Fibel für Einsteiger / Anfänger / Neueinsteiger in der Aquaristik bei Altwasser-Aquarium mit Forum, Wasserwerten, Technik, Beschreibungen
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 Einsteiger-Fibel für ein Süßwasseraquarium

  1.  Gedanken und Überlegungen vor der Anschaffung eines Süßwasseraquariums
  2.  Bedürfnisse der Fische
  3.  Wasserchemie
  4.  Stellplatz, Größe & Kosten
  5.  Auswahl des Aquariums & des technischen Zubehörs
  6.  Beim Kauf beachten
  7.  Aufstellen des Aquariums
  8.  Einrichten und Inbetriebnahme des Aquariums
  9.  Die ersten ca. 4-6 Wochen nach Inbetriebnahme
  10.  Endlich Fische
  11.  Fütterung
  12.  Pflegearbeiten
  13.  Kleine Fischkunde
  14.  Kleine Pflanzenkunde
  15.  Algen
  16.  Nützliches, nicht unbedingt erforderliches Zubehör
  17.  Generelles
  18.  Tipps & Tricks
  19.  Versicherung
  20.  Schlusswort
  21.  Haftungsausschluss
  22.  Mitwirkende (Autoren)
  23.  Download der Fibel als PDF-Datei
  24.  Glossar
 1. Gedanken und Überlegungen vor der Anschaffung eines Süßwasseraquariums


Jeder, der mit dem Gedanken spielt, sich ein Aquarium anzuschaffen, sollte sich vorher fragen, was an Zeitbedarf und auch Kosten auf ihn zukommt. Diese Fragen sind wichtig und sollten daher vor dem Kauf abgeklärt werden.

Wenn man bereits eine bestimmte Art von Fischen im Auge hat, die später gepflegt werden sollen, sollte man sich vorher erkundigen, welche Beckengröße und Wasserwerte notwendig sind. Wasserwerte kann man bei seinem Wasserversorger in Erfahrung bringen. Stellenweise ist dies online möglich, anderenfalls kann man telefonisch nachfragen. Welche Fische sich in diesen Wasserwerten wohlfühlen und welche Größe beim Aquarium für den Fisch erforderlich ist, kann man dann gezielt bei uns im Forum erfragen. Auch Einrichtung, Bepflanzung und Bodengrund können für die Fische eine wichtige Rolle spielen.

Das einfachste ist allerdings für Einsteiger, den Fischbesatz auf die Wasserwerten abzustimmen,
Wasseraufbereitung ist etwas aufwendiger. Natürlich kann man auch die Wässer an die gewünschten Fische anpassen, wenn das Leitungswasser nicht für die gewünschten Lieblinge geeignet ist. Dies erfordert dann ein Gerät, welches diese Aufgabe übernimmt.

Hat man sich noch nicht auf einen bestimmten Fisch festgelegt, ist es am einfachsten, mit dem größtmöglichen Becken beginnen. Der Grund dafür, auch wenn es paradox klingen mag, ist der folgende: Je größer das Becken ist, desto stabiler läuft es und desto eher verzeiht es die kleinen Fehler - es ist einfacher zu pflegen. Gehen wir mal von einem 80 cm langen Becken aus, dieses fasst 112 Liter.

Die Beckenpreise sind ganz verschieden, hier sollte man vergleichen. Zu dem Becken selbst benötigt man Filter, Beleuchtung und Beheizung.

Es gibt auch günstige Komplettsets mit Filter und Heizung, welche besonders von Einsteigern gerne genommen werden. Hier sollte man darauf achten, was dem Komplettset beiliegt. Es gibt gute und schlechte Komplettsets. Wer ein interessantes Angebot für ein Set entdeckt hat, kann jederzeit gerne im Forum fragen, ob hier Preis und Ausstattung stimmen.

Für den Betrieb und die Unterhaltung des Aquariums benötigt man noch folgendes: die wichtigsten Wassertests, Bodengrund und Erstbepflanzung. Mehr als sinnvoll ist auch etwas zum Reinigen der Scheiben. Auch Einrichtungsmittel wie Wurzeln, Steine und fertige Höhlen gehören ebenso dazu wie ein Thermometer.

Zu diesen Anschaffungskosten kommen die laufenden Kosten für Strom, Wasser und Futter.

In Sachen Zeitbedarf wollen wir kurz die Pflegearbeiten grob umreißen. Um ein Aquarium erfolgreich zu betreiben, muss man täglich füttern, die technischen Geräte auf ihre Funktion und auch die Temperatur überprüfen. Wöchentlich sollte ein Wasserwechsel von in etwa einem Drittel des Aquarieninhaltes gemacht werden.

Die Kontrolle der Wasserwerte in regelmäßigen Abständen und das Reinigen der Scheiben von Algen sollten nach Bedarf erfolgen. Die Filtermaterialien sind vorsichtig zu säubern, wenn der Durchfluss des Filters stark vermindert ist.

Anfangs sind die Pflegearbeiten meist zeitintensiver, wenn das Aquarium gut eingelaufen ist und sich die Bedingungen im Lebensraum der Fische einpendeln, nimmt auch der Arbeitsaufwand etwas ab.

Nun braucht das Aquarium noch einen Platz in der Wohnung. Wichtig! Stabilität und Statik spielen ebenso eine Rolle wie die Wahl des passenden Standorts


Eventuelle Rückschläge

Leider läuft bei einem Aquarium nicht immer alles „nach Lehrbuch“. Dieser Text soll nur eine kleine Info darüber sein, was besonders am Anfang gerne schief läuft.

In einem neuen Becken setzen sich besonders gerne Algen fest. Es gibt verschiedene Algenarten, die am häufigsten auftretenden sind Grünalgen, die einigen Fischen (Welsarten, Lebendgebärende) eine Zusatznahrung sind. Treten sie gehäuft auf, liegt häufig ein Pflegefehler vor. Nicht einfach Chemie einsetzen, sondern fragen und wir finden sicher eine Lösung.

Zu viele Schnecken entstehen durch zu viel Nahrung. Sie stellen aber nicht direkt ein Problem dar. Weniger Futter und Absammeln hilft hier schon.

Krankheiten sind die härtesten Rückschläge. Hier hilft nur Geduld. Auf keinen Fall sollte man ohne Erfahrung und Fachwissen Medikamente ins Becken kippen. Auch dieses Problem lässt sich mit Unterstützung und Beistand im Forum meist irgendwie lösen. Um zu verhindern, Krankheiten einzuschleppen, ist es unter Umständen sinnvoll, von Anfang an ein Quarantänebecken anschaffen.

Zuerst ist das gründliche Einfahren des Beckens das Wichtigste, wird das vernachlässigt, droht der so genannte Nitrit-Peak, der gefährliche Höchstwert an Nitrit, der für zu früh eingesetzte Fische den Tod bedeutet. Ansonsten kommen schlechte Wasserwerte oft von zu wenigen oder falschen Pflanzen, zu kurzes Einfahren, Überfütterung oder Überbesatz Auch hier findet man im Forum Lösungen.

Auch wenn es so klingt, als sei Aquaristik mehr Stress als Freude, so ist das nicht richtig. Jeder hat mal klein und bescheiden angefangen.

Antworten auf alle Fragen, die diese Einleitung möglicherweise aufgeworfen hat, sowie weitere Erklärungen und nützliche Tipps auf dem Weg zum eigenen Aquarium gibt es in den weiteren Kapiteln der Einsteiger-Fibel. Weiterführende Erläuterungen gibt es im Forum. Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

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 2. Bedürfnisse der Fische


Sicher hast Du schon mal in einem Aquariengeschäft die Fische beobachtet. Dabei haben Dir auch bestimmte Fische besonders gut gefallen, andere eher weniger. Deutliche Größenunterschiede sind klar zu erkennen, genauso wie Verhaltensunterschiede. Ein großer, schwimmfreudiger Fisch braucht mehr Platz im Aquarium als ein Kleiner, der sich wenig bewegt.

Was man den Fischen allerdings nicht ansehen kann, ist welche Wasserwerte sie brauchen um sich wohl zu fühlen. Da Fische aus den unterschiedlichsten Gewässern von verschiedenen Erdteilen kommen, sind ihre Ansprüche an das Wasser teilweise auch verschieden. Ein Neonsalmler aus dem Amazonasgebiet braucht weiches saures Wasser, ein Blauauge aus den Küstengebieten Australiens braucht härteres, leicht basisches Wasser. Informiere Dich am besten vorab beim zuständigen Wasserwerk, welche Leitungswasserwerte Du zu Hause hast. Wenn Du die Fische nach diesen Werten aussuchst, ist später bei der Pflege vieles einfacher. Da sich die Wasserwerte im Aquarium durch die verschiedensten Faktoren verändern, unter anderem durch Exkremente der Tiere, muss wöchentlich ein Teil des Wassers gegen Frischwasser getauscht werden. Pro Woche etwa 25% bis 50% des Beckeninhaltes hat sich bewährt. Wenn Du für diese Wasserwechsel das Wasser speziell aufbereiten musst, bedeutet es einen Mehraufwand an Kosten und Zeit.

Wiederum gibt es Strömungsliebhaber aus schnellfliessenden Flüssen und solche, denen ein ruhiger Platz im Aquarium lieber ist.

Nahezu alle Fische aber brauchen Platz um sich zurückziehen zu können. Diese Plätze schafft man je nach Art durch Höhlen oder eine dichte Bepflanzung.

Bitte, wenn Du Dich entschieden hast, einen Fisch zu pflegen, informiere Dich über die speziellen Bedürfnisse dieses Tieres. Nur dadurch kannst Du sicherstellen, dass die Fische im Aquarium gesund bleiben und sich wohl fühlen. Und das ist es doch, was Du willst.

Noch ein Hinweis. Traue nicht der ersten Information die Du bekommst. Viele Händler verkaufen für jedes Aquarium jeden Fisch; da kommt es schon mal vor, dass ein Brackwasserfisch in einem 100 Liter Becken schwimmt, obwohl dieser Fisch dann 60cm groß werden kann und das Wasser im Aquarium sehr weich ist.

Auch ist nicht jedes Buch für die Auskunft über die Haltungsbedingungen geeignet. Hier sind viele Falschinformationen im Umlauf. Am besten ist, Du stellst diese Fragen zu Deinem Lieblingsfisch hier im Forum. Durch die Präsenz von vielen verschiedenen Aquarianern, die diese Fische aus eigener Erfahrung und Pflege kennen, bekommst Du hier eine Vielfalt von Informationen die überwiegend auf Erfahrungen aufbauen.

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 3. Wasserchemie

Vorwort:


Der Fisch ist zeitlebens vom Wasser umgeben, ähnlich wie wir von Luft. Wie auch die Luft wird das Wasser von seiner Umwelt geprägt. Regenwasser nimmt schon in der Atmosphäre Umweltschadstoffe auf.

Wenn es dann endlich am Boden angelangt ist und zu versickern beginnt, nimmt es noch mehr Stoffe auf. Es verändert ständig seine chemische Zusammensetzung. Ein Wasser gleicht nie dem Anderen.

Auch der Mensch verändert es, unbewusst durch Verschmutzungen der Umwelt, zum Beispiel mit Nitraten, und bewusst, wenn auch sehr selten, mit Chlor damit es durch die Wasserleitung "rein" zu uns kommt. Darum kann Wasser hier ganz anders sein als dort.

