dazu gefunden.
Die Heizung:
Zur Heizung kann man eigentlich nicht viel sagen, nur
bei beheizten Räumen 0,5 Watt pro Liter aufgerundet auf
die nächste kaufbare Leistung eines Heizers, bei unbeheizten
Räumen 1 Watt, diese Methode verhindert ein überhitzen
bei Defekt. Mit dieser Faustformel kann man die benötigte
Heizleistung errechnen.
Der Filter:
Generell ist ein Innenfilter weniger aufwendig als ein
Außenfilter. Achte beim Kauf darauf, dass der Filter zum
Aquarium passt und dass er mit Filtermaterial befüllt
ist oder - anderenfalls - werden muss. Welches Material
geeignet ist, kann Dir der Fachhändler sagen. Bei weiteren
Fragen zum Filter ist das Forum eine gute Anlaufstelle.
Sonstiges:
Nicht vergessen darf man allerlei Zubehör wie beispielsweise
Fangnetz, Thermometer, Dünger, Dekoration... usw.
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oben |
| 7. Aufstellen des Aquariums |
Da Du jetzt Dein neues Aquarium endlich
zuhause hast, beginnst Du mit dem Aufstellen.
Du hast dazu einen
Platz gewählt, der nicht von der Sonne direkt beschienen wird und wo das
Aquarium keiner "Blickkonkurrenz" ausgesetzt ist, wie es neben einem
Fernseher beispielsweise der Fall wäre.
Außerdem sollte eine
Steckdose in Reichweite sein.
Das Aquarium sollte etwa 10 cm von
der Wand entfernt stehen damit noch für Schläuche und eine
Mehrfachsteckdose Platz ist. Außerdem ist damit sicher gestellt, dass die
Wand nicht feucht wird und sollte mal etwas hinter das Aquarium fallen, so
kannst Du es leicht wieder hervorholen.
Achtung! Das Aquarium
nicht in die Nähe von Lautsprecherboxen (Radio, Fernseher, etc.) stellen,
da die Bässe Schwingungen im Aquarium verursachen, die den Fischen nicht
gut bekommen!
Jetzt kannst Du das Aquarium in einem dafür
vorgesehen Rahmen stellen. Sollte kein Rahmen dabei sein, muss man das
Aquarium auch auf eine Thermomatte oder einer mindestens 1 cm dicken
Styroporplatte stellen.
Auf gar keinen Fall sollte das Aquarium
ohne eine derartige Unterlage aufgestellt werden, denn wenn es mit Wasser
befüllt ist, wird es sehr schwer und es kann aufgrund von Unebenheiten
durch die Spannung zu Glasbruch kommen.
Jetzt richtest Du das
Aquarium aus, es darf nirgends über den Unterschrank heraus ragen und es
muss waagerecht stehen, da es sonst zu ungünstigen Masseverteilungen
kommen kann.
Jetzt überprüfe nochmals, ob das Aquarium leicht zugänglich
ist. Vor allem der Raum über dem Aquarium sollte frei sein.
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oben |
| 8. Einrichten und
Inbetriebnahme des Aquariums |
Bevor Du mit der Arbeit beginnst, solltest
Du Dich vergewissern, ob das Becken auch wirklich richtig steht und ob die
Schaumstoff bzw. Styroporunterlage unter dem gesamten Becken liegt, denn
wenn es später mit Wasser gefüllt ist wird es nicht mehr möglich, es noch
mal zu verrücken.
Als erstes wird der Bodengrund, der vorher
gewaschen oder gespült wurde, ca. 6-8 cm hoch eingefüllt. Hierbei kann man
evtl. auch ein leichtes Gefälle, das von vorne nach hinten ansteigt,
anlegen.
Danach wird die Technik für das Becken angebracht,
allerdings noch nichts in die Steckdose eingesteckt.
Ob Du nun
zuerst den Heizstab (hierbei darauf achten ob dieser ganz unter Wasser
darf oder nicht) oder zuerst den Innen- oder Außenfilter, je nach dem was
man verwendet, installierst, spielt keine Rolle. Es sollte alles soweit
vorgerichtet werden, dass zur Inbetriebnahme später nur noch die
Netzstecker eingesteckt werden müssen.
Danach setzt man die Einrichtungsgegenstände und Dekoration (kalk- und schwermetallfreie
Steine, Wurzeln, Höhlen usw.) ein. Liegen an einer Stelle viele Steine,
oder werden sie übereinander geschichtet, empfiehlt es sich, an dieser Stelle
eine Styroporplatte unter den Sand zu setzen. Wenn man noch buddelnde Fische
im Aquarium hat, muss man die Steine auch direkt auf die Styroporplatte
stellen und dann erst den Sand einfüllen.
Die Wasserpflanzen sortiert man sich nun nach Vorder-, Mittel-
und Hintergrund vor. Das erleichtert beim späteren Einsetzen
die Arbeit und erspart sich dann das Suchen.
Jetzt kommt das Wasser.
Bei der Befüllung
ist es wichtig darauf zu achten, dass man den Bodengrund nicht wieder
aufwühlt. Entweder legt man einen flachen Teller auf den Boden und achtet
darauf, dass der Wassereinlauf auf den Teller geht oder man hält einfach
die Handfläche unter. Je nach Aquariengröße und Wassermenge geht die
Befüllung am einfachsten mit einem Schlauch. Gartenschläuche eignen sich
hier nur bedingt, da diese sehr häufig auch teilweise giftige Weichmacher
enthalten, die dann abgeben werden. Wenn Schlauch, dann ist es am
sichersten, wenn man sich die benötigte Meterzahl Aquarienschlauch 13/16
kauft. Da passen dann auch die herkömmlichen Anschlussstücke der
Gartenschläuche zum Herstellen der erforderlichen Verbindungen. Wenn man
dann noch das Rohr mit dem Ansaugkorb an dem Schlauchende, welches zur
Befüllung ins Aquarium kommt, befestigt, musst Du Dir ums Aufwirbeln des
Bodengrundes keine Sorgen machen.
Je nach Becken reicht hier schon
eine Füllhöhe bis zur Hälfte des Beckens, dass die Pflanzen eingesetzt
werden können, ohne dass man bis zu den Achseln im Wasser hängt.
Die Wurzeln der Pflanzen musst Du nun von den Wurzelträgern lösen.
Hier ist darauf zu achten, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden und
sich keine Fremdstoffe mehr an der Wurzel oder der Pflanze mehr befinden.
Setze zuerst einmal die Vorder- und Mittelgrundpflanzen. Dann kann
man ggf. bis auf ca. 3/4 weiter auffüllen um nun die Hintergrundpflanzen
zu setzen.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt sich mal 30 Minuten zu entspannen.
Natürlich mit Blick auf das Aquarium. Bist Du mit Deiner Arbeit
zufrieden, kann es mit dem Einrichten weiter gehen. Ansonsten
können auch noch ein paar Dekorationsgegenstände oder Pflanzen
umgesetzt werden.
Dann wird das Aquarium bis ca. 5 - 10mm unter die obere
Querstrebe befüllt. Es wird geprüft ob Heizstab und Innenfilter korrekt
sitzen.
Dann kannst Du die Netzstecker einstecken - Heizung und
Filter in Betrieb nehmen.
Besonderheit beim Außenfilter: Der
Ansaugkorb wurde nun im Aquarium mit Saugnäpfen befestigt, ein Platz für
den Ausströmer ist auch schon gefunden. Falls schon aufgesteckt, zieht man
das Ausflussrohr wieder vom Schlauch ab. Nimm das Schlauchende und sauge
kurz aber kräftig dort mit dem Mund an. Sofort hört man wie das Wasser in
den Filter plätschert. Keine Angst, man bekommt da bei der ersten
Inbetriebnahme kein Wasser ab. Natürlich gibt es im Aquarienhandel auch
Hilfsmittel dazu. Ob jemand das Geld dafür ausgeben möchte, muss er sich
selbst überlegen.
Nachdem es nun plätschert, das Schlauchende
wieder, immer noch ohne den Filterauslauf mit den Löchern, ins
Aquarienwasser hängen. Dort sieht man nun wie die Luft aus dem Filter nun
durch das einlaufende Wasser vertrieben wird. Es steigen Luftblasen aus
dem Schlauch.
Kommen keine Luftblasen mehr, dann steckt man den Netzstecker
ein. Jetzt den Filter ein paar Minuten so laufen lassen. Es
werden weiterhin immer mal wieder Luftblasen aus dem Schlauch
aufsteigen. Damit sich im Filter keine Luftblase bildet, solltest
Du den so alle 30 Sekunden mal leicht schütteln. Also einfach
nur etwas seitlich abkippen und wieder gerade stellen. Zeigen
sich dann keine Luftblasen mehr am Schlauch, kann man dann
den Wasserauslauf, also das Röhrchen mit den Löchern, wie
beschrieben aufstecken. Am besten einfach unter Wasser, allerdings
Vorsicht wohin die Löcher zeigen, oder den Filter kurz ausschalten
bis Du das Rohr aufgesteckt hast. Dann prüft man noch, dass
die Ausrichtung, diagonal, stimmt. Dass auch in den nächsten
Tagen immer wieder noch eine Luftblase kommt ist ganz normal.