Leider ist es genau das, was viele Aquarianer nicht beachten. Wahl- und arglos werden Pflanzen und Fische aus den verschiedensten Regionen zusammen in ein Aquarium gesteckt.

Damit das Aquarium als Biotop aber richtig funktionieren kann, müssen alle Bedingungen so weit wie möglich exakt mit denen im natürlichen Lebensraum des Fisches übereinstimmen. Ist das nicht der Fall, scheitert das neue Hobby meist genau daran.

Dieses Kapitel soll einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt des Wassers geben und helfen, Wasser besser zu verstehen, damit der Erfolg beim neuen Hobby nicht ausbleibt.


Der Leitwert:

Mittels des Leitwertes kann man die zusätzlichen Stoffe im Wasser feststellen. Viele Bestandteile des Wassers bestehen aus Salzen. Da aber Salze sich im Wasser lösen, zerfallen sie in negativ geladene Anionen und positiv geladene Kationen. Dadurch sind sie elektrisch erfassbar.

Leider ist der Leitwert nur ein Summenparameter und lässt nur bedingte Rückschlüsse auf die Qualität und Eignung des Wassers zu.

Folgende Parameter sind diejenigen, die den Leitwert am stärksten bestimmen:


Die Gesamthärte (GH):

Die Gesamthärte des Wassers wird durch gelöste Kationen bestimmt. Bei aquaristischen GH Tests werden nur Kalzium und Magnesium erfasst. Wenn entsprechend viel Kalzium/Magnesium gelöst ist, ist das Wasser hart. Bei wenigen gelösten Ca/Mg-Ionen hingegen ist es weich.

Nur bei welchen GH °dH-Werten (°dH = Grad deutscher Härte) ist das Wasser nun weich oder hart? Ganz einfach!

0 - 4 °dH = sehr weich
4 - 8 °dH = weich
8 - 15 °dH = mittelhart
15 - 20 °dH = hart
20 - 25 °dH = sehr hart

Der GH-Wert ist sicherlich einer der wichtigsten Werte, da die Gesamthärte die organischen Funktionen aller Lebewesen im Wasser beeinflusst. Ein Fisch kann im falschen Wasser durchaus sterben oder - viel schlimmer - sehr lange leiden.

Pflanzen können bei falschen Werten nicht richtig arbeiten, das bedeutet sie wachsen nicht oder gehen sogar ein. Das Ergebnis ist eine übersättigung mit Nährstoffen und damit verbunden ein stärkerer Algenwuchs.

Der GH-Wert im Aquarium sollte daher einmal wöchentlich kontrolliert werden.


Die Karbonathärte (KH):

Wie bereits erläutert, wird die GH durch gelöste Kationen bestimmt. Die KH bildet das Pendant dazu und besteht aus Anionen. Darunter fallen Karbonate und Hydrogenkarbonate, die als Salz eine Verbindung mit Kalzium oder Magnesium haben.

Für uns hat die Karbonathärte im Aquarium eine wichtige Aufgabe, es puffert den PH-Wert und verhindert somit zu starke und zu rasche Veränderungen des PH-Wertes.

Durch das enge Zusammenspiel zwischen KH und PH ist die KH ein wichtiger Wert für das Wohlbefinden unsere Pfleglinge.

Der KH-Wert sollte je nach Aquarium alle drei Tage überprüft werden. Sollte der Wert über längere Zeit stabil bleiben, genügt wöchentliches Kontrollieren.


Der pH-Wert: (potentia Hydrogenii):

Im Wasser lösen sich nicht nur Salze sondern auch saure und basische Stoffe - je nach deren Gleichgewicht ist das Wasser dann sauer oder alkalisch (auch basisch genannt). Chemisch reines Wasser hat einen pH-Wert von 7, es ist neutral.

Bei pH-Werten von 4 - 7 spricht man von saurem Wasser, bei Werten von 7 - 10 von alkalischem Wasser.

Ein pH-Wert von 6 ist zehnmal so sauer wie pH 7! Ein pH-Wert von 5 ist zehnmal so sauer wie pH 6! Es handelt sich daher um eine logarithmische Aufteilung. Deshalb sind falsche pH-Werte sehr fatal.

In relativ weichem Wasser kann es, wenn sämtliches Bikarbonat aufgebraucht ist, zu einem Säuresturz kommen. Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen reagieren sehr empfindlich auf rasche und starke Veränderungen des pH-Wertes.

Der pH-Wert sollte je nach Aquarium alle drei Tage überprüft werden. Sollte der pH-Wert über längere Zeit stabil bleiben, genügt es ihn einmal wöchentlich zu kontrollieren.


Die Nitrifikation:

Durch Ausscheidungen der Fische (Ammonium, Ammoniak), Pflanzen und Futterreste (Eiweiß) gelangen organische Verbindungen ins Wasser. Die gelösten Stoffe werden durch die so genannte Nitrifizierung abgebaut.

Organische Stoffe (Eiweiß) werden im Aquarium zuerst in Ammonium oder Ammoniak umgewandelt. Welcher der beiden Stoffe sich bildet, hängt vom PH-Wert ab.

Bei einem pH-Wert von unter 7 bildet sich vorwiegend ungiftiges Ammonium (NH4), bei einem PH-Wert von über 7 nimmt der Anteil an hochgiftigem Ammoniak (NH3) immer mehr zu.

Die Ammoniumoxidierer (Nitrosomonas) wandeln nun Ammonium durch bakterielle Oxidation über diverse Zwischenprodukte zu Nitrit (NO2).

Nitrit ist sehr giftig für Fische und kann diese bei zu hohen Konzentrationen töten. Der Nitrit-Wert sollte idealerweise bei 0,0 liegen, Werte von 0,1 - 0,2 sind kurzfristig tragbar (wenige Stunden), müssen aber umgehend nach dem Nachweis durch einen großzügigen Teilwasserwechsel gedrückt werden.

Nitrit kann nur durch eine funktionierende biologische Filterung und mäßigen Besatz dauerhaft klein gehalten werden.

Was passiert nun aber im Normalfall mit dem Nitrit?

Die Nitritoxidierer (Nitrobacter) oxidieren das entstandene Nitrit weiter zum Endprodukt Nitrat (NO3).

Nitrat ist das Endprodukt der Nitrifizierung und wird nicht weiter abgebaut. Es wird von Pflanzen als "Nahrung" aufgenommen oder verlässt das Aquarium über den wöchentlichen Teilwasserwechsel.

Der Nitrit-Wert muss alle zwei Tage gemessen werden, da ein totes Tier die Nitrifizierung überfordert und es dann es zu einem Nitrit-Peak kommen kann, welcher für die meisten Tiere tödlich enden würde.

Während der Einfahrphase gibt es noch keine Bakterien, die diese Aufgaben erledigen. Sie bilden sich erst bei genügend Nahrung, daher kommt es während der Einfahrphase zu einem Nitrit-Peak.

Diesen Peak sollte man plus einer Woche abwarten bevor man die ersten Tiere einsetzt. Dies kann unter Umständen 4 - 6 Wochen dauern.


NH4/NH3 = Ammonium/Ammoniak:

Ammonium ist das erste Glied in der Nitrifikationskette. Es wird direkt von den Fischen ausgeschieden. Durch die biologische Filterung wird mittels der Nitrosomonas-Bakterien das Ammonium zu Nitrit oxidiert. Dabei wird im Filter Sauerstoff verbraucht.

Ammonium wird auch direkt von den Pflanzen als Stickstofflieferant aufgenommen. Laut Diana Walstad bevorzugen Pflanzen das Ammonium und solange es zur Verfügung steht, wird kein Nitrat verarbeitet, da die Nitrat-Verarbeitung einen höheren Energieaufwand bedeutet.

Ammonium und Ammoniak stehen in einer pH-abhängigen Wechselbeziehung: Bei pH-Werten über 7 nimmt der Anteil an giftigem Ammoniak zu, was es zu vermeiden gilt. Bei pH-Werten unter 7 steigt der Anteil an Ammonium, welches für Fische nicht giftig ist.


NO3 = Nitrat:

Nitrat ist das letzte Glied in der Nitrifikationskette. Es ist das Endstadium der Oxidation des Stickstoff, daher reichert sich Nitrat im Aquarium an.

Für Fische ist es meistens erst in sehr hohen Dosen (Wert höher als 50 mg/l) giftig.

Nitrat wird auch von Pflanzen aufgenommen, sofern kein oder zu wenig Ammonium zur Verfügung steht. Ansonsten kann es auch ganz einfach per Wasserwechsel entfernt werden.


CO2 = Kohlendioxid:

CO2 ist für die Pflanzen ein Hauptnährstoff. Am Tag atmen Fische CO2 aus, Pflanzen nehmen es auf und produzieren Sauerstoff. In der Nacht verbrauchen die Pflanzen kein CO2.

Zur Berechnung des CO2-Wertes befindet sich hier ein Onlinetool.

Generell sollte der CO2 Gehalt des Aquariums etwa 20 mg/L nicht übersteigen. Bei Werten darüber kann es zu Schwierigkeiten für die Fische kommen. Aufgrund des hohen CO2 Gehalt des umgebenden Wassers, ist die Abgabe des CO2 aus der Atmung über die Kiemen erschwert.


O2 = Sauerstoff:

Sauerstoff ist die Grundlage für die Atmung der Fische. Es wird von Pflanzen erzeugt oder es diffundiert über die Wasseroberfläche ein.

Das Lösungsvermögen des Wassers ist von der Temperatur abhängig. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es von Vorteil wenn der Sauerstoffgehalt sich der Sättigung des Wassers annähert.


Cu = Kupfer:

Kupfer ist für manche Fische sehr giftig. Allerdings wird es von den Pflanzen in geringen Spuren benötigt.

Im Wasser sollte Kupfer nicht nachweisbar sein. Manchmal wird es aber über die Wasserleitung eingetragen, die besonders in Altbauten oft aus Kupferrohren bestehen. In so einem Fall sollte man vor dem Abzapfen des Wassers für das Aquarium, etwas Wasser abfließen lassen. Außerdem wird durch warmes Wasser mehr Kupfer aus der Leitung gelöst, deshalb nur kaltes Wasser aus der Leitung verwenden.

Kann man auf diese Weise nicht vermeiden, dass man Kupfer ins Aquarium einträgt, empfiehlt sich in diesem Fall die Verwendung eines Wasseraufbereiters aus dem Fachhandel.


Leitwert:

Der Leitwert gibt, wie oben bereits erwähnt, die Summe aller gelösten Ionen im Aquarium an. Diese Ionen kommen von allen möglichen Salzen, nicht nur von der Härte. Auch Nitrat ist ein Salz.

Grob kalkuliert kann man sagen, dass 1 °dH bei 25 Grad in etwa 33µS/cm entspricht.

Der Leitwert ist kein absoluter Wert, der etwas aussagt. Aber man kann ihn wunderbar zur überwachung des Aquariums einsetzen. Im Normalfall bleibt die Härte im Aquarium konstant, das heißt, das eine Erhöhung des Leitwertes auf eine Anreicherung von anderen Salzen schließen lässt. Da wäre z.B. Nitrat. Anhand des Leitwertes lässt sich eine Veränderung des Wassers schnell und einfach feststellen. Aber nicht alles wird angezeigt, eine erhöhte organische Belastung drückt sich nicht in einem verändertem Leitwert aus.