Auch hier sollte man den Filter ab und an mal wie beschrieben
leicht schütteln.
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| 9. Die ersten ca. 4-6
Wochen nach Inbetriebnahme |
Nachdem das Becken eingerichtet wurde, wird es so gehandhabt,
als ob auch schon Fische eingesetzt worden wären. Das
bedeutet, Heizung, Beleuchtung und Filter sind in Betrieb.
Auch von einem Flockenfutter sollte man alle 2 Tage so
2 - 3 Flocken in das Becken geben damit die Bakterien
auch was zu futtern haben und wachsen können. Auch ist
es sinnvoll, bereits in dieser Zeit wöchentlich einen
Wasserwechsel von ca. 30 % durchzuführen.
In Bezug auf Nitrit und andere Schadstoffe ist folgendes
wichtig: Es muss sich die Bakterienkultur aufbauen um
Schadstoffe im Becken abzubauen. Bis das soweit ist, steigt
die No2-Konzentration an. Nach durchschnittlich 3 Wochen
(unter Umständen auch später) ist sie am höchsten Punkt
angelangt. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die nun vorhandenen
Bakterien mit der Arbeit und sorgen für ein langsames
Absinken des Nitritwertes. Man spricht hier vom so genannten
"Nitrit-Peak - dieser ist unbedingt abzuwarten
- da Nitrit, wie bereits angesprochen, in einer Konzentration
ab 0,2 mg/l gefährlich für die Fische werden kann.

Dem Aufbau des Bakterienstammes schadet der oben angesprochene
Wasserwechsel nicht. Die Mikroorganismen sind überwiegend
im Filter, an Pflanzen, den Scheiben und im Kiesboden
zu finden.
Ist der No2-Wert wieder abgesunken, ist man auf der sicheren
Seite, wenn man noch mal eine Woche unter Kontrolle des
Nitritwertes abwartet, bevor man an den Erstbesatz denkt.
Hat man sich dazu entschlossen, ein paar algenfressende
Welse zu pflegen, kann man diese jetzt als erstes vorsichtig
einsetzen.
Zu beachten, gerade bei Algenfressern wäre hier noch:
Welse werden gerne als "Scheibenputzer" und "Müllschlucker"
bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Diskriminierung
dieser wirklich interessanten Beckenbewohner, eine Haltung
nur zu diesem Zweck hat ausgehungerte, scheue und anfällige
Fische zur Folge. Zu ihren nützlichen Eigenschaften, eben
die Ernährung von Algen, haben auch diese Fische ihre
Bedürfnisse und benötigen eine abwechselungsreiche Ernährung.
Mit einem Abstand von mindestens 8 Tagen kann nach und
nach der Besatz, jeweils immer mit wenigen Fischen, eingesetzt
werden.
Nun kann man davon ausgehen, dass die für das Aquarium
wichtigen Mikroorganismen ihren Dienst versehen.
Was passiert in der Zeit
des Einfahrens?
Erstmal wird das Becken sehr trüb sein. Diese Trübung
verschwindet mit der Zeit. Es kann sich auch ein weißer
Film an den Scheiben bilden, hier handelt es sich um Bakterienkulturen.
An der Oberfläche bildet sich gerne ein Film, die so genannte
Kahmhaut, die je nach Strömung stärker oder schwächer
ausfallen kann. Diese verschwindet beim Wasserwechsel
mit der Zeit, auch hier handelt es sich um nützliche Mikroorganismen.
Im Handel gibt es auch so genannte "Biostarter". Diese
sollen nach Angaben der diversen Hersteller die Zeit bis
zum Nitrit-Peak beschleunigen bzw. dafür sorgen, dass
der Peak nicht so stark ausfällt. Besser ist es auf jeden
Fall, das Becken natürlich einzufahren.
Die Biostarter bestehen aus Mikroorganismen, die sich
im Becken schnell vermehren. Sie haben sicher ihre Berechtigung,
in der Praxis hat sich aber erwiesen, dass das natürliche
Einfahren über längere Zeit mit Abwarten des Nitrit-Peaks
auch für die spätere Stabilität von Vorteil ist.
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nach
oben |
| 10. Endlich Fische |
Endlich ist die Zeit des Wartens vorbei,
das Becken ist eingefahren und Du kannst Deine ersten Fische kaufen.
Jedoch sollte man nie alle geplanten Fische auf einmal holen, denn dann
kann es zu einem erneuten Anstieg des Nitritwertes kommen.
Sinnvoll ist es, die Einlaufphase zu nutzen und sich schon
mal umzusehen, wo man seine Wunschfische kaufen wird. Man
sollte sich die Becken und die Fische in Ruhe anschauen, am
günstigsten ist das gleich morgens zur Geschäftseröffnung,
denn dann sieht man das wahre "Gesicht" der Becken. Schwimmen
beispielsweise tote Fische im Händlerbecken, so spricht das
nicht gerade für den Laden. In dieser Recherchezeit kann man
das Geschäft ruhig mehrmals besuchen und auch auf das Verhalten
der Fische achten, z. B. ist ein Flossenklemmen oder weiße
Punkte auf den Fischen kein gutes Zeichen. Durch sorgsames
Beobachten der Tiere und eine umfassende Beurteilung des Ladens
- Sauberkeit, Richtigkeit und Ausführlichkeit der Beratung
- kann man sich durchaus einigen ärger ersparen, wenn man
bemerkt, dass die Tiere sich in keinem guten Zustand befinden.
Es ist auch sinnvoll, den Verkäufer ein bisschen in die Mangel
zu nehmen um zu erfahren, ob er "nur verkaufen" will oder
ob ihm fundierte Beratung und somit das Wohl der Fische am
Herzen liegen. Ruhig ein paar Fragen stellen und im Zweifelsfall
die Antworten hier im Forum von erfahrenen Aquarianern durchleuchten
lassen! Informationen im Vorfeld zu sammeln ist auf alle Fälle
besser, als sich Fische in einem geschwächten Zustand ins
Becken zu holen und möglicherweise gleich Krankheiten einzuschleppen
oder nach wenigen Stunden tote Fische zu haben.
Wenn man die Fische gekauft hat und sie sich im Transportbeutel
befinden, sollte man darauf achten, dass dieser zudem in Zeitungspapier
eingepackt wird. Das schützt vor Kälte und bedeutet auch weniger
Umzugsstress für die Fische. Je dunkler es während des Transports ist,
desto weniger Stress haben die Fische.
Gehe mit den gekauften
Fischen nun direkt nach Hause, da der Transport für die Tiere nicht gerade
angenehm oder gar komfortabel ist.
Zuhause angekommen ist es an
der Zeit, die Fische vorsichtig umzusetzen.
Das geht am besten und einfachsten mit einem viereckigen Gefäß. Wenn kein
solches übergangsbehältnis vorhanden ist, kannst Du Dir auch mit einem Eimer
behelfen. Hier ist zu beachten, dass dieses Gefäß nur für das Aquarium benutzt
wird und keinesfalls mit Putzmitteln oder anderen Chemikalien in Berührung
kommt. Vorsichtig werden die Fische nun zusammen mit dem Transportwasser
aus der Tüte hier eingesetzt. Nach und nach füllt man immer wieder geringe
Mengen Aquarienwasser mit ein. Dieser Prozess sollte sich über gut zwei
Stunden hinziehen.
Jetzt kommt der letzte Schritt: Mit Vorsicht und Geduld macht
man sich nun daran, die Fische mit einem Kescher aus dem übergangszuhause
herauszuholen. Wenn man einen Fisch im Kescher hat, sollte
man ihn zügig, jedoch nicht mit hektischen und unruhigen Bewegungen
ins Aquarium umsetzen.
Achtung: Fischen mit
Hartflossen, beispielsweise Antennenwelsmännchen, können sich im normalen
Kescher verhaken. Hier ist es am besten, wenn man das Netz einfach
umstülpt und in das Aquarium hängt oder stellt. Der Fisch befreit sich von
alleine, wenn der Umsetzstress nachlässt und er seine Flossen entspannt.
Ein Futternetz, welches eine viel feinere Netzstruktur hat und nicht so
anschmiegsam ist, wäre auch eine Möglichkeit für solche Fische. Das gilt
auch für die Otocinclus, sie haben kleine "Stacheln" am Mund. Wenn sie
sich damit im Netz verhaken, würden diese beim Einsetzen herausgerissen,
der Fisch könnte dann nicht mehr richtig fressen und deswegen langsam
verhungern. Hier wäre ein Umsetzen mit einem Glas statt Kescher
empfehlenswert.