Fe = Eisen:

Eisen ist für die Pflanzen ein wichtiges Spurenelement. Man sollte versuchen, einen Eisengehalt von etwa 0,05 - 0,1 mg/L zu erreichen.


Temperatur:

Die Temperatur muss den Fischen angepasst werden. Dabei haben Fische einen optimalen Bereich und einen Toleranzbereich (wie bei jedem anderen Parameter auch). Erreicht wird die Temperatur über die Heizung. Bei einem Aquarium mit niedriger gewünschter Temperatur in einem warmen Raum, kann es sein, das gar kein Heizung notwendig ist. Dagegen kann ein Aquarium mit hoher Temperatur in einem kalten Raum eine enorme Heizleistung verbrauchen.

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 4. Stellplatz, Größe & Kosten


Nun weißt Du, welchen Fisch Du pflegen willst und kannst. Dann schau Dich mal in Deiner Wohnung nach einem geeigneten Platz um.

Hast Du einen Lieblingsplatz? Eine Ecke, der Du mehr Glanz verleihen willst? Ein Aquarium soll man betrachten können, ohne sich den Hals zu verrenken. Genauso kann man oft stundenlang beobachten, aber nur wenn es bequem ist.

Am häufigsten wird das Gewicht des Aquariums unterschätzt. Nehmen wir mal ein 100 Liter Becken. Da sind zunächst 100 Liter Wasser, also 100 kg. Dann noch das Glasbecken, der Kies, die Abdeckung und der Unterschrank. Dass hier die 100 Kilogramm weit überschritten werden, dürfte klar sein. Plane etwa mit 150 Kilogramm in diesem Fall.

Dieses Aquarium gehört nicht in ein Bücherregal und auch nicht auf ein wackeliges Tischchen. Sorge für einen festen und dauerhaft stabilen Stand, am besten mit einem Aquarienunterschrank. Dieser trägt das Gewicht und sorgt dafür, dass das Aquarium nicht auf den Boden fällt.

Apropos Boden. Welche Bauart hat denn Dein Zuhause? Gibt es Holzbalkendecken oder Beton mit Estrich? Die Tragfähigkeit des Bodens wird auch oft überschätzt. Mit dem bereits genannten 100 Liter Becken wird es in fast keiner Wohnung Probleme geben, wer aber etwas Größeres will, sagen wir mal 750 Liter, der hat plötzlich über einer Tonne auf anderthalb Quadratmetern. Hält die Decke das aus? Wenn Du auch nur die geringsten Zweifel an der Tragfähigkeit Ihres Bodens hast, besorge Dir am besten die Baupläne des Hauses (beim Vermieter o. ä.) und lass Dich von einem Statiker beraten. Nur so kann man ausschließen, dass das Aquarium nächste Woche im Keller betrachtet werden kann.

Ein Aquarium sollte an seinem Platz so wenig Sonne wie möglich abbekommen, dies kann unter anderem zu einer überwärmung und zu vermehrtem Algenwachstum führen.

Das Aquarium kann man auch nicht direkt vor oder über einen Heizkörper stellen, zu hohe Wassertemperaturen bei eingeschalteter Heizung wären die Folge.

Eine leichte Zugänglichkeit sollte gewährleistet sein. Die Abdeckung musst Du öfters mal abnehmen, das muss leicht machbar sein.

Die Wasseroberfläche sollte in etwa in Augenhöhe des Betrachters sein. Nimm mal Maß, wenn Du am geplanten Aufstellort bist. Wenn Du vor dem Aquarium sitzt, bedenke dies.

Und zu guter Letzt braucht es in erreichbarer Nähe einen Stromanschluss für Dein Aquarium. Wenn dann noch ein leicht erreichbarer Wasseranschluss dazu kommt, umso besser.

Vielleicht hast Du jetzt aufgrund der vorherigen Sätze Abstriche an die Größe Deines Wunschaquariums machen müssen oder Du kannst es nicht an den vorher geplanten Platz stellen. Macht nichts, schaffe einfach im Rahmen Deiner Möglichkeiten einen neuen Ruhepol in Deinem Zuhause. Erstelle in Gedanken ein Bild, wie es sein soll. Träume ruhig erst mal davon.

Wenn das Bild fertig ist, musst Du noch überlegen, was Du dafür benötigst. In erster Linie natürlich das Becken, dann einen Unterschrank. Willst Du lieber eine Abdeckung mit Leuchtstoffröhren oder ein offenes Becken mit Hängeleuchten? Einen Filter brauchst Du ebenso wie einen Heizer. Dazu dann noch Bodengrund, Pflanzen und Dekorationsmaterialien.

Sofort ist man mit den ganzen Dingen einen großen Geldbetrag los. Vielleicht siehst Du erst mal die Kleinanzeigen in der Zeitung an? Immer wieder werden komplette Aquarien verkauft. So lässt sich gerade am Anfang eine Menge Geld sparen. In Kleinanzeigen, Onlineauktionshäusern und Börsen von örtlichen Aquarienvereinen werden sowohl Becken als auch technische Geräte gebraucht angeboten. Zu beachten ist allerdings, dass diese Dinge trotzdem in einwandfreiem Zustand sein müssen. Technische Geräte haben meist eine begrenzte Lebensdauer. Greife im Zweifelsfall lieber zu neuen Artikeln. Vielleicht kann man aber durch den Gebrauchtkauf das Aquarium auch eine Nummer größer wählen?

Zu der Größe des Beckens kann man folgendes sagen: Je mehr der Wasserinhalt, desto besser. Ein größeres Wasservolumen verzeiht Pflegefehler eher als ein kleines Becken. Auch steigt der Pflegeaufwand des Aquariums nicht im gleichen Maße wie der Inhalt. Am besten ist also die maximale Beckengröße, die Geldbeutel und der vorhandene Platz erlauben.

Nach der Erstanschaffung sind noch die laufenden Kosten zu tragen. Dazu zählt der Strom für alle technischen Geräte, das Wasser für den wöchentlichen Wasserwechsel, Futter für die Fische, Wassertests und hin und wieder ein Ersatz für ein defekt gegangenes Teil wie z.B. Leuchtstoffröhren.

Aber es ist nicht nur Geld nötig. Auch Zeit muss investiert werden. Die tägliche Fütterung und Kontrolle, der Wasserwechsel und die Pflanzenpflege. All das sollte gewissenhaft ausgeführt werden. Sei Dir darüber bewusst. Schließlich sind Fische lebende Tiere.

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 5. Auswahl des Aquariums & des technischen Zubehörs


Wenn jetzt fest steht, welcher Fisch gepflegt wird und wohin das Aquarium kommt, dann gehen wir daran, die einzelnen Bestandteile zusammen zu suchen.

Als Basis dient ein tropisches Süßwasseraquarium.

Zuerst ist da natürlich das Becken selbst. Die Größe bestimmt sich aus dem in den vorherigen Kapiteln Gesagtem. Wähle das Aquarium so groß wie möglich, das vereinfacht die Pflege erheblich. Die Form ist nicht besonders wichtig, eher Geschmackssache. Die meisten Aquarien werden mittlerweile aus Floatglas (Kristallspiegelglas) hergestellt. Bei Glasstärken ab 15 mm ist es von Vorteil darauf zu achten, dass zumindest die Frontscheibe aus Opti-White Glas besteht. Normales Glas erzeugt einen leichten Grünstich.

Achte auch darauf, dass die Kanten der Scheiben geschliffen sind und die Verklebung aus schwarzem Silikon gemacht wurde. Darunter können sich nicht so leicht Algen ansiedeln und die Verklebung hält länger. Auch sollten keine sichtbaren Luftblasen eingeschlossen sein. Qualitätsaquarien haben eine mehrjährige Garantie auf die Verklebung.

Der Unterschrank muss stabil genug sein, um das Gewicht des Aquarium aufzunehmen und dauerhaft zu tragen. Am besten geeignet hierfür sind Aquarienunterschränke. Natürlich kann man auch andere Schränke verwenden, wenn die Tragkraft gewährleistet ist. Auch Selbstbaulösungen sind möglich.

Zwischen Unterschrank und Aquarium kommt eine Schaumstoffmatte. Diese dient dazu, eventuelle Staubteilchen und Körnchen gegen das Bodenglas abzufangen und um leichte Unebenheiten auszugleichen. Niemals darf man auf diese Schicht verzichten, denn sonst wäre ein Bruch des Aquariums vorprogrammiert. Alternativ kann man auch eine Styroporplatte (ca. 1 cm) oder eine Campingisoliermatte verwenden.

Eine Ausnahme gibt es, Rahmenaquarien dürfen keine Schaumstoffschicht darunter haben, da sie außen im Rahmen aufliegen und in der Mitte der Bodenplatte freitragend sind.

Für ein tropisches Aquarium, welches ein Warmwasseraquarium ist, brauchst Du auch eine Heizung. Die benötigte Heizleistung kann man grob abschätzen mit folgenden Angaben:

* 0,5 Watt pro Netto-Liter für ein geschlossenes Aquarium in geheizten Räumen bei etwa 20°C.
* 1 Watt pro Netto-Liter für geschlossene Aquarium in ungeheizten Räumen bei etwa 10°C.
* Bei offenen Aquarien sollte man auf die obigen Angaben noch mal 30% aufschlagen.

Wähle den Heizer, der der errechneten Leistung am nächsten kommt, lieber etwas über dem errechneten Wert als darunter.

üblicher Standard sind die Reglerheizer, die es in allen möglichen Leistungsklassen gibt. Diese Heizer schalten bei Unterschreiten einer eingestellten Temperatur ein und bei Erreichen der Temperatur automatisch wieder ab. Die Differenz zwischen den beiden Temperaturen nennt man Hysterese, diese ist notwendig um die Schalthäufigkeit zu reduzieren. Generell ist es sinnvoll, die benötigte Heizleistung auf mindestens zwei Heizstäbe zu verteilen. Dadurch erreicht man eine bessere Ausfallsicherheit. Ein defekter Heizer kann ständig das Wasser aufheizen oder auch gar nicht mehr heizen! Bei kleinen Becken, ist es aber leider oft nicht möglich, die benötigte Heizleistung noch aufzuteilen, da es keine kleineren Heizstäbe als 25 Watt gibt.

Zusätzlich werden im Handel verschiedenste Arten von Bodenheizungen angeboten. Besonders für Pflanzen scheint diese nach Werbeaussagen von Vorteil zu sein.

Bei Sand als Bodengrund darf man sowieso keine Bodenheizung verwenden, da es zu einem Wärmestau kommen würde. Lediglich im Kies kann die Bodenheizung einen Pluspunkt haben, da sich durch die erzeugte, geringe Strömung ein Filter bildet, der biologisch gut arbeiten kann.

Als nächstes kommt dann der Filter.

Bei den Filtern gibt es die verschiedensten Bauarten, die hier kurz vorgestellt werden sollen:


Innenfilter:

Ein Innenfilter ist innerhalb des Aquariums platziert. Da durch kann auch bei einem defekten Filter kein Wasser aus dem Becken gelangen, einer der großen Vorteile des Innenfilters. Meist wird nur eine Sorte Filtermaterialien verwendet, was den teilweisen Austausch erschwert. Durch die kompakten Abmessungen ist auch weniger Filtersubstrat enthalten und der Filter ist meist schneller verstopft. Zur Reinigung muss der Filter aus dem Wasser genommen werden und hier zeigen verschiedene Marken einen großen Unterschied. Während bei einigen das Filtergehäuse leer läuft und damit einen großen Teil des Drecks wieder ins Aquarium abgeben, sind andere Filter so konstruiert, dass das Wasser im Gehäuse bleibt und außerhalb des Beckens mit dem Dreck entleert werden kann.