Beim Umsetzen ist darauf zu achten, dass nichts
vom Transportwasser, also Wasser aus dem übergangsgefäß, mit ins Aquarium
gelangt. Dies birgt eine unnötige Infektionsgefahr. Wer ganz sicher gehen
will, sich mit den neuen Fischen keine Infektion mit in das Aquarium
einzuschleppen, muss den Fisch mindestens drei Wochen in ein
Quarantänebecken setzen und erst danach in sein Bestimmungsaquarium
einsetzen.
Das Umsetzwasser kann man jedoch auch gut zum Gießen der Blumen
verwenden.
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| 11. Fütterung |
Das Füttern seiner Zierfische ist für fast jeden Aquarianer
einer der schönsten Pflegemaßnahmen am Aquarium. Um zu
fressen kommen nämlich auch sehr scheue Fische ins Blickfeld
und ihre Verhaltensweisen lassen sich studieren.
Die Ansprüche der Fische an das Futter sind sehr verschieden.
Heutzutage gibt es ein fast unüberschaubares Angebot an
den verschiedensten Futtermitteln im Fachhandel.
Man sollte seine Fische möglichst zwei-, dreimal am Tag
in kleine Portionen füttern. Man sollte lieber eher weniger
füttern, weil das Aquarienneulinge meist zuviel des Guten
tun. Das angebotene Futter sollten die Fische innerhalb
weniger Minuten aufgefressen haben.
Am besten kauft man Qualitätsfutter. Dieses ist zwar teurer
als wenn man sich einen Sack voll Futter im Baumarkt holt,
aber es sind viel mehr wichtige Vitamine enthalten. Es
ist auch sinnvoller, eher kleinere Dosen zu kaufen, da
das Futter bei zu langer Lagerung der angebrochenen Packung
auch Vitamine verliert.
Füttern sollte man auch möglichst abwechslungsreich. Ruhig
mal ein neues Futter ausprobieren oder die Fische einmal
mit ein paar Leckerbissen wie gefriergetrocknetes Futter
verwöhnen. Wenn sich keine Jungfische im Aquarium befinden,
dann spricht auch nichts gegen einen Fastentag in der
Woche.
Hier die Vorstellung einiger Futterarten und einige Tipps
zum Füttern. Spezialfutter für einige Fischsorten (z.
B. Diskus) soll bei der Betrachtung einmal ausgeschlossen
werden.
Der Handel bietet ein mehr als reichhaltiges Sortiment
verschiedener Futtersorten der verschiedensten Hersteller.
Das Angebot reicht von Futter für die obere, mittlere
und untere Wasserschicht. Dies unterscheidet sich meist
in der Form und in der Sinkgeschwindigkeit.
Teilt man das Futter einmal grob in Gruppen ein gibt es:
Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter und Salat &
Gemüse
Lebendfutter:
Das sind lebende Tiere wie beispielsweise Artemia, Mückenlarven oder Tubifex. Dies ist ein zusätzlicher Leckerbissen für die
Fische. Man kann auch die Larven aus einem Tümpel oder
einer Regentonne fangen. Oder aber auch selbst züchten.
Frostfutter:
An Frostfutter gibt es eine ganze Menge:
Artemia, Bachflohkrebse, Bosmiden (Wasserflöhe), Cyclops (Ruderfußkrebse), Fischfleisch, Krill, Muschelfleisch, Mysis (Schwebegarnelen), Plankton,
Mückenlarven oder Tubifex (Bachröhrenwürmer). Darüber hinaus gibt es noch
die verschiedensten Kombinationen. Gefriergetrocknetes
Futter ist eine wertvolle Ergänzung für alle fleischfressenden
Fische. Man sollte im Forum fragen, welche Art von Frostfutter
für seine Fische am besten geeignet ist. Bei Frostfutter
gilt fast das Gleiche wie beim Lebendfutter: Man sollte
es nicht als Grundnahrung nehmen, wenn man sich über die
damit verbundenen Gefahren bei nicht sorgfältiger Anwendung
im Klaren ist. Man kann es aber schon zweimal pro Woche
füttern.
Das Frostfutter hat drei Vorteile gegenüber dem Lebendfutter:
Es hält sich zum einen länger, macht keine weitere Arbeit,
weil es ja gefroren ist, zum anderen sind die Tiere abgetötet,
d.h. sie können sich im Aquarium nicht mehr vermehren.
Letzteres kann aber auch in gewisser Hinsicht als Nachteil
angesehen werden. Die Tiere stärken durch das Jagen des
Lebedfutters ihre Reaktionen und ihren Jaginstinkt. Dies
wird ihnen beim Füttern mit Frostfutter vorenthalten.
Trockenfutter:
Hier muss man zwischen Flocken-, Granulatfutter, Tabletten
und Sticks unterscheiden.
Flockenfutter:
Das ist wohl das meistverbreitete Futter für Zierfische.
Es sollte als Grundnahrung gereicht werden. Es ist auch
besser öfters täglich in kleineren Portionen füttern als
einmal am Tag alles. Vor allem sollte man darauf achten
nicht zuviel zu füttern. Ungefähr soviel wie die Fische
in 2 - 3 Minuten fressen (bei Cichliden in ca. 1 Minute).
Dieses Futter ist vor allem für Fische gedacht, die ihr
Futter von der Oberfläche fressen. Aber keine Bange, auch
die Fische aus den mittleren und unteren Wasserregionen
kommen entweder nach oben um sich zu bedienen oder warten
bis ein paar Flocken absinken.
Granulatfutter:
Dieses Futter ist für Fische aller Wasserschichten, einschließlich
Welse. Es sinkt schnell zu Boden. Deshalb sollte man insbesondere
hier sparsam füttern. Was im Bodengrund verbleibt, belastet
das Wasser!
Tabletten:
Das ist vor allem Welsfutter. Futtertabletten sinken schnell
zu Boden, bleiben dort liegen und zerfallen langsam. So
können gründelnde und am Boden lebende Fische sie perfekt
fressen. Dann sollte man die Tabletten abends (d. h. wenn
das Licht im Aquarium aus ist oder kurz bevor es ausgeht)
füttern, da die meisten Welse nachtaktiv sind. Es gibt
aber auch Hafttabletten, diese sind glatt und man kann
sie an die Scheibe heften, um den Fischen beim Fressen
zuzusehen.
Sticks:
Das ist für größere Fische und Cichliden bzw. Buntbarsche
gedacht. Das Futter ist genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Die Sticks zerfallen nicht von alleine und schwimmen somit
auch stundenlang im Wasser ohne es zu trüben.
Salat und Gemüse:
Als Beikost sind diverse Salat- und Gemüsesorten besonders
für bodenorientierte Fische/Garnelen auch zu empfehlen.
Man sollte aber unbedingt nach 12 Stunden die Reste entfernen,
sonst wird das Wasser zu sehr belastet. Sollte sich das
Wasser trüben, entfernt dieses Futter sofort wieder.
überbrühter grüner Salat
Möhren, gekocht (bitte ohne Salz)
Paprika
Kartoffeln
Tiefgekühlte Erbsen
Tiefgekühlter Spinat
Kohlrabi (gekocht)
Gurken
Zucchini
Mit einem Stein beschwert, bleibt es auch am Boden liegen.
Wenn das Gemüse möglicherweise mit Pflanzenschutzmitteln
zur Schädlingsbekämpfung behandelt wurde, schält es bitte
ab. Zu hartes Gemüse kann durch ein kurzzeitiges Erhitzen,
z.B. in der Mikrowelle, weicher gemacht werden.
Meistens wird dieses Futter ganz schnell weg sein, länger
als 12 Stunden sollte man es aber nicht im Aquarium belassen
sollte es verschmäht werden. Auch muss man hier die besonderen
Vorlieben seiner Fische selbst rausfinden.
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| 12. Pflegearbeiten |
Ein Aquarium ist interessant, macht viel Freude und auch
Arbeit... Für einen begeisterten Aquarianer ist diese
Arbeit allerdings keine Arbeit im klassischen Sinn und
gehört ganz normal zum Hobby.
Die nicht so beliebte Arbeit, das Waschen des Kies, ist
ja bereits vor der Einrichtung erfolgt.
Zu den täglichen Pflegearbeiten gehört neben dem überprüfen
der Temperatur und der Funktionstüchtigkeit auch der technischen
Geräte auch die Kontrolle des Filterdurchflusses. Das alles lässt sich mit
wenigen aufmerksamen Blicken erledigen.
Weitere regelmäßige Pflegearbeiten sind von Anfang an
die regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte mittels Testtröpfchen.
Die Tropfen sind genauer als Messstäbchen und daher vorzuziehen.
Eine weitere Routine ist der wöchentliche Teilwasserwechsel. Hier saugt man etwa 1/3 des
Aquarienwassers mit einem Schlauch aus dem Becken. Ein
Auge sollte man dabei auf die Fische haben, denn immer
mal wieder kann es passieren, dass kleinere Fische mit
eingesogen werden.
Ein gewisses Geschick bekommt man schon beim wöchentlichen
Teilwasserwechsel während des Einfahrens.
Das abgelassene Wasser wird mit frischem temperierten
Wasser aufgefüllt. Wer sein Leitungswasser direkt verwendet
und in einem Altbau mit Kupferleitungen wohnt, sollte
das Wasser vorher eine Weile in den Ausguss laufen lassen,
damit kein Kupfer in das Becken gelangt.
Ist wieder frisches Wasser im Becken kann man - sofern
nötig - einen Pflanzendünger dazugeben. Wasseraufbereiter
sind eigentlich nicht nötig, da wir selten stark verchlortes
Leitungswasser haben. Es schadet jedoch nie, auf dem neuesten
Stand der Wasserwerte aus der Leitung zu sein, Rückfragen
richtet man an den Wasserversorger.
Zu den wöchentlichen Pflegearbeiten gehört auch das Reinigen
der vorderen Scheibe, ggf. auch der Seitenscheiben. Hierzu
kann man einen Algenmagnet oder einen Aquarienschwamm verwenden. Auch gut eignen sich
eine Plastikspachtel oder einfach normale Filterwatte.
Die Algen an der hinteren Scheibe werden nicht entfernt,
diese bilden eine Grundlage für die Mikroorganismen und
zusätzliche Nahrungsquelle für algenfressende Fische.
Die im Handel angebotenen Mulmsauger sind eigentlich unnötig.
Sollte im vorderen Bereich zu viel Mulm liegen und das
Becken unansehnlich werden, kann dieser beim Wasserwechsel
mit dem Schlauch vorsichtig entfernt werden. Jedoch ist
dabei zu bedenken, dass Mulm wichtig für die Erhaltung
des Mikroorganismenstamms und somit für die Balance des
biologischen Gleichgewichts ist. Weniger saugen ist oftmals
mehr.
Zu den wöchentlichen Pflegearbeiten gehört die Pflanzenpflege.
Abgestorbene Blätter entfernen, üppig wuchernde Pflanzen
ausdünnen, sich gelöste Wurzeln wieder einpflanzen. Sind
gerade in der Anfangszeit Blätter stark veralgt, so kann
man diese auch entfernen.
Der Filter sollte nur gereinigt werden wenn er kaum noch
Durchfluss hat. Dazu drückt man den Schwamm in abgelassenen
Aquarienwasser leicht aus. Keinesfalls darf man Filtermaterialien
auskochen oder mit heißen Wasser auswaschen. Im Filter
und den Filtermaterialien sind wichtige Bakterien die
nicht zerstört werden sollen.
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| 13. Kleine Fischkunde |
Fische sind wechselwarme Wirbeltiere, d.h. sie können
keine eigene Körperwärme entwickeln sondern müssen ihre
Körpertemperatur der Umgebungstemperatur anpassen, daher
ist das vorsichtige Umsetzen und das Anpassen an das Aquarienwasser
von elementarer Bedeutung. Das heißt aber nicht im Umkehrschluss,
dass jeder Fisch mit jeder Temperatur zurechtkommt, es
gibt je nach Tier eine bestimmte optimale Temperaturspanne.
Die Flossen werden von Skelettstrahlen gestützt durch Muskelzellen bewegt.
Rücken-, After- und Schwanzflosse dienen der Vorwärtsbewegung,
Brust- und Bauchflossen werden zum Steuern und Bremsen
sowie zur Regulierung des Gleichgewichts benutzt.
Drüsen bauen kontinuierlich eine Schleimschicht
zum Schutz der Schuppen vor externen Einflüssen auf. Ist
diese Schleimschicht geschwächt oder beschädigt, so können
Krankheitserreger angreifen. Aus diesem Grund sind optimale
Lebensbedingungen (Wasserwerte, Temperatur, Einrichtung)
wichtig. Einige Fische, z.B. Welse, sind schuppenlos.
Dieses ist besonders bei einer unumgänglichen Medikamentenbehandlung
zu beachten.
Das Seitenlinienorgan ist, wie der Name schon sagt,
eine seitlich durchgezogene Linie. Sie ist bei jeder Fischart
etwas anders angelegt. Dieses Seitenlinienorgan ist ein
Sinnesorgan, mit dem der Fisch über die Wasserbewegungen
Hindernisse erkennt (Ferntastorgan). Klopfen an die Aquarienscheibe
ist durch diese Seitenlinie für den Fisch besonders unangenehm,
ebenso wie unvorsichtiges Abheben oder Aufsetzen der Abdeckung.
Das Skelett des Fisches
hat nicht so eine Stützfunktion wie bei an Land lebenden
Wirbeltieren, da der Fisch vom Wasser getragen wird. Die
Knochen/Wirbel haben - wie bei anderen Wirbeltieren -
Muskelansätze.
Die Schwimmblase ist bei am Boden lebenden Fischen, wie
Welsen, kaum ausgebildet. Die Schwimmblase dient dem Druckausgleich
bei unterschiedlichen Wassertiefen. Diese Schwimmblase
kann sich bei Haltung in zu kalten Wasser entzünden.
Die Kiemen sind empfindliche, stark
durchblutete Hautlamellen die ständig von Wasser durchströmt
und der Sauerstoffversorgung dienen. An der Bewegung der
Kiemendeckel kann man die Atemgeschwindigkeit erkennen.
Die Kiemen sind für den Fisch zugleich Ausscheidungsorgane
für Ammonium und werden sehr leicht beschädigt, z.B. durch
zu hohen Nitritwert oder zu saures Wasser. Dadurch wird
die äußere Schicht, das Kiemenephitel, beschädigt und die Atmung kann nicht
mehr ohne Schwierigkeiten ablaufen.
Der Fisch reguliert seine Atmung nicht wie wir Menschen über den
CO2 Gehalt des Blutes, sondern über den Sauerstoffgehalt.
Eine erhöhte Atemfrequenz zeigt also sofort an, dass der
Fisch weniger Sauerstoff erhält. Allerdings liegt hier
auch eine Gefahr, bei einem zu hohen CO2 Gehalt im Wasser
kann der Fisch sein körpereigenes CO2 nicht mehr gut genug
abgeben. Ist der Sauerstoffgehalt im Wasser ausreichend
hoch, atmet der Fisch aber ruhig weiter und vergiftet
sich dadurch langsam selber mit CO2. Deshalb die vorher
bereits genannte Grenze von 20 mg/L CO2 im Aquarium.
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| 14. Kleine Pflanzenkunde |
Pflanzen im Aquarium sind keine
reinen Dekorationsmittel. Sie dienen auch:
- zur Sauerstoffgewinnung (tagsüber
wird Co2 aufgenommen und O2 abgegeben, nur nachts während
der Photosynthese wird auch von den Pflanzen 02 verbraucht),
- zum Abbau von Nitrat,
- als Versteckmöglichkeit für die
Fische – insbesondere zum Schutz für Jungfische.
Natürlich sollte man Pflanzen
auch nach dem eigenen Geschmack auswählen, weitere wichtige
Faktoren sind hier die Wasserwerte, die man den Pflanzen
bieten kann (Licht, Temperatur, Wasserhärte).
Hier habe
ich für euch eine extra und ausführliche Pflanzenliste mit schnellwüchsigen
Pflanzen erstellt (neues
Browserfendert wird geöffnet)
Ein kleiner Auszug:
Hornkraut, Ceratophyllaceae
sehr schnellwachsende Schwimmpflanze, kann an Wurzeln
etc. befestigt werden oder einfach auf der Oberfläche
schwimmen lassen.
Diese Pflanze baut durch ihr Wachstum von mind. 6
cm pro Woche hervorragend Nitrat ab, und bietet Versteckmöglichkeit
für Jungfische.
Argentinische Wasserpest / Krause Wasserpest, Lagorasiphon Major
schnellwachsende dekorative Stängelpflanze, Nitratabbau.
Brasilianischer Wassernabel
Wächst bis an die Wasseroberfläche und bildet eine dekorative
"Abdunklung" als Versteck und Unterschlupf, schnellwachsend
bis zu 6 cm/pro Woche. Bildet Luftwurzeln, besonders gut
für den Abbau von Nitrat und anderen Schadstoffen.
Kleiner Froschbiss, Hydrocharitaceae
Kleine Wasserlinse, Lemna minor
Schnellwachsende Schwimmpflanze. Muss regelmäßig abgefischt
werden. Zieht sehr gut Schadstoffe aus dem Wasser und ist
ein gern akzeptierter Unterschlupf. Die Wasserlinse ist
zusätzlich ein guter Eisenindikator. Wird sie gelb sollte
man den Eisengehalt messen und ggf. düngen.
Indischer Wasserfreund, Hygrophila polysperma
Indischer Wasserwedel, Hygrophila difformis
Als schnellwachsende Hintergrundbepflanzung zu empfehlen,
zeichnet sich aus durch Nitratabbau und bietet Versteckmöglichkeiten.