Viele Innenfilter habe einen Durchflussregler, mit dem man die Beckenumwälzung einstellen kann. Falls dieser nicht vorhanden ist, kann mit einem Stück Schlauch auf den Auslass einen Hahn montieren.


Außenfilter:

Ein Außenfilter steht, wie der Name schon sagt, außerhalb des Aquariums. Mit diesem ist er mittels Schläuche verbunden. Der Vorteil ist die einfachere Wartbarkeit, ein Nachteil ist die größere Gefahrenquelle für Leckschäden.

Hier sollte man, wegen der Einfachkeit des Handlings, darauf achten, dass Absperrtrennventile dabei sind. Falls diese nicht schon im Filter integriert sind, sollte man sich diese dazu kaufen und jeweils einen Schlauch unmittelbar vor dem Filter einbauen. Muss der Filter nun transportiert werden, reicht es die Ventile zu schließen, den Netzstecker zu ziehen und dann die Schläuche an der Trennkupplung abzutrennen.

Im Außenfilter kann man die verschiedensten Filtermedien verwenden. Je nach Typ und Fabrikat stehen direkt schon mehrere herausnehmbare Körbe zur Verfügung. Diese können variabel befüllt werden, z.B. mit Tonröhrchen, Schaumstoff oder Sinterglas, eine ca. 2 - 3 cm dicke Schicht aus Filterwatte als Feinfiltermedium sollte man immer einsetzen.

Bei einem Außenfilter sollte man auf ein möglichst großes Filtervolumen achten und weniger auf die Filterleistung. In der Praxis hängt das Filtervolumen mit der Filterleistung (z. B. 600l/h, was z. B. bei einem 100l Aquarium eine 6-fache Umwälzung je Stunde bedeuten würde und viel zu viel wäre) zusammen.

Zur Zeit gibt es keinen optimalen Filter, der ein großes Filtervolumen mit einer für das Aquarium sinnvollen langsamen Umwälzung von 1 - 1,5 mal in der Stunde verbindet. Die Hersteller sind dabei, den Bedarf dafür zu erkennen und Filter herzustellen, bei denen der Durchfluss gedrosselt werden kann. Dies kann man aber auch bei den preiswerteren Filtern mit den eingangs bereits erwähnten Doppelabsperrhähnen realisieren. Hierzu wird einfach an dem Rücklaufschlauch, also der Schlauch der das gefilterte Wasser wieder zurück ins Aquarium bringt, der Absperrhahn soweit geschlossen, damit man auf den gewünschten Durchfluss kommt.


Hamburger Mattenfilter:

Im Prinzip handelt es sich um einen Innenfilter, die Gefahr des Auslaufens ist also nicht gegeben. Allerdings hat dieser Filter kein Gehäuse, sondern besteht im Prinzip nur aus einer Schaumstoffmatte , die z.B. vor einer Seitenscheibe steht. Hinter dieser Matte wird eine Pumpe installiert, die das Wasser hinter der Matte wieder vor ins Becken befördert. Somit drückt das Wasser wieder durch die Matte hindurch. Zur anschaulichen Erklärung schaut mal auf folgender Homepage vorbei: http://www.deters-ing.de/. Die beste Seite zu diesem Filter.

Die Schaumstoffmatte muss nicht unbedingt vor der Seitenscheibe stehen, man kann sie auch in eine Ecke stellen oder ähnliches. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hinter der Matte lassen sich auch wunderbar andere technische Geräte wie der Heizer verstecken.

Ein weiterer Vorteil des Mattenfilters ist seine enorme Oberfläche, eine Reinigung ist fast nie notwendig.

Man kann keine abschließende Bewertung abgeben, da es vom jeweiligen Einsatzfall abhängt, welcher Filter am besten verwendet wird, um die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse zu erfüllen. Prinzipiell sind alle genannten Filter geeignet, wenn sie richtig dimensioniert und eingesetzt worden sind.


Beleuchtung:

Nun muss man sich entscheiden, ob man ein abgedecktes Becken oder ob man lieber ein offenes Becken mit Hängeleuchten nimmt. Bei einem geschlossenen Becken ist der Zugang zum Becken etwas erschwert und falls man mal die Abdeckung abnimmt, ist es im Becken ziemlich dunkel. Bei einem offenen Becken besteht die Gefahr, dass Fische herausspringen, was man durch einen aufgesetzten Rahmen oder tieferen Wasserstand verhindern kann. Auch ist die Verdunstung in einem offenen Becken wesentlich höher. Dies benötigt mehr Heizleistung und der Wasserstand sinkt schneller, was aber durch einen wöchentlichen Wasserwechsel gut kompensiert wird. Die erhöhte Verdunstung erzeugt eine höhere Luftfeuchtigkeit, was im Extremfall zu beschlagenen Scheiben und feuchten/schimmligen Außenmauern im Winter führen kann wenn die Wohnung nicht ausreichend gelüftet wird.

Die Beleuchtung ist weniger für die Fische als viel mehr für die Pflanzen erforderlich. Pflanzen brauchen das Licht um zu wachsen um damit auch den für die Fische lebensnotwendigen Sauerstoff zu erzeugen. Die Bedeutung der Pflanzen wird an anderer Stelle beschrieben. Die normale Helligkeit in einem Raum reicht für die Pflanzen nicht aus. Eine künstliche Beleuchtung ist erforderlich.

Die Beleuchtung sollte über eine Zeitschaltuhr erfolgen. Bei der Beleuchtungszeit geht man im Mittel von 12 Std. aus. Bei der Neueinrichtung ist eine Mittagspause sicherlich nicht verkehrt. Dies stört weder Fisch noch Pflanzen, sofern etwas Tageslicht ins Aquarium fällt, aber einige Algenarten mögen diese Mittagspause nicht. Als angenehmer Nebeneffekt verlängert man damit auch die Beleuchtungszeit am Abend und hat auch dann noch was von seinem Aquarium. Die Beleuchtungsdauer sollte nie unter 5 Std. am Stück liegen und die Mittagspause sollte mindestens 2 Stunden, besser noch 4 Stunden, dauern. Natürlich kannst Du die Zeiten an die persönlichen Bedürfnisse unter Einhaltung der Mindestangaben anpassen. Es sollte jedoch vermieden werden mit den Zeiten zu experimentieren und diese ständig zu ändern. Das können die Pflanzen nicht gut vertragen und würden mit Wachstumsstörungen (abwerfen von Blättern) oder Stagnation reagieren.

Auch die Wahl der Beleuchtung muss bei Deiner Kaufentscheidung mit in die überlegung einbezogen werden. Bei Komplettsets ist meist eine Abdeckung, mit einer oder zwei Halterungen für Leuchtstoffröhren, je nach Größe, im Angebot enthalten. Entscheidet man sich für ein offenes Aquarium bei dem die Pflanzen aus dem Becken herauswachsen können, wird man kein Komplettset kaufen können. Auch wenn man die Beckenform so gewählt hat, dass keine Abdeckung verfügbar ist. Dann stellt man sich die Technik selbst zusammen. Natürlich hat etwas Besonderes auch seinen Preis. So wird es immer teuerer sein, wenn man alles in Teilen kauft.

Bei einer Abdeckung ist man an die Vorgabe durch die Größe (Länge) und dadurch auch an die Beleuchtungsstärke der Leuchtstofflampen gebunden. Es ist eine gute Investition, sich für die Röhren passende Reflektoren zu kaufen. Die Beleuchtungsstärke bei den Komplettsets ist meist am Minimum ausgerichtet. Für lichthungrige oder auch teilweise rote Pflanzen reicht die Beleuchtung meistens in einem gut bepflanzten Aquarium nicht aus. Entweder muss man dies bei der Auswahl der Pflanzen beachten oder die Beleuchtungsstärke erhöhen. Dies geht am preiswertesten mit Reflektoren. Man kann mit guten Reflektoren eine Steigerung der Beleuchtungsstärke von ca. 100 % erreichen.

Die zurzeit noch gängigen Leuchtstoffröhren in den Abdeckungen sind T8 Röhren. Dies sind Röhren mit einem Durchmesser von 26 mm. Immer stärker im Kommen sind die T5 Leuchten. Diese haben einen Durchmesser von 16 mm. Der Vorteil liegt zum einen in der geringeren Abschattung bei der Verwendung von Reflektoren und zum anderen darin, dass mit kürzerer Bauform im Vergleich zu den T8 Röhren eine höhere Lichtausbeute erreicht wird. Allerdings muss man für T5 Leuchten noch tief in die Tasche greifen.

Bei dem offenen Aquarium erfolgt die Beleuchtung mit einer oder auch mehreren Hängeleuchten, die dann über dem Aquarium befestigt werden.

Hier unterscheidet man zwischen:


HQL-Leuchten:

Sie erreichen beim Einschalten langsam ihre volle Leuchtkraft. ähnlich wie bei einem Sonnenaufgang. Von der Bauart her bilden diese Leuchten eine kegelförmige Ausleuchtung. Der Wirkungsgrad ist schlechter und damit Stromverbrauch ist auch höher als bei Leuchtstoffröhren. Je nach Reflektor besteht auch die Gefahr, dass einiges an Licht nicht ins Aquarium sondern in den Raum gelangt. Die Farbwiedergabe der Fische erreicht nur ein Mittelmaß. übliche Wattagen sind 80 und 125 Watt.


HQI-Leuchten:

Sie haben ihren Weg über die Meerwasseraquaristik langsam auch in den Süßwasserbereich gefunden. Man kann sich die Leuchten von der Ausleuchtung her wie einen Halogenstrahler vorstellen. Durch die stark gebündelte Leuchtkraft sieht man sehr schön die Wasserspiegelungen im Aquarium und erzeugt ein natürliches Schattenspiel. Der Nachteil ist ein hoher Anschaffungspreis, etwa wie bei T5 Leuchten.

Die neueste Entwicklung sind HCI-Lampen, die über die gesamte Lebensdauer eine gleiche Farbtemperatur aufweisen und einen höheren Wirkungsgrad besitzen.


(Kompakt-)Leuchtstoffröhren:

Hier gibt es auch Hängeleuchten. Hier gilt im Prinzip das Gleiche wie bei der Betrachtungsweise der Abdeckung. Der Vorteil ist hier ebenfalls, dass die T8-Lampen im Bereich der Hängeleuchten die preiswerteste Variante mit gleichmäßiger Ausleuchtung ist.


Der Bodengrund dient zur optischen Gestaltung des Aquariums und den Pflanzen als Verankerung. Hier hat man die Wahl zwischen Sand und feinem Kies. Gilt das Interesse Fischen, die am Boden gründeln oder diesen "durchkauen", ist Sand die beste Wahl. Ansonsten ist auch feiner Kies mit 2-3 Millimeter Durchmesser geeignet. Kies gibt es in jedem Aquariengeschäft, auf gefärbten Kies soll möglichst verzichtet werden. Sand kauft man am besten im Baustofffachhandel, und zwar Quarzsand mit möglichst enger Sieblinie, frei von Zusatzstoffen. Keine Sorge wegen diesem hellen Sand, mit der Zeit wird er von alleine dunkler.