Wasserhaarnixenarten, Carbomba aquatica
Diese Pflanzen werden durch ihre feinen Blätter gerne von
vielen Fischen (Lebendgebärende) nach Algen abgezupft, Labyrinthfische
nehmen die Blätter zum Schaumnestbau. Auch hier handelt
es sich um schnellwachsende Stängelpflanzen.
Wenn man Welse, wie z. B. den Ancistrus (Antennenwels)
pflegt, sollte man außer Wurzel und Höhle auch etwas Großblättriges
wie Amazonasschwertpflanzen im Becken haben.
Dieses ist natürlich nur eine kleine Auswahl von "nützlichen"
Pflanzen, je nach Geschmack kann natürlich alles mögliche
dazugesetzt werden.
Von, meist sehr teuren, Anubiaarten ist im neu eingerichteten Becken abzuraten.
Die Anubia wächst sehr langsam, im neuen Becken entstehen
meistens Algen. Die Anubia wäre dann das erste "Opfer",
welches durch das langsame Wachstum total veralgen würde
und unansehnlich wird. Geschickter ist es, Anubias erst
dazuzukaufen, wenn das Becken stabil läuft ( nach
ca. 6-9 Monaten).
Valisnerie
Dies ist eine der bekanntesten Aquarienpflanzen.
Die Vermehrung erfolgt durch neue Pflanzen, die sich
neben der Pflanze
festwurzeln.
Vorwiegend hochwachsend eignet sie sich besonders
für die
Hintergrundbepflanzung. Sie bietet Versteckmöglichkeiten
und wird gerne, je nach Blattbreite, von Welsen nach Algen
abgesucht, bietet eine gute Ansiedlungsfläche für
Mikroorganismen.
Es gibt kleinere Arten ( 20 cm ), wie die Schraubenvalisnerie, diese ist mehr für die
Mitte des Beckens geeignet
Einsetzen der Pflanzen
Vor dem Einsetzen der Pflanzen sollte der Transportbeutel
geschlossen einige Zeit im Raum liegen bleiben -
30 Minuten
in etwa - um temperiert zu werden.
Jetzt kann man den Transportbeutel öffnen und die Pflanzen
vollständig von dem kleinen Topf, Steine, Steinwolle etc.
befreien. Bei Stängelpflanzen evtl. abgestorbene, dunkle
Stängelteile mit einer kleinen Schere abknipsen. Man kann
die vorhandenen Wurzeln auf 2,5 - 3 cm kürzen, das
regt das Wachstum an.
Vor dem Einpflanzen sollte man sich in etwa überlegt haben,
wie die Pflanzen angeordnet werden sollen. Die Pflanzen,
Wurzel oder Stängel, richtig tief in den Kies eindrücken
und dann wieder noch oben bis zum Wurzelstock nach
oben ziehen.
Dadurch haben die Wurzeln schon gleich die richtige
Richtung und müssen keine Kraft aufwenden um sich
den Weg nach unten erst zu bahnen.
Nun brauchen die Pflanzen erst einmal Ruhe um sich
an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen und anzuwachsen.
Einzelne Blattverluste sind in dieser Zeit nicht
ungewöhnlich.
Oftmals werden die Pflanzen in den Gärtnereien außerhalb
des Wassers gezüchtet und müssen sich erst an das " Leben
unter Wasser " gewöhnen, in jedem Fall haben sie in unseren
heimischen Becken andere Nährstoffkonzentrationen, Wasserwerte
und Lichtverhältnisse. Der Blattverlust gehört also zum
normalen Prozess der Eingewöhnung.
Eine weitere Pflanze, die hervorragend Nitrat abbaut
ist eine Zimmerpflanze, die Efeutute.
Die Efeutute wird in eine öffnung, z.B. Kabelöffnung, in
das Becken gehängt, so dass sich die Luftwurzeln im Wasser
befinden. Mit der Zeit bildet sich ein richtiges Wurzelgeflecht
und die Pflanze am Becken ist eine schöne Dekoration.
Durch die Wurzeln im Wasser wird Nitrat aus dem Aquarienwasser
gezogen.
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| 15. Algen |
Algen
(Phycophyta)
Gerade beim Einstieg in die Aquaristik begegnen sie einem
gerne: die Algen. Und in vielen Fällen bringen sie einen
schier zur Verzweiflung. Nicht wenige werdende Aquarianer
haben wegen Algen mit dem Gedanken gespielt, ihr eben
neu entdecktes Hobby wieder an den Nagel zu hängen.
Das muss aber nicht sein. Die meisten Algen lassen sich
mit den entsprechenden Tipps und Tricks richtig angewendet
gut in den Griff bekommen. Dazu muss man sich allerdings
mit den Algen auseinandersetzen und gezielt vorgehen.
Eins vorweg: Algen gehören im Aquarium dazu. Allerdings
mit Maß und Ziel. Wenn im Becken die Algen anfangen überhand
zu nehmen, ist der Zeitpunkt, einzugreifen.
Weshalb wachsen Algen im Aquarium?
Weil sie dort ihre Lebensbedürfnisse gut erfüllen können.
Algen benötigen wie auch Pflanzen im Aquarium Licht, Nährstoffe
und Wärme. Wenn diese Bedingungen gegeben sind und die
individuellen Bedürfnisse der einzelnen Algenarten erfüllt
sind, fangen Algen an, sich auszubreiten.
Bis auf eine Ausnahme (Blaualgen) sind alle Algen eigentlich
einfache Pflanzen. Algen haben dieselben Ansprüche um
zu wachsen, deshalb konkurrieren sie mit höheren Pflanzen
darum. Die gleichen Ansprüche sind Licht und Nährstoffe,
wie Nitrat, Phosphat, Magnesium, Kalzium, Kalium und jede
Menge Spurenelemente, wie z.B. Eisen.
Deshalb sind Pflanzen auch der Algenfeind Nummer eins.
Der erste Schritt, mit dem man eine Algenplage abwendet,
ist die Diagnostizierung der Algenart. Je nachdem, welche
Algen man beherbergt, geht man dann gezielt gegen sie
vor.
Blaualgen (Cyanophyta)
Schmieralgen zählen zu den Blaualgen. Binnen kürzester
Zeit fängt diese Algenart an, sich in Form eines blau-grauen
Teppichs im Aquarium auszubreiten. Diese Algenart ist
auch an dem schlechten Geruch zu erkennen, der vom glitschigen
Algenteppich ausgeht. In vielen Fällen steigen auch die
Phosphatwerte an.
Grünalgen (Chlorophyta)
Diese hartnäckigen Algen sind beispielsweise Fadenalgen,
Pelzalgen und Büschelalgen. Der Namen Grünalge beruht
auf der satten Grünfärbung.
Fadenalgen bilden lange und ziemlich dicke grüne Fäden
im Becken. Wenn man sie anfasst, stellt man fest, dass
sie sich rau anfühlen.
Die Pelzalge zeigt sich in Form eines dichten, pelzigen
Belages auf den Blättern der Pflanzen im Becken.
Wenn sattgrüne Algen büschelweise auftreten, handelt es
sich um Büschelalgen.
Eine weitere Form der Grünalgen ist die Wasserblüte. Hierbei
wird innerhalb von kurzer Zeit aus einem Aquarium mit
klarem Wasser eine grün gefärbte Brühe.
Der biologische Kniff der Grünalgen ist es, dass sie genau
die gleichen Anforderungen an ihren Lebensraum stellen
wie die meisten Pflanzen. Sie gedeihen in einem Temperaturspektrum
zwischen 22 und 28 ° Celsius und wollen einen gemäßigten
Nitratwert von nicht mehr als 30 mg/l und eine gesunde
Nährstoffversorgung.
Braunalgen (Phaephyta)
Immer wieder werden Kieselalgen fälschlicherweise als
Braunalgen bezeichnet. Braunalgen finden in Aquarien keine
geeigneten Lebensbedingungen.
Kieselalgen
(Bacillariophyta)
Brauner Belag auf Steinen und Scheiben weisen auf Kieselalgenbefall
hin. Die Oberfläche der Algen fühlt sich etwas rau an.
Dieser Belag lässt sich leicht von den befallenen Stellen
ablösen.
Da Kieselalgen Einzeller sind, sind sie sehr, sehr klein.
Erkennen kann man sie erst, wenn sie bereits ordentlich
gesiedelt haben.
Eine wesentliche Grundlage für Kieselalgen sind Silikate.
Diese sind für Kieselalgen lebensnotwendig.
Rotalgen (Rhodophyta)
Die bekanntesten Rotalgen sind Bartalgen und Pinselalgen.
Im Aquarium sind diese allerdings nicht sattgrün sondern
grau-schwarz bis grau-grün gefärbt. Eindeutig zu erkennen
sind sie daran, dass Rotalgen sich kräftig rot färben,
wenn sie in Alkohol bzw. Spiritus eingelegt werden.