Das nun folgende Zubehör ist nicht mehr unbedingt notwendig, aber in bestimmten Situationen recht hilfreich.

Wasseraufbereitung ist dann nötig, wenn Weichwasserfische gepflegt werden sollen, das Leitungswasser aber zu hart ist. Hier gibt es zwei empfehlenswerte Möglichkeiten, Vollentsalzer und Osmoseanlagen.

Zuerst derEntsalzer: Wie der Name sagt, wird das Wasser bei dieser Methode "entsalzt", d.h. es werden die Salze entzogen. Dies geschieht durch so genannte "Tauscherharze". In diesen können bestimmte Ionen eingelagert und auch ausgetauscht werden. (Salze bestehen aus Ionen. jeweils positive = Kationen und negative = Anionen).

Zu den Salzen zählt die Wasserhärte, Nitrat, Phosphat und viele andere Stoffe und Spurenelemente.

Es gibt auch ein so genanntes natürliches Ionenspektrum das in fast allen Binnengewässern der Erde so ähnlich oder gleich ist. Fische und Pflanzen benötigen viele Ionen, wenn auch vielleicht nur in Spuren, um ihren Mineralstoffhaushalt zu regeln. Bei Fischen wird viel mit der Nahrung geliefert, hier treten Mängel sehr selten auf. Aber Pflanzen decken den ganzen Bedarf aus dem Wasser, hier sind Mängel dann nicht selten.

Verwendet man nur Vollentsalztes oder Osmosewasser, werden nahezu keine Mineralien und Spurenelemente angeboten. Man kann nun auf die Idee kommen, das Fehlende mit Dünger auszugleichen, nur wird man nicht alles so anbieten können, wie es benötigt wird. Von der Verwendung von reinem Osmose- oder vollentsalztem Wasser muss daher abgeraten werden, wenn nicht detailliertes Wissen über die Hintergründe besteht.

Bei der Vollentsalzung wird mit 2 Harzen gearbeitet, einem Kationentauscher, der die Kationen durch H+ Ionen austauscht und einem Anionentauscher, der die Anionen durch OH- Ionen ersetzt.

So wird z.B. ein Kalzium-Ion (das ist 2wertig) gegen 2 H+ getauscht. Bei den Anionen läuft das genauso, Nitrat (NO3-) gegen OH-, CO3-- gegen 2 OH-. Also wird z.B. aus Kochsalz (NaCl) das in Wasser gelöst ist (Na+ und Cl-) durch die Tauscher H+ und OH-. Zusammen also H2O, was man als Wasser kennt. Hier wird also der gesamte Salzgehalt reduziert, unabhängig vom Stoff, das Ionenspektrum wird nicht verschoben.

Vollentsalzer müssen mit schwachen Säuren und Laugen regeneriert werden. Die dabei anfallenden Flüssigkeiten können nach der Regenerierung zusammen geschüttet und dann gefahrlos in der Kanalisation entsorgt werden.

Teilentsalzer werden auch Neutraltauscher (z.B. Brita) genannt.

Hier werden die Ionen "nur" gegen Natrium (für die Kationen) oder Chlorid (für die Anionen) getauscht. Dadurch ändert sich der Salzgehalt des Wassers nicht, aber das Ionenspektrum wird sehr kräftig verschoben. Bei einem Härtetest wird nichts mehr oder weniger festgestellt, das Wasser ist scheinbar weich. Aber der Salzgehalt ist weiterhin der Gleiche und wenn vorher die Härte zu hoch war, ist jetzt der Salzgehalt auch noch zu hoch.

Wenn man also das Wasser entsalzen will, dann bitte mit einem Vollentsalzer und nicht mit diesen Neutraltauschern. Den Fischen und Pflanzen tut man damit keinen Gefallen, im Gegenteil. Teilentsalzer werden mit Kochsalz regeneriert, was auch den besten Anhaltspunkt liefert, um was für einen Entsalzer es sich handelt.

Dann gibt es noch Osmoseanlagen. Dabei wird das Wasser unter Druck durch eine feine Membrane gedrückt. Das Prinzip ist wie bei einem Filter, größere Moleküle als Wasser werden zurückgehalten. Diese Membranen sind sehr empfindlich, weshalb immer ein Feinfilter davor geschaltet sein soll. Falls es vorkommen kann, dass das Leitungswasser gechlort ist, muss auch ein Kohlefilter vor die Membrane gesetzt werden. Die ausgefilterten Moleküle werden mit Wasser von der Membrane entfernt. Das erklärt auch, dass eine Osmoseanlage bei der Herstellung einen Liters reinen Wassers (Permeat) etwa 3 Liter konzentriertes Abwasser abwirft. Das heißt, um 1 Liter enthärtetes Wasser herzustellen, werden insgesamt vier Liter Wasser verbraucht.

Jede Osmoseanlage hat einen optimalen Arbeitspunkt. Der Betriebsdruck wird vom Hersteller genannt und sollte eingehalten werden.

Eine CO2-Anlage dient zum Einbringen von CO2 ins Aquarium. Dies ist selten bis nie für die Fische notwendig, sondern wegen den Pflanzen. Eine Erhöhung des CO2-Spiegels erzeugt eine pH Absenkung, siehe Kapitel Chemie. Den CO2-Gehalt darf man nie über 20 mg/L steigen lassen, Fische können damit ihre Schwierigkeiten haben!

Eine Bio-CO2-Anlage erzeugt das Kohlendioxid durch Gärung. Dabei verarbeiten Hefepilze Zuckermoleküle und erzeugen CO2 und Alkohol. Es gibt auch schon Anlagen dieser Art im Handel zu erwerben, aber auch ein Selbstbau ist nicht sonderlich schwer. Die fertig gekauften Anlagen kann man auch selber wieder befüllen.

Bio-CO2 kann nicht geregelt oder gesteuert werden (zumindest nicht so einfach), sondern es hängt im wesentlichen von der Rezeptur und der angesetzten Menge ab, wie viel CO2 produziert wird.

Eine Druckgasanlage besteht aus einer Stahlvorratsflasche, einem Druckminderer, einem Nadelventil, der Schlauchverbindung und einem Gerät zum Einbringen. In der Stahlflasche steht das Gas unter Druck und liegt zu einem Teil in flüssiger Form vor. Solange noch flüssiges Gas enthalten ist, liegt der Druck bei Zimmertemperatur bei etwa 60 Bar. Sinkt dieser Druck ab, ist keine Flüssigkeit mehr in der Flasche und das baldige Ende des CO2 Vorrates kündigt sich an. Der Flaschendruck von etwa 60 Bar kann nicht direkt ins Aquarium geleitet werden, dafür benutzt man einen Druckminderer, mit dem man einen niedrigeren Arbeitsdruck erreicht. Etwa 1-1,5 Bar sollten ausreichen.

Um die zuzugebende Menge exakt dosieren zu können, verwendet man ein Nadelventil. Als Einbringgerät kann man vieles verwenden, einen feinperligen Lindenholzausströmer, eine Schale oder ein Einwaschgerät. Davon gibt es viele verschiedene Modelle am Markt.

Diese Anlagen lassen sich relativ einfach durch die Justierung mit dem Nadelventil regulieren. Da die Pflanzen nachts kein CO2 verbrauchen, muss man nachts auch nicht unbedingt was zugeben. Erreicht wird dies mit einem Magnetventil. Mit einer Zeitschaltuhr können die benötigten Ein- und Ausschaltzeiten eingestellt werden.

Eine weitere Steigerung bedeutet die Regelung der Zugabe mittels eines pH-Reglers. Durch das abhängige Verhältnis von pH, KH und CO2 kann man mittels des pH-Wertes die Menge an CO2 definieren. An einem pH-Regler wird ein gewünschter pH Wert eingestellt und die Zugabe des Gases erfolgt automatisch, wenn der ph-Wert zu hoch wird. Auch schaltet der Regler die Zugabe ab, wenn der gewünschte pH-Wert erreicht ist. So wird die CO2 Menge im Aquarium immer ziemlich konstant gehalten, wenn die KH gleich bleibt, was man immer wieder überprüfen muss.

Ein Nachteil einer Druckgasanlage soll nicht verschwiegen werden. Bei absinkendem Flaschendruck kann es vorkommen, dass der Druckminderer nicht mehr exakt regelt. Der Arbeitsdruck erhöht sich und die zugegebene CO2 Menge steigt rapide an. Ein zu tiefer pH-Wert und eine CO2 Vergiftung der Fische ist leicht möglich. Aber nicht alle Druckminderer zeigen diesen Effekt, eingehende Infobeschaffung ist hier von Vorteil.

Ansonsten kann dieser Nachteil auch durch einen CO2-Regler ausgeglichen werden, bedeutet aber einen großen Kostenpunkt.
 

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 6. Beim Kauf beachten


Jetzt gehst Du nun ins Geschäft und machst Dich an den Kauf des Aquariums. Generell sei erwähnt, dass ein Komplett-Set günstiger ist, als die benötigten Produkte einzeln zu kaufen. Eine günstige und gängige Einsteigergröße ist das 112l Aquarium.

Zuerst sollte man sich Zeit nehmen und überprüfen, ob das Set komplett ist. Das Set sollte aus folgenden Komponenten bestehen:

Das Aquarium, die Abdeckung, der Filter und die Heizung. Wenn nötig, such auch direkt nach einen passenden Unterschrank.

Das Aquarium:

Wichtig ist es, das Aquarium auf mögliche Schäden am Glas oder an den Verklebungen zu überprüfen. Manche Hersteller gewähren auch mehrere Jahre Garantie auf Dichtigkeit des Aquariums. Achte immer darauf, ob ein Stellrahmen oder eine Unterlegmatte dabei ist. Rahmen bzw. Matte benötigt man, um das Aquarium sicher aufstellen zu können! Beides dient dazu, Unebenheiten der Auflagefläche auszugleichen und somit einen Glasbruch zu verhindern!

Die Abdeckung inkl. Beleuchtung:

Die Abdeckung sollte über Futterluken, Beleuchtung und Kabelschlitze verfügen. Es gibt Abdeckungen, bei denen die Beleuchtung durch eine Glasplatte vom Wasser getrennt ist. Diese sind meist billiger, jedoch verursachen die Glasplatten Verluste beim Licht. Bei einer qualitativ hochwertigen Abdeckung sind Röhren und Starter wasserdicht verschraubt. Sinnvoll ist es, sich daher direkt zu informieren, ob bei einem eventuellen Röhren- bzw. Startertausch Dichtungsringe gewechselt werden müssen und wenn ja, wieviel diese kosten.

So gibt es sowohl die "Sonnenpflanzen", die an den Triebspitzen ca. 8000 Lux benötigen, als auch Schattenpflanzen, die mit mit 100 -200 Lux auskommen. Ein wichtiger Faktor bei der Betrachtungsweise ist die Frage, wie weit die Triebspitzen der Pflanzen von der Wasseroberfläche entfernt sind. Je mehr Wassertiefe die Beleuchtung durchdringen muss, desto schwächer ist das Licht, welches noch bei den Triebspitzen ankommt.