Rotalgen findet man vorwiegend an Blatträndern in Form
von Büscheln, "Pinseln" und "Bärten". Ihre Bezeichnung
hängt von der Form, in der sie auftreten, ab. Bartalgen
haben auch längere Fäden, die jedoch nicht sattgrün und
auch dünner sind als die der Fadenalgen.
Ein besonderes Merkmal, das vielen Aquarianern bei Rotalgen
auffällt, ist die Hartnäckigkeit. Sie beginnen, sich auf
den Pflanzen auszubreiten und verzehren das vorhandene
CO2. Dadurch haben die Pflanzen weniger Nährstoffe und
auch zunehmend weniger Licht. Bei Rotalgenbefall ist immer
sofortiger Handlungsbedarf. Aquarienbewohner verschmähen
Rotalgen in den meisten Fällen. Daher haben sie bei der
Ausbreitung ein besonders leichtes Spiel.
Algizide (Algenvernichter
aus dem Fachhandel) sind eine Symptombekämpfung und kein
Beheben der Ursachen. In der Regel stellt sich kurzfristig
ein Erfolg ein, jedoch dauert es normalerweise nicht allzu
lange, bis die Algen wiederkommen. Es ist also am effektivsten,
wenn man die Algenproblematik sozusagen an der Wurzel
packt und den Algen im Becken die Grundlage für ein überhandnehmen
nimmt.
Durch den Besatz mit Algenfressern kann man unterstützend
mithelfen. Aber auch hier sollte man bedenken, dass nicht
alle Algen gefressen werden (z.B. werden Rotalgen oft
verschmäht) und das meistens nur die jungen Triebe gefressen
werden alte und harte Algen bleiben bestehen. Außerdem
passt nicht jeder Algenfresser in jedes AQ. Rüsselbarben
können schon mal 15 cm groß werden, Otocinclus sind sehr
empfindlich, Antennenwelse werde auch um die 12 cm groß.
Garnelen sind oftmals ein passender und interessanter
Besatz, aber diese werden gerne von Fischen verspeist,
wenn sie ins Maul passen.
Wenn sich Algen im hohen Maß vermehren nicht "den Kopf
hängen lassen" In der Gruppe im Forum finden wir sicher
eine Lösung. Da jedes Aquarium anders ist und somit auch
jedes Algenproblem sind bei dem Posting adie Angabe von
Besatz, Beckengröße und Wasserwerte wichtig.
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| 16. Nützliches,
nicht unbedingt erforderliches Zubehör |
Nachdem es bisher sehr viele
geballte Informationen gegeben hat, soll es jetzt mal
nur um Praxis gehen.
Die Erfahrung zeigt nämlich, dass so manches Zubehör sich
als durchaus nützlich erweisen kann. Hier eine Auswahl
der Dinge, die hilfreich sein können, aber nicht unbedingt
erforderlich sind.
zum Wasserwechsel:
- saubere Eimer, die nur für das
Aquarium verwendet werden
- Gießkanne um Frischwasser aufzufüllen
- einen Aquarienschlauch um das
Altwasser auszuleiten und Frischwasser einzuleiten
- ggf. eine Mulmglocke, um Mulm
abzusaugen, wenn er extrem überhand nimmt und nicht
natürlich reguliert werden kann
- einen Kescher (von der Größe her
passend zu den Fischgrößen, dem Beckenvolumen und der
Bepflanzung um Fische einzufangen aber auch um abgestorbene
Pflanzenteile etc. von der Oberfläche zu keschern)
- ein Scheibenmagnet, Filterwatte,
Aquarienschwamm bzw. Kunststoffspachtel zum Scheibenreinigen
- evtl. eine Pflanzenzange um Pflanzen
einzupflanzen, ausgewurzelte Pflanzen wieder einzusetzen,
dies kann aber auch mit den Händen gemacht werden. Man
muss dann halt dabei ins Wasser greifen - was mit der
Zange entfällt.
- eine weiche Aquarien-Bürste um
veralgte Dekoration zu reinigen oder den Innenfilter
zu reinigen, hier kann man auch einen Zahnstocher verwenden.
- ein Fensterleder für die Außenscheibe
des Aquariums
- Ansaughilfe für den Außenfilter
Wichtig ! Die Utensilien zur Reinigung und Pflege dürfen
nur für das Aquarium verwendet werden, damit keine Putzmittel
u. ä. Chemikalien in das Becken gelangen!
laufende Pflege:
- Pipette oder Spritze um Wasserproben
zu entnehmen (ist aber oft bei den Wassertests dabei)
- ein kleines Becken als Quarantänebecken
mit Filter und Heizer
- eine oder mehrere Zeitschaltuhren
- ein FI-Schalter für Aquarienanlagen
- eine Mehrfachsteckdose ist meistens
notwendig für den Anschluss von Filter, Licht und ggf.
Durchlüfterstein
- Futterring
- Ersatzthermometer
- Filtermaterial
- Durchlüfterpumpe mit Sprudelstein,
am besten mit Rückflussverhinderer, der Schlauch, Klemmschraube
und Ausströmer bei der Pumpe - sollte für Notfälle (Filterausfall
etc.) immer vorhanden sein.
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| 17. Generelles |
- Bei Arbeiten im Aquarium darauf
achten, dass man nicht unnötig Stress macht (wildes
Herumstochern, unnötig trödeln, mal alle Fische aufscheuchen
um sie zu zählen oder ähnliches)
- Hände waschen bevor man damit
ins Aquarium geht - gut abspülen wegen Seifenresten
die sich gerne unter Ringen festsetzen
- Keinen Einsatz von gefährlichen
Mitteln in der Nähe des Aquariums (Raumspray, Insektenspray,
Glasreiniger usw.)
- Einsatz von jeglichen Mitteln
wie Wasseraufbereiter, Medikamenten usw. nur nach Rückfrage
im Forum verwenden
- Beim Hantieren im Aquarium die
Heizung vom Stromnetz trennen
- Gegenstände die für das Aquarium
genutzt werden (Eimer; Schlauch, Fensterleder usw.)
extra anschaffen und auch nur dafür verwenden.
- Keine scharfkantigen Dekorationsgegenstände
verwenden
- Keine Kalk- und/oder mit Schwermetallen
belastete Gegenstände verwenden (Steine, Bodengrund
usw.)
- Keinen künstlichen Bodengrund
(ummantelter Kies, farbiger Kies usw.)
- Kunststoff hat im Aquarium nichts
zu suchen.
Auch ein Fachhändler kann nicht alles wissen, generell sollte
man sich immer an verschiedenen Stellen informieren um sich
einen gewissen überblick zu verschaffen.
Gerade hier ist ein Forum sehr wertvoll, da hier viele verschiedene
Erfahrungen weitergegeben werden.
Im Fachhandel gibt es jede Menge Zubehör zu kaufen, was
nicht unbedingt zum Wohlbefinden der Fische beiträgt, wie
gefärbter, kunststoffummantelter Bodengrund. Von unerfahrenen
oder unbedachten Aquarianern wird dieser möglicherweise
gekauft. Solche Modeerscheinungen sind nicht nur unnötig
teuer sondern auch ungeeignet. Das ist leider oft zum Nachteil
dessen, was der Aquarianer will - ein Stück Lebensraum "Natur"
ins Heim holen. Es gibt einfach in der Natur keine Fische
die einen kräftigen blauen Bodengrund in ihrem Gewässer
haben. Auch wenn so ein Bodengrund vielleicht besser zur
Wohnungseinrichtung passt. Im Aquarium hat dieser nichts
zu suchen. Ziel sollte es immer sein, dass die Fische sich
wohlfühlen. Hierzu zählt ein natürlicher Bodengrund, viele
echte Pflanzen, taugliche und natürliche Dekorationsmaterialen
um den Bewohnern auch Versteckmöglichkeiten zu bieten.
Fragt lieber im Forum vor einem Kauf nochmals nach um Erfahrungswerte
von anderen Forianern zu bekommen. Das hilft euch Geld zu
sparen, spart vielleicht Enttäuschungen und Rückschläge.
Ganz bestimmt werden es die Bewohner im Aquarium zu schätzen
wissen und es euch durch eine gesunde schöne Farbenpracht
und ein langes Leben danken.
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| 18. Tipps & Tricks |
Filter
Prinzipiell sollte ein Filter das Wasser im Aquarium ca. 1-2
mal pro Stunde umwälzen. Zum Feststellen des Durchflusses geht
man folgendermaßen vor. Man nimmt dazu einfach ein Gefäß dessen
Inhaltsvolumen man kennt, z.B. einen 10 Liter Wassereimer, 20
Liter Gießkanne usw. Anstatt nun das Wasser zurück ins Aquarium
pumpen zu lassen, lässt man es in das Gefäß laufen und stoppt
die Zeit die erforderlich ist bis das Gefäß gefüllt ist. Dann
kann man leicht die Durchflussleistung ausrechnen und den erforderlichen
Wert per Absperrhahn einstellen.
Ein Filter darf immer nur auf der
Auslassseite, also der Druckseite gedrosselt werden. Geschieht dies auf
der Ansaugseite, kann dies eine Beschädigung des Filters nach sich ziehen.
Die Motoren der Filter brauchen den Durchfluss des Wassers und dürfen niemals
trocken betrieben werden!
Je länger ein Filter
nicht gereinigt wird, desto besser ist seine biologische Abbauleistung.
Deshalb einen Filter nur reinigen, wenn der Durchfluss zu stark abgenommen
hat. Dabei die Filtermaterialien nur in abgelassenem Aquarienwasser etwas
ausdrücken und wieder einsetzen. Verwende kein frisches Leitungswasser. Je
vorsichtiger man mit den Filtermaterialien umgeht, umso mehr wertvolle
Bakterien bleiben erhalten und der Filter kann nach der Reinigung gleich
wieder seine Arbeit aufnehmen. Bei einer Zerstörung der Filterflora, ist
das Aquarium zu behandeln wie in der Einlaufzeit nach der Inbetriebnahme.
Mulmsaugen
/ Mulmglocke
Eines vorab: übertriebenes
Mulmsaugen im Aquarium ist unnötig, im Gegenteil: Der Mulm ist wichtig für
die Nitrifikation, also für die Umwandlung von Schadstoffen in Nitrat,
welches in geringen Mengen unbedenklich ist.
Die Aussage, dass Mulm sauerstoffzehrend wirkt, stimmt, denn
die Bakterien brauchen Sauerstoff zum Leben. All erdings wird
es im normalbesetztem Aquarium, bei korrekter Fütterung sowie
einer guten Wasserumwälzung zu keinem Sauerstoffmangel durch
Mulm kommen.
Im Aquarium soll also Mulm
liegen und eine Mulmecke vorhanden sein, der Mulmsauger ist somit eine
unnötige Anschaffung, zumal beim Wasserwechsel automatisch immer etwas
Mulm mit angesaugt wird.
Wichtig wäre hierzu die Betrachtung des
Bodengrundes! Nimmt man sehr groben Kies, über 3,5 mm Körnung, kann sehr
viel Mulm in den Kies absinken, das kann unter Umständen nach 2-3 Jahren
zu Fäulnisstellen führen.
Allerdings, wenn Kies als Bodengrund
gewählt wird, ist von solch grobem Kies schon alleine deswegen abzuraten,
da er für Bodenfische nicht gut geeignet ist.
Fazit: Feinen Kies (bis 1 mm Körnung) oder noch besser Sand als Bodengrund
wählen und Mulm liegen lassen.
Scheiben-Reinigen
Gerne verwendet wird dazu einen Aquarienschwamm, gegen hartnäckige
grüne Flecken benutzt man eine Plastikspachtel ( Karosseriespachtel,
Japanspachtel ) Die Sichtscheiben reinigen kann man auch mit einem
gleichschenkligen Dreieck aus Plastik. Das liegt bis auf die Spitze gut in
der Hand – und diese kann man abrunden.
Wasseraufbereiter
sind meist unnötig,
unser Wasser ist selten so stark verchlort. Eure Wasserwerte könnt ihr bei
den örtlichen Wasserwerken anfragen.
Reinigen des Filterschwammes
funktioniert am besten im abgelassenen Aquarienwasser. Einfach
ausdrücken. Und das nur wenn kaum noch Durchlauf vorhanden ist.
Außenfilter
Wie kann man sich
vor einem Leerlaufen des Aquariums mit einem Außenfilter während des
Urlaubs schützen?
Man macht ein kleines Loch, ca. 3mm, 1 cm unterhalb der Wasseroberfläche
am Ansaugrohr.
Das Aquarium im Urlaub
Eine
Frage sollte noch vor der Anschaffung geklärt sein. Das Aquarium im
Urlaub. Grundsätzlich sollte man nach dem Erstbesatz das Becken nicht
länger als eine Woche allein lassen. Ganz einfach weil es immer eine Zeit
dauert, bis sich alles stabilisiert hat und man so eingreifen kann. Für
diese Zeit würde ich ca. 3 Monate nachdem das Becken besetzt wurde raten.
Bei Urlausreisen bis zu 8 Tagen kommen die Fische, mit Ausnahme
von Jungfischen, ohne Fütterung aus.
Sollte die Reise länger als eine Woche dauern kann man die Fütterung von
einem Futterautomaten übernehmen lassen, oder, noch besser, man hat jemand,
der sich während der Abwesenheit um das Füttern, vielleicht sogar um das
ganze Aquarium, kümmert.
Wenn die Pflegeperson nur füttern soll und keine weitere
Ahnung vom Becken hat sollte man evtl. die täglichen Rationen vorher
bereitstellen und außer den Rationen die restlichen Futtermittel
verstecken.
Die Erfahrung sagt, das Pflegepersonen gerne
überfüttern und damit das Becken bzw. die Biologie des Beckens Probleme
bekommen kann und die Nitrit und Nitrat-Werte ansteigen.
Bei einer
längeren Urlaubsreise macht man vor der Abreise einen großzügigen
Wasserwechsel, dunkelt ggf. den Raum ab ( damit er sich nicht zu stark
aufheizt ). Die Elektrischen Geräte / Filter sollten noch mal genau
geprüft werden, ob auch alles Einwandfrei läuft.
Ich persönlich
überlasse in so einem Fall dem Automaten die Fütterung und habe einen
netten Nachbarn, der nur schaut ob die Geräte laufen und ob sich nicht
etwa gerade jetzt eine undichte Stelle am Becken bildet.
Sollten Probleme auftreten hat er wiederum die Telefonnummer
von einem Vereinsmitglied und einen Ortsansässigen Händler,
die mir in so einem Fall ihre Hilfe zugesagt haben.
Wenn man in die Urlaubsplanungen auch
die Fütterung/Pflege während der Abwesenheit mit einbezieht, kann man
seinen Urlaub in aller Ruhe genießen und muss deshalb nicht auf das schöne
Hobby verzichten.
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| 19. Versicherung |
Welche Gefahren gehen von einem
Aquarium aus?
- Das Aquarium selbst muss repariert
oder ersetzt werden.
- Die Fische und Pflanzen können
vernichtet werden.
- Die elektrischen Geräte des Aquariums
(Heizung, Filter, Abdeckung usw.) können beschädigt
oder zerstört werden.
- Durch auslaufendes Wasser kann
der eigene Hausrat (Möbel, Teppiche, Tapeten, Schränke,
Tische usw.) beschädigt werden.
- Bei einer Mietwohnung kann fremdes
Eigentum beschädigt werden. Andere Hausbewohner, z.B.
in der darunter liegenden Wohnung, können Schadensersatz
geltend machen.
- Eigentümer oder Mieter einer Eigentumswohnung
müssen mit Ersatzansprüchen der Eigentümergemeinschaft
rechnen, wenn Allgemeineigentum durch das auslaufende
Wasser beschädigt worden ist.
- Wer im eigenen Haus wohnt, hat
den Schaden am Gebäude selbst zu tragen.
Welche Möglichkeiten hat man nun, sich gegen diese Schäden
zu versichern?
Die Haftpflichtversicherung um die Schäden abzudecken, die
fremden Personen zugefügt wurden - also z. B. Hausbewohner
unterer unserer Wohnung und/oder Vermieter.
Eine Gebäudeversicherung, wenn man Hauseigentümer ist und
somit Schäden am eigenen Haus hat. (TIPP: Bei einer Eigentumswohnung
mit dem Vermieter bzw. der Hausverwaltung über eine Möglichkeit
der Mitversicherung innerhalb der gemeinschaftlichen Gebäudeversicherung
reden.)
Eine Hausratversicherung für die Schäden am eigenen Hausrat
(z. B. Schränke, Teppiche usw.).
Eine Glasbruchversicherung für das beschädigte Aquarium.
Eine Elektrogeräte-Versicherung, welche die elektrischen
Geräte des Aquariums mit einschließt.
Vermutlich denken jetzt einige, dass sie ja davon schon
eine oder auch mehrere Versicherungen haben. Hier gilt es
dann im Einzelfall zu prüfen, ob auch die durch das Aquarium
entstehenden Schäden mit abgedeckt sind. Ansonsten sollte
das Aquarium in die bestehende Versicherung mit aufgenommen
werden.
Die einzelnen Versicherungen kurz angesprochen:
Haftpflichtversicherung
Laut Gesetzes ist jeder, der einem anderen schuldhaft einen
Schaden zufügt, zum Schadenersatz verpflichtet.
Das bedeutet, wenn Dein Aquarium ausläuft - egal wodurch
-, und Eigentum vom anderen (Mieter, Vermieter usw.) beschädigt
wird, bist Du auf jeden Fall zum Schadenersatz verpflichtet.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Du eine Haftpflichtversicherung
hast. Den entstandenen Schaden des anderen musst Du begleichen.