Gehen wir hier einmal von einer normalen durchschnittlichen Leuchtstoffröhre mit, sagen wir mal 30 Watt, aus, dann stehen nach

10 cm Wassertiefe ca. 4000 Lux, ca. 9500 Lux mit Reflektor
20 cm Wassertiefe ca. 1900 Lux, ca. 4500 Lux mit Reflektor
30 cm Wassertiefe ca. 1000 Lux, ca. 2600 Lux mit Reflektor
40 cm Wassertiefe ca. 600 Lux, ca. 1670 Lux mit Reflektor
50 cm Wassertiefe ca. 400 Lux, ca. 1100 Lux mit Reflektor

den Pflanzen zur Verfügung.

Beachte, dass es hierbei um die Wassertiefe, also die Tiefe im Wasser vom Licht durchdrungen werden muss und nicht um die Höhenangabe des Aquariums geht.

Man wählt den Standort der lichthungrigen Pflanzen möglichst direkt unter der Lichtquelle und an den Seiten, für den vorderen oder hinteren Bereich dann Pflanzen mit weniger Lichtbedarf aus.

Dies soll nur als Beispiel und Anhaltspunkt dienen. Durch die Vielzahl der unterschiedlichen Beleuchtungs- und Aquarientypen ist es nicht einfach, eine für alle Möglichkeiten passende Aussage zu treffen.

Eine zu schwache Beleuchtung gibt es eigentlich bei fertig zu kaufenden Aquarienleuchten selten. Höchstens, dass man die falsche Pflanzen dementsprechend auswählt und pflegt. Je schwächer die Beleuchtung ist, desto kleiner wird natürlich die Auswahl an dazu passenden Pflanzen. Und, häufig benötigen gerade die schönsten Pflanzen das meiste Licht.

Deshalb ist eine gute Beleuchtung kein Luxus, wenn auch oft einiges teurer.

Bei detaillierten Fragen zum Thema Beleuchtung wendet man sich am besten damit an das Forum. Aquariengröße und gewünschte Pflanzen angeben, dann wird sicher die passende Beleuchtung dazu gefunden.

Die Heizung:

Zur Heizung kann man eigentlich nicht viel sagen, nur bei beheizten Räumen 0,5 Watt pro Liter aufgerundet auf die nächste kaufbare Leistung eines Heizers, bei unbeheizten Räumen 1 Watt, diese Methode verhindert ein überhitzen bei Defekt. Mit dieser Faustformel kann man die benötigte Heizleistung errechnen.

Der Filter:

Generell ist ein Innenfilter weniger aufwendig als ein Außenfilter. Achte beim Kauf darauf, dass der Filter zum Aquarium passt und dass er mit Filtermaterial befüllt ist oder - anderenfalls - werden muss. Welches Material geeignet ist, kann Dir der Fachhändler sagen. Bei weiteren Fragen zum Filter ist das Forum eine gute Anlaufstelle.

Sonstiges:

Nicht vergessen darf man allerlei Zubehör wie beispielsweise Fangnetz, Thermometer, Dünger, Dekoration... usw.

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 7. Aufstellen des Aquariums


Da Du jetzt Dein neues Aquarium endlich zuhause hast, beginnst Du mit dem Aufstellen.

Du hast dazu einen Platz gewählt, der nicht von der Sonne direkt beschienen wird und wo das Aquarium keiner "Blickkonkurrenz" ausgesetzt ist, wie es neben einem Fernseher beispielsweise der Fall wäre.

Außerdem sollte eine Steckdose in Reichweite sein.

Das Aquarium sollte etwa 10 cm von der Wand entfernt stehen damit noch für Schläuche und eine Mehrfachsteckdose Platz ist. Außerdem ist damit sicher gestellt, dass die Wand nicht feucht wird und sollte mal etwas hinter das Aquarium fallen, so kannst Du es leicht wieder hervorholen.

Achtung! Das Aquarium nicht in die Nähe von Lautsprecherboxen (Radio, Fernseher, etc.) stellen, da die Bässe Schwingungen im Aquarium verursachen, die den Fischen nicht gut bekommen!

Jetzt kannst Du das Aquarium in einem dafür vorgesehen Rahmen stellen. Sollte kein Rahmen dabei sein, muss man das Aquarium auch auf eine Thermomatte oder einer mindestens 1 cm dicken Styroporplatte stellen.

Auf gar keinen Fall sollte das Aquarium ohne eine derartige Unterlage aufgestellt werden, denn wenn es mit Wasser befüllt ist, wird es sehr schwer und es kann aufgrund von Unebenheiten durch die Spannung zu Glasbruch kommen.

Jetzt richtest Du das Aquarium aus, es darf nirgends über den Unterschrank heraus ragen und es muss waagerecht stehen, da es sonst zu ungünstigen Masseverteilungen kommen kann.

Jetzt überprüfe nochmals, ob das Aquarium leicht zugänglich ist. Vor allem der Raum über dem Aquarium sollte frei sein.

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 8. Einrichten und Inbetriebnahme des Aquariums


Bevor Du mit der Arbeit beginnst, solltest Du Dich vergewissern, ob das Becken auch wirklich richtig steht und ob die Schaumstoff bzw. Styroporunterlage unter dem gesamten Becken liegt, denn wenn es später mit Wasser gefüllt ist wird es nicht mehr möglich, es noch mal zu verrücken.

Als erstes wird der Bodengrund, der vorher gewaschen oder gespült wurde, ca. 6-8 cm hoch eingefüllt. Hierbei kann man evtl. auch ein leichtes Gefälle, das von vorne nach hinten ansteigt, anlegen.

Danach wird die Technik für das Becken angebracht, allerdings noch nichts in die Steckdose eingesteckt.

Ob Du nun zuerst den Heizstab (hierbei darauf achten ob dieser ganz unter Wasser darf oder nicht) oder zuerst den Innen- oder Außenfilter, je nach dem was man verwendet, installierst, spielt keine Rolle. Es sollte alles soweit vorgerichtet werden, dass zur Inbetriebnahme später nur noch die Netzstecker eingesteckt werden müssen.

Danach setzt man die Einrichtungsgegenstände und Dekoration (kalk- und schwermetallfreie Steine, Wurzeln, Höhlen usw.) ein. Liegen an einer Stelle viele Steine, oder werden sie übereinander geschichtet, empfiehlt es sich, an dieser Stelle eine Styroporplatte unter den Sand zu setzen. Wenn man noch buddelnde Fische im Aquarium hat, muss man die Steine auch direkt auf die Styroporplatte stellen und dann erst den Sand einfüllen.

Die Wasserpflanzen sortiert man sich nun nach Vorder-, Mittel- und Hintergrund vor. Das erleichtert beim späteren Einsetzen die Arbeit und erspart sich dann das Suchen.

Jetzt kommt das Wasser.

Bei der Befüllung ist es wichtig darauf zu achten, dass man den Bodengrund nicht wieder aufwühlt. Entweder legt man einen flachen Teller auf den Boden und achtet darauf, dass der Wassereinlauf auf den Teller geht oder man hält einfach die Handfläche unter. Je nach Aquariengröße und Wassermenge geht die Befüllung am einfachsten mit einem Schlauch. Gartenschläuche eignen sich hier nur bedingt, da diese sehr häufig auch teilweise giftige Weichmacher enthalten, die dann abgeben werden. Wenn Schlauch, dann ist es am sichersten, wenn man sich die benötigte Meterzahl Aquarienschlauch 13/16 kauft. Da passen dann auch die herkömmlichen Anschlussstücke der Gartenschläuche zum Herstellen der erforderlichen Verbindungen. Wenn man dann noch das Rohr mit dem Ansaugkorb an dem Schlauchende, welches zur Befüllung ins Aquarium kommt, befestigt, musst Du Dir ums Aufwirbeln des Bodengrundes keine Sorgen machen.

Je nach Becken reicht hier schon eine Füllhöhe bis zur Hälfte des Beckens, dass die Pflanzen eingesetzt werden können, ohne dass man bis zu den Achseln im Wasser hängt.

Die Wurzeln der Pflanzen musst Du nun von den Wurzelträgern lösen. Hier ist darauf zu achten, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden und sich keine Fremdstoffe mehr an der Wurzel oder der Pflanze mehr befinden.

Setze zuerst einmal die Vorder- und Mittelgrundpflanzen. Dann kann man ggf. bis auf ca. 3/4 weiter auffüllen um nun die Hintergrundpflanzen zu setzen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt sich mal 30 Minuten zu entspannen. Natürlich mit Blick auf das Aquarium. Bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden, kann es mit dem Einrichten weiter gehen. Ansonsten können auch noch ein paar Dekorationsgegenstände oder Pflanzen umgesetzt werden.

Dann wird das Aquarium bis ca. 5 - 10mm unter die obere Querstrebe befüllt. Es wird geprüft ob Heizstab und Innenfilter korrekt sitzen.

Dann kannst Du die Netzstecker einstecken - Heizung und Filter in Betrieb nehmen.

Besonderheit beim Außenfilter:
Der Ansaugkorb wurde nun im Aquarium mit Saugnäpfen befestigt, ein Platz für den Ausströmer ist auch schon gefunden. Falls schon aufgesteckt, zieht man das Ausflussrohr wieder vom Schlauch ab. Nimm das Schlauchende und sauge kurz aber kräftig dort mit dem Mund an. Sofort hört man wie das Wasser in den Filter plätschert. Keine Angst, man bekommt da bei der ersten Inbetriebnahme kein Wasser ab. Natürlich gibt es im Aquarienhandel auch Hilfsmittel dazu. Ob jemand das Geld dafür ausgeben möchte, muss er sich selbst überlegen.

Nachdem es nun plätschert, das Schlauchende wieder, immer noch ohne den Filterauslauf mit den Löchern, ins Aquarienwasser hängen. Dort sieht man nun wie die Luft aus dem Filter nun durch das einlaufende Wasser vertrieben wird. Es steigen Luftblasen aus dem Schlauch.

Kommen keine Luftblasen mehr, dann steckt man den Netzstecker ein. Jetzt den Filter ein paar Minuten so laufen lassen. Es werden weiterhin immer mal wieder Luftblasen aus dem Schlauch aufsteigen. Damit sich im Filter keine Luftblase bildet, solltest Du den so alle 30 Sekunden mal leicht schütteln. Also einfach nur etwas seitlich abkippen und wieder gerade stellen. Zeigen sich dann keine Luftblasen mehr am Schlauch, kann man dann den Wasserauslauf, also das Röhrchen mit den Löchern, wie beschrieben aufstecken. Am besten einfach unter Wasser, allerdings Vorsicht wohin die Löcher zeigen, oder den Filter kurz ausschalten bis Du das Rohr aufgesteckt hast. Dann prüft man noch, dass die Ausrichtung, diagonal, stimmt. Dass auch in den nächsten Tagen immer wieder noch eine Luftblase kommt ist ganz normal. Auch hier sollte man den Filter ab und an mal wie beschrieben leicht schütteln.

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 9. Die ersten ca. 4-6 Wochen nach Inbetriebnahme


Nachdem das Becken eingerichtet wurde, wird es so gehandhabt, als ob auch schon Fische eingesetzt worden wären. Das bedeutet, Heizung, Beleuchtung und Filter sind in Betrieb. Auch von einem Flockenfutter sollte man alle 2 Tage so 2 - 3 Flocken in das Becken geben damit die Bakterien auch was zu futtern haben und wachsen können. Auch ist es sinnvoll, bereits in dieser Zeit wöchentlich einen Wasserwechsel von ca. 30 % durchzuführen.

In Bezug auf Nitrit und andere Schadstoffe ist folgendes wichtig: Es muss sich die Bakterienkultur aufbauen um Schadstoffe im Becken abzubauen. Bis das soweit ist, steigt die No2-Konzentration an. Nach durchschnittlich 3 Wochen (unter Umständen auch später) ist sie am höchsten Punkt angelangt. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die nun vorhandenen Bakterien mit der Arbeit und sorgen für ein langsames Absinken des Nitritwertes. Man spricht hier vom so genannten "Nitrit-Peak - dieser ist unbedingt abzuwarten - da Nitrit, wie bereits angesprochen, in einer Konzentration ab 0,2 mg/l gefährlich für die Fische werden kann.
Nitrifikation
Dem Aufbau des Bakterienstammes schadet der oben angesprochene Wasserwechsel nicht. Die Mikroorganismen sind überwiegend im Filter, an Pflanzen, den Scheiben und im Kiesboden zu finden.

Ist der No2-Wert wieder abgesunken, ist man auf der sicheren Seite, wenn man noch mal eine Woche unter Kontrolle des Nitritwertes abwartet, bevor man an den Erstbesatz denkt.
Hat man sich dazu entschlossen, ein paar algenfressende Welse zu pflegen, kann man diese jetzt als erstes vorsichtig einsetzen.

Zu beachten, gerade bei Algenfressern wäre hier noch:
Welse werden gerne als "Scheibenputzer" und "Müllschlucker" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Diskriminierung dieser wirklich interessanten Beckenbewohner, eine Haltung nur zu diesem Zweck hat ausgehungerte, scheue und anfällige Fische zur Folge. Zu ihren nützlichen Eigenschaften, eben die Ernährung von Algen, haben auch diese Fische ihre Bedürfnisse und benötigen eine abwechselungsreiche Ernährung.

Mit einem Abstand von mindestens 8 Tagen kann nach und nach der Besatz, jeweils immer mit wenigen Fischen, eingesetzt werden.

Nun kann man davon ausgehen, dass die für das Aquarium wichtigen Mikroorganismen ihren Dienst versehen.


Was passiert in der Zeit des Einfahrens?

Erstmal wird das Becken sehr trüb sein. Diese Trübung verschwindet mit der Zeit. Es kann sich auch ein weißer Film an den Scheiben bilden, hier handelt es sich um Bakterienkulturen. An der Oberfläche bildet sich gerne ein Film, die so genannte Kahmhaut, die je nach Strömung stärker oder schwächer ausfallen kann. Diese verschwindet beim Wasserwechsel mit der Zeit, auch hier handelt es sich um nützliche Mikroorganismen.

Im Handel gibt es auch so genannte "Biostarter". Diese sollen nach Angaben der diversen Hersteller die Zeit bis zum Nitrit-Peak beschleunigen bzw. dafür sorgen, dass der Peak nicht so stark ausfällt. Besser ist es auf jeden Fall, das Becken natürlich einzufahren.

Die Biostarter bestehen aus Mikroorganismen, die sich im Becken schnell vermehren. Sie haben sicher ihre Berechtigung, in der Praxis hat sich aber erwiesen, dass das natürliche Einfahren über längere Zeit mit Abwarten des Nitrit-Peaks auch für die spätere Stabilität von Vorteil ist.

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 10. Endlich Fische


Endlich ist die Zeit des Wartens vorbei, das Becken ist eingefahren und Du kannst Deine ersten Fische kaufen. Jedoch sollte man nie alle geplanten Fische auf einmal holen, denn dann kann es zu einem erneuten Anstieg des Nitritwertes kommen.

Sinnvoll ist es, die Einlaufphase zu nutzen und sich schon mal umzusehen, wo man seine Wunschfische kaufen wird. Man sollte sich die Becken und die Fische in Ruhe anschauen, am günstigsten ist das gleich morgens zur Geschäftseröffnung, denn dann sieht man das wahre "Gesicht" der Becken. Schwimmen beispielsweise tote Fische im Händlerbecken, so spricht das nicht gerade für den Laden. In dieser Recherchezeit kann man das Geschäft ruhig mehrmals besuchen und auch auf das Verhalten der Fische achten, z. B. ist ein Flossenklemmen oder weiße Punkte auf den Fischen kein gutes Zeichen. Durch sorgsames Beobachten der Tiere und eine umfassende Beurteilung des Ladens - Sauberkeit, Richtigkeit und Ausführlichkeit der Beratung - kann man sich durchaus einigen ärger ersparen, wenn man bemerkt, dass die Tiere sich in keinem guten Zustand befinden. Es ist auch sinnvoll, den Verkäufer ein bisschen in die Mangel zu nehmen um zu erfahren, ob er "nur verkaufen" will oder ob ihm fundierte Beratung und somit das Wohl der Fische am Herzen liegen. Ruhig ein paar Fragen stellen und im Zweifelsfall die Antworten hier im Forum von erfahrenen Aquarianern durchleuchten lassen! Informationen im Vorfeld zu sammeln ist auf alle Fälle besser, als sich Fische in einem geschwächten Zustand ins Becken zu holen und möglicherweise gleich Krankheiten einzuschleppen oder nach wenigen Stunden tote Fische zu haben.

Wenn man die Fische gekauft hat und sie sich im Transportbeutel befinden, sollte man darauf achten, dass dieser zudem in Zeitungspapier eingepackt wird. Das schützt vor Kälte und bedeutet auch weniger Umzugsstress für die Fische. Je dunkler es während des Transports ist, desto weniger Stress haben die Fische.

Gehe mit den gekauften Fischen nun direkt nach Hause, da der Transport für die Tiere nicht gerade angenehm oder gar komfortabel ist.

Zuhause angekommen ist es an der Zeit, die Fische vorsichtig umzusetzen.

Das geht am besten und einfachsten mit einem viereckigen Gefäß. Wenn kein solches übergangsbehältnis vorhanden ist, kannst Du Dir auch mit einem Eimer behelfen. Hier ist zu beachten, dass dieses Gefäß nur für das Aquarium benutzt wird und keinesfalls mit Putzmitteln oder anderen Chemikalien in Berührung kommt. Vorsichtig werden die Fische nun zusammen mit dem Transportwasser aus der Tüte hier eingesetzt. Nach und nach füllt man immer wieder geringe Mengen Aquarienwasser mit ein. Dieser Prozess sollte sich über gut zwei Stunden hinziehen.

Jetzt kommt der letzte Schritt: Mit Vorsicht und Geduld macht man sich nun daran, die Fische mit einem Kescher aus dem übergangszuhause herauszuholen. Wenn man einen Fisch im Kescher hat, sollte man ihn zügig, jedoch nicht mit hektischen und unruhigen Bewegungen ins Aquarium umsetzen.

Achtung: Fischen mit Hartflossen, beispielsweise Antennenwelsmännchen, können sich im normalen Kescher verhaken. Hier ist es am besten, wenn man das Netz einfach umstülpt und in das Aquarium hängt oder stellt. Der Fisch befreit sich von alleine, wenn der Umsetzstress nachlässt und er seine Flossen entspannt. Ein Futternetz, welches eine viel feinere Netzstruktur hat und nicht so anschmiegsam ist, wäre auch eine Möglichkeit für solche Fische. Das gilt auch für die Otocinclus, sie haben kleine "Stacheln" am Mund. Wenn sie sich damit im Netz verhaken, würden diese beim Einsetzen herausgerissen, der Fisch könnte dann nicht mehr richtig fressen und deswegen langsam verhungern. Hier wäre ein Umsetzen mit einem Glas statt Kescher empfehlenswert.

Beim Umsetzen ist darauf zu achten, dass nichts vom Transportwasser, also Wasser aus dem übergangsgefäß, mit ins Aquarium gelangt. Dies birgt eine unnötige Infektionsgefahr. Wer ganz sicher gehen will, sich mit den neuen Fischen keine Infektion mit in das Aquarium einzuschleppen, muss den Fisch mindestens drei Wochen in ein Quarantänebecken setzen und erst danach in sein Bestimmungsaquarium einsetzen.

Das Umsetzwasser kann man jedoch auch gut zum Gießen der Blumen verwenden.

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 11. Fütterung


Das Füttern seiner Zierfische ist für fast jeden Aquarianer einer der schönsten Pflegemaßnahmen am Aquarium. Um zu fressen kommen nämlich auch sehr scheue Fische ins Blickfeld und ihre Verhaltensweisen lassen sich studieren.

Die Ansprüche der Fische an das Futter sind sehr verschieden. Heutzutage gibt es ein fast unüberschaubares Angebot an den verschiedensten Futtermitteln im Fachhandel.

Man sollte seine Fische möglichst zwei-, dreimal am Tag in kleine Portionen füttern. Man sollte lieber eher weniger füttern, weil das Aquarienneulinge meist zuviel des Guten tun. Das angebotene Futter sollten die Fische innerhalb weniger Minuten aufgefressen haben.

Am besten kauft man Qualitätsfutter. Dieses ist zwar teurer als wenn man sich einen Sack voll Futter im Baumarkt holt, aber es sind viel mehr wichtige Vitamine enthalten. Es ist auch sinnvoller, eher kleinere Dosen zu kaufen, da das Futter bei zu langer Lagerung der angebrochenen Packung auch Vitamine verliert.

Füttern sollte man auch möglichst abwechslungsreich. Ruhig mal ein neues Futter ausprobieren oder die Fische einmal mit ein paar Leckerbissen wie gefriergetrocknetes Futter verwöhnen. Wenn sich keine Jungfische im Aquarium befinden, dann spricht auch nichts gegen einen Fastentag in der Woche.

Hier die Vorstellung einiger Futterarten und einige Tipps zum Füttern. Spezialfutter für einige Fischsorten (z. B. Diskus) soll bei der Betrachtung einmal ausgeschlossen werden.

Der Handel bietet ein mehr als reichhaltiges Sortiment verschiedener Futtersorten der verschiedensten Hersteller. Das Angebot reicht von Futter für die obere, mittlere und untere Wasserschicht. Dies unterscheidet sich meist in der Form und in der Sinkgeschwindigkeit.

Teilt man das Futter einmal grob in Gruppen ein gibt es:

Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter und Salat & Gemüse


Lebendfutter:

Das sind lebende Tiere wie beispielsweise Artemia, Mückenlarven oder Tubifex. Dies ist ein zusätzlicher Leckerbissen für die Fische. Man kann auch die Larven aus einem Tümpel oder einer Regentonne fangen. Oder aber auch selbst züchten.


Frostfutter:
 
An Frostfutter gibt es eine ganze Menge:
Artemia, Bachflohkrebse, Bosmiden (Wasserflöhe), Cyclops (Ruderfußkrebse), Fischfleisch, Krill, Muschelfleisch, Mysis (Schwebegarnelen), Plankton, Mückenlarven oder Tubifex (Bachröhrenwürmer). Darüber hinaus gibt es noch die verschiedensten Kombinationen. Gefriergetrocknetes Futter ist eine wertvolle Ergänzung für alle fleischfressenden Fische. Man sollte im Forum fragen, welche Art von Frostfutter für seine Fische am besten geeignet ist. Bei Frostfutter gilt fast das Gleiche wie beim Lebendfutter: Man sollte es nicht als Grundnahrung nehmen, wenn man sich über die damit verbundenen Gefahren bei nicht sorgfältiger Anwendung im Klaren ist. Man kann es aber schon zweimal pro Woche füttern.