Da können schnell ein paar 1000 Euro zusammenkommen.
Die Haftpflichtversicherung deckt diese Kosten der Schadenersatzansprüche
ab. Darüber hinaus wehrt sie aber auch ungerechtfertigt
gestellte Ansprüche ab. Das ist ein Sachverhalt, der nicht
so bekannt ist und deshalb leicht übersehen wird. Trotzdem
kann dieser Punkt des Versicherungsschutzes sehr wichtig
sein.
Hausratversicherung
Die Hausratversicherung deckt Schäden an Deinem eigenen
Hausrat (Teppiche, Schränke usw.) ab.
Es gibt eine Klausel, über die Aquarienwasser dem Leitungswasser
gleichgestellt wird. Somit gelten dann auch durch bestimmungswidrig
ausgetretenes Aquarienwasser verursachte Schäden als versichert.
Diese Klausel die viele Versicherer sogar kostenlos mit
einschließen, muss aber bei den meisten bestehenden Verträgen
extra beantragt werden – anderenfalls gehst Du, wie oben
erwähnt, im Schadenfall leer aus.
In den ganz neuen Hausratversicherungen sind inzwischen
Aquarienwasserschäden automatisch mitversichert. Hier braucht
dann nichts mehr gesondert beantragt werden. Diese neuen
Verträge dürften aber die wenigsten bisher haben.
- Was zählt alles zum Hausrat?
Kurz gesagt, alles was Du theoretisch bei einem Umzug in
andere Wohnung mitnehmen könntest. Was da bleibt, zählt
zu den Gebäudebestandteilen (z. B. Türen, Fenster, Böden,
meist auch Einbauküchen usw.). Dies ist zwar keine einwandfreie
exakte Definition, verdeutlicht aber den Unterschied zwischen
Gebäudebestandteilen und Hausrat sehr gut. Wichtig ist,
dass Gebäudebestandteile (mit wenigen Ausnahmen, auf die
es hier nicht ankommt) über die Hausratversicherung nicht
versichert sind.
Gebäudeversicherung:
Die Gebäudeversicherung deckt Schäden an Gebäudebestandteilen
ab. Was Gebäudebestandteile sind, wurde schon bei der Hausratversicherung
erläutert.
Im Prinzip gilt all das, was bei der Hausratversicherung
schon erläutert wurde, auch für die Gebäudeversicherung.
Versicherte Gefahren sind Feuer, Leitungswasser, Sturm usw.
Auch hier muss, bis auf die ganz neuen Verträge, extra beantragt
werden, dass Aquarienwasserschäden als mitversichert gelten,
da Aquarienwasser kein Leitungswasser ist.
Für Bewohner einer Mietwohnung oder eines gemieteten Hauses
ist diese Versicherung nicht nötig, da Schäden am Gebäude
über die Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, wenn die
von aufgeführten Besonderheiten beachtet wurden. Der Vermieter
wäre hier die Person, die diese Versicherung haben müsste.
Um unnötigen ärger oder nicht versicherte Schadensfälle
weitestgehend auszuschließen sollte man sich hier mit dem
Hauseigentümer absprechen.
Für Bewohner einer Eigentumswohnung sieht die Sache etwas
anders aus. Hier können sowohl allgemeingenutzte Gebäudebestandteile,
wie zum Beispiel eine Holztreppe im Treppenhaus oder die
Wände im Treppenhaus beschädigt sein oder aber private Gebäudebestandteile,
wie zum Beispiel teure Holztüren innerhalb der eigenen Wohnung
oder Parkettfußboden.
Entweder man überzeugt die Eigentümergemeinschaft davon,
die oben genannte Klausel, über die Aquarienwasserschäden
mitversichert gelten, mit in den Gebäudeversicherungsvertrag
einzuschließen oder aber man beantragt zur Hausratversicherung,
dass bestimmte Gebäudebestandteile (die dann genau bezeichnet
sein müssen) als mitversichert gelten sollen. Es versteht
sich von selbst, dass dann natürlich die Klausel für Aquarienwasser
der Hausratversicherung ebenfalls zugrunde liegen muss.
Für diese oben genannten oder ähnlichen Fälle ist es nämlich
möglich über die Hausratversicherung auch Gebäudebestandteile
mitzuversichern. Dieses muss aber wieder extra beantragt
werden, da es eine Ausnahme ist und nur auf Antrag des Versicherten
mit in den Hausratvertrag eingeschlossen wird.
Haushaltgeräteversicherung
Die Haushaltsgeräteversicherung deckt Schäden an allen Elektro-
und Gasgeräten des Haushalts ab, die durch Kurzschluss,
Fabrikationsfehler, unsachgemäße Handhabung und elektrische
Defekte, die nicht auf Verschleiß zurückzuführen sind, entstanden
sind. Kurz gesagt ist fast jeder Schadenfall an einem Elektrogerät
versichert, wenn es sich nicht um Verschleiß (also normale
Abnutzung) handelt.
Zu den Elektro- und Gasgeräten zählen alle Geräte, die im
Haushalt vorhanden sind, also Fernseher, Gas- oder Elektroherd,
Haartrockner, Toaster, usw. und natürlich elektrisches Aquarienzubehör,
wie Beleuchtung, Heizung, Pumpen etc.
Glasbruchversicherung
Die Glasbruchversicherung ist in den meisten Fällen in der
Hausratversicherung oder in der Gebäudeversicherung enthalten.
Sollte dies nicht der Fall sein, so bieten die entsprechenden
Versicherer im Regelfall eine separate Glasversicherung
an.
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oben |
| 20. Schlusswort |
Wir hoffen, dass mit dieser
übersicht die wichtigsten Fragen beantwortet werden konnten.
Sollten weitere Fragen auftauchen, so gibt es im Forum
auf http://www.aquaristik-talk.de/ sicherlich den kompetenten
Ansprechpartner. Am besten erst mal mit der Suche-Funktion
stöbern und dann entsprechend einlesen und weiter fragen.
Wenn das Thema noch nicht behandelt wurde, einen neuen
Thread eröffnen.
Die Autoren selbst geben auch gerne genauere Ausküfte
zu den einzelnen Kapiteln.
Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, freuen wir uns
über eine kurze Benachrichtigung, damit eine Korrektur
vorgenommen werden kann. Danke im Voraus für den Hinweis
ans Management.
Nur keine Hemmungen! Die Aquaristik wurde niemandem in
die Wiege gelegt. Vielmehr ist dieses Hobby ein immerwährender
Lernprozess, der vom Erfahrungsaustausch lebt.
Jede Frage hat ihre Berechtigung und sollte gestellt werden.
Die Einsteiger von heute sind schließlich die Profis von
morgen.
Man sollte sich auch trauen, so lange Zusammenhänge zu
hinterfragen, bis man sie wirklich verstanden hat. Es
ist schließlich zum Wohl der Tiere, dass die Aquarianer
nach bestem Wissen und Gewissen für die Fische handeln.
Und da Fische ja bekanntlich stumm sind und sich nicht
bei uns beschweren können, ist Information und umsichtiges
Handeln das A und O.
Es muss sich wirklich niemand schämen. Elementare Fragen
zeigen doch nur, dass man definitiv genau Bescheid wissen
will.
Viel Spaß mit dem neuen Hobby wünschen
Die Autoren der Einsteiger-Fibel
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oben |
| 21. Haftungsausschluss |
Diese Website soll Einsteigern den Start in ihr neues
Hobby erleichtern und versuchen typische Fehler, die man
als Neuling macht, zu vermeiden. Wenn wir über Irrtümer
informiert werden, werden wir diese berichtigen.
Der Anbieter und oder die Autoren übernehmen jedoch keine
Verantwortung für den Inhalt dieser Website. Dieser begreift:
- ausschließlich Informationen
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Mit der vorliegenden Haftungsausschlussklausel wird weder
bezweckt, die Haftung des Anbieters entgegen den einschlägigen
nationalen Rechtsvorschriften einzuschränken noch sie
in Fällen auszuschließen, in denen ein Ausschluss nach
diesen Rechtsvorschriften nicht möglich ist.
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| 22. Mitwirkende (Autoren) |
Autoren in alphabetischer Reihenfolge:
Autor |
Homepage |
Andreas Killesreiter (Andy) |
|
Anja Bohnet |
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Birgit Matschulat |
|
Reinwald Matschulat |
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Matthias Nagele |
|
Michael Vaahsen |
|
Tina Vaahsen |
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© für den Inhalt: Die Autoren 2002
Diese Fibel wird dem Mitautor Axel Neufang gemäß dem Autorenbeschluss vom 27.11.2003 bis auf Widerruf zur Nutzung überlassen.
Die Wiedergabe mit Quellenangabe ist vorbehaltlich anderslautender
Bestimmungen nicht gestattet.
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| 24. Glossar |
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