Das Frostfutter hat drei Vorteile gegenüber dem Lebendfutter:

Es hält sich zum einen länger, macht keine weitere Arbeit, weil es ja gefroren ist, zum anderen sind die Tiere abgetötet, d.h. sie können sich im Aquarium nicht mehr vermehren. Letzteres kann aber auch in gewisser Hinsicht als Nachteil angesehen werden. Die Tiere stärken durch das Jagen des Lebedfutters ihre Reaktionen und ihren Jaginstinkt. Dies wird ihnen beim Füttern mit Frostfutter vorenthalten.


Trockenfutter:
Hier muss man zwischen Flocken-, Granulatfutter, Tabletten und Sticks unterscheiden.


Flockenfutter:

Das ist wohl das meistverbreitete Futter für Zierfische. Es sollte als Grundnahrung gereicht werden. Es ist auch besser öfters täglich in kleineren Portionen füttern als einmal am Tag alles. Vor allem sollte man darauf achten nicht zuviel zu füttern. Ungefähr soviel wie die Fische in 2 - 3 Minuten fressen (bei Cichliden in ca. 1 Minute). Dieses Futter ist vor allem für Fische gedacht, die ihr Futter von der Oberfläche fressen. Aber keine Bange, auch die Fische aus den mittleren und unteren Wasserregionen kommen entweder nach oben um sich zu bedienen oder warten bis ein paar Flocken absinken.


Granulatfutter:

Dieses Futter ist für Fische aller Wasserschichten, einschließlich Welse. Es sinkt schnell zu Boden. Deshalb sollte man insbesondere hier sparsam füttern. Was im Bodengrund verbleibt, belastet das Wasser!


Tabletten:

Das ist vor allem Welsfutter. Futtertabletten sinken schnell zu Boden, bleiben dort liegen und zerfallen langsam. So können gründelnde und am Boden lebende Fische sie perfekt fressen. Dann sollte man die Tabletten abends (d. h. wenn das Licht im Aquarium aus ist oder kurz bevor es ausgeht) füttern, da die meisten Welse nachtaktiv sind. Es gibt aber auch Hafttabletten, diese sind glatt und man kann sie an die Scheibe heften, um den Fischen beim Fressen zuzusehen.


Sticks:

Das ist für größere Fische und Cichliden bzw. Buntbarsche gedacht. Das Futter ist genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. Die Sticks zerfallen nicht von alleine und schwimmen somit auch stundenlang im Wasser ohne es zu trüben.


Salat und Gemüse:
 
Als Beikost sind diverse Salat- und Gemüsesorten besonders für bodenorientierte Fische/Garnelen auch zu empfehlen. Man sollte aber unbedingt nach 12 Stunden die Reste entfernen, sonst wird das Wasser zu sehr belastet. Sollte sich das Wasser trüben, entfernt dieses Futter sofort wieder.

überbrühter grüner Salat
Möhren, gekocht (bitte ohne Salz)
Paprika
Kartoffeln
Tiefgekühlte Erbsen
Tiefgekühlter Spinat
Kohlrabi (gekocht)
Gurken
Zucchini

Mit einem Stein beschwert, bleibt es auch am Boden liegen.
Wenn das Gemüse möglicherweise mit Pflanzenschutzmitteln zur Schädlingsbekämpfung behandelt wurde, schält es bitte ab. Zu hartes Gemüse kann durch ein kurzzeitiges Erhitzen, z.B. in der Mikrowelle, weicher gemacht werden.

Meistens wird dieses Futter ganz schnell weg sein, länger als 12 Stunden sollte man es aber nicht im Aquarium belassen sollte es verschmäht werden. Auch muss man hier die besonderen Vorlieben seiner Fische selbst rausfinden.

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 12. Pflegearbeiten


Ein Aquarium ist interessant, macht viel Freude und auch Arbeit... Für einen begeisterten Aquarianer ist diese Arbeit allerdings keine Arbeit im klassischen Sinn und gehört ganz normal zum Hobby.

Die nicht so beliebte Arbeit, das Waschen des Kies, ist ja bereits vor der Einrichtung erfolgt.

Zu den täglichen Pflegearbeiten gehört neben dem überprüfen der Temperatur und der Funktionstüchtigkeit auch der technischen Geräte auch die Kontrolle des Filterdurchflusses. Das alles lässt sich mit wenigen aufmerksamen Blicken erledigen.

Weitere regelmäßige Pflegearbeiten sind von Anfang an die regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte mittels Testtröpfchen. Die Tropfen sind genauer als Messstäbchen und daher vorzuziehen.

Eine weitere Routine ist der wöchentliche Teilwasserwechsel. Hier saugt man etwa 1/3 des Aquarienwassers mit einem Schlauch aus dem Becken. Ein Auge sollte man dabei auf die Fische haben, denn immer mal wieder kann es passieren, dass kleinere Fische mit eingesogen werden.

Ein gewisses Geschick bekommt man schon beim wöchentlichen Teilwasserwechsel während des Einfahrens.

Das abgelassene Wasser wird mit frischem temperierten Wasser aufgefüllt. Wer sein Leitungswasser direkt verwendet und in einem Altbau mit Kupferleitungen wohnt, sollte das Wasser vorher eine Weile in den Ausguss laufen lassen, damit kein Kupfer in das Becken gelangt.

Ist wieder frisches Wasser im Becken kann man - sofern nötig - einen Pflanzendünger dazugeben. Wasseraufbereiter sind eigentlich nicht nötig, da wir selten stark verchlortes Leitungswasser haben. Es schadet jedoch nie, auf dem neuesten Stand der Wasserwerte aus der Leitung zu sein, Rückfragen richtet man an den Wasserversorger.

Zu den wöchentlichen Pflegearbeiten gehört auch das Reinigen der vorderen Scheibe, ggf. auch der Seitenscheiben. Hierzu kann man einen Algenmagnet oder einen Aquarienschwamm verwenden. Auch gut eignen sich eine Plastikspachtel oder einfach normale Filterwatte. Die Algen an der hinteren Scheibe werden nicht entfernt, diese bilden eine Grundlage für die Mikroorganismen und zusätzliche Nahrungsquelle für algenfressende Fische.

Die im Handel angebotenen Mulmsauger sind eigentlich unnötig. Sollte im vorderen Bereich zu viel Mulm liegen und das Becken unansehnlich werden, kann dieser beim Wasserwechsel mit dem Schlauch vorsichtig entfernt werden. Jedoch ist dabei zu bedenken, dass Mulm wichtig für die Erhaltung des Mikroorganismenstamms und somit für die Balance des biologischen Gleichgewichts ist. Weniger saugen ist oftmals mehr.

Zu den wöchentlichen Pflegearbeiten gehört die Pflanzenpflege. Abgestorbene Blätter entfernen, üppig wuchernde Pflanzen ausdünnen, sich gelöste Wurzeln wieder einpflanzen. Sind gerade in der Anfangszeit Blätter stark veralgt, so kann man diese auch entfernen.

Der Filter sollte nur gereinigt werden wenn er kaum noch Durchfluss hat. Dazu drückt man den Schwamm in abgelassenen Aquarienwasser leicht aus. Keinesfalls darf man Filtermaterialien auskochen oder mit heißen Wasser auswaschen. Im Filter und den Filtermaterialien sind wichtige Bakterien die nicht zerstört werden sollen.

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 13. Kleine Fischkunde


Fische sind wechselwarme Wirbeltiere, d.h. sie können keine eigene Körperwärme entwickeln sondern müssen ihre Körpertemperatur der Umgebungstemperatur anpassen, daher ist das vorsichtige Umsetzen und das Anpassen an das Aquarienwasser von elementarer Bedeutung. Das heißt aber nicht im Umkehrschluss, dass jeder Fisch mit jeder Temperatur zurechtkommt, es gibt je nach Tier eine bestimmte optimale Temperaturspanne.

Die Flossen werden von Skelettstrahlen gestützt durch Muskelzellen bewegt. Rücken-, After- und Schwanzflosse dienen der Vorwärtsbewegung, Brust- und Bauchflossen werden zum Steuern und Bremsen sowie zur Regulierung des Gleichgewichts benutzt.

Drüsen bauen kontinuierlich eine Schleimschicht zum Schutz der Schuppen vor externen Einflüssen auf. Ist diese Schleimschicht geschwächt oder beschädigt, so können Krankheitserreger angreifen. Aus diesem Grund sind optimale Lebensbedingungen (Wasserwerte, Temperatur, Einrichtung) wichtig. Einige Fische, z.B. Welse, sind schuppenlos. Dieses ist besonders bei einer unumgänglichen Medikamentenbehandlung zu beachten.

Das Seitenlinienorgan ist, wie der Name schon sagt, eine seitlich durchgezogene Linie. Sie ist bei jeder Fischart etwas anders angelegt. Dieses Seitenlinienorgan ist ein Sinnesorgan, mit dem der Fisch über die Wasserbewegungen Hindernisse erkennt (Ferntastorgan). Klopfen an die Aquarienscheibe ist durch diese Seitenlinie für den Fisch besonders unangenehm, ebenso wie unvorsichtiges Abheben oder Aufsetzen der Abdeckung.

Das Skelett des Fisches hat nicht so eine Stützfunktion wie bei an Land lebenden Wirbeltieren, da der Fisch vom Wasser getragen wird. Die Knochen/Wirbel haben - wie bei anderen Wirbeltieren - Muskelansätze.

Die Schwimmblase ist bei am Boden lebenden Fischen, wie Welsen, kaum ausgebildet. Die Schwimmblase dient dem Druckausgleich bei unterschiedlichen Wassertiefen. Diese Schwimmblase kann sich bei Haltung in zu kalten Wasser entzünden.

Die Kiemen sind empfindliche, stark durchblutete Hautlamellen die ständig von Wasser durchströmt und der Sauerstoffversorgung dienen. An der Bewegung der Kiemendeckel kann man die Atemgeschwindigkeit erkennen. Die Kiemen sind für den Fisch zugleich Ausscheidungsorgane für Ammonium und werden sehr leicht beschädigt, z.B. durch zu hohen Nitritwert oder zu saures Wasser. Dadurch wird die äußere Schicht, das Kiemenephitel, beschädigt und die Atmung kann nicht mehr ohne Schwierigkeiten ablaufen.

Der Fisch reguliert seine Atmung nicht wie wir Menschen über den CO2 Gehalt des Blutes, sondern über den Sauerstoffgehalt. Eine erhöhte Atemfrequenz zeigt also sofort an, dass der Fisch weniger Sauerstoff erhält. Allerdings liegt hier auch eine Gefahr, bei einem zu hohen CO2 Gehalt im Wasser kann der Fisch sein körpereigenes CO2 nicht mehr gut genug abgeben. Ist der Sauerstoffgehalt im Wasser ausreichend hoch, atmet der Fisch aber ruhig weiter und vergiftet sich dadurch langsam selber mit CO2. Deshalb die vorher bereits genannte Grenze von 20 mg/L CO2 im Aquarium.

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 14. Kleine Pflanzenkunde


Pflanzen im Aquarium sind keine reinen Dekorationsmittel. Sie dienen auch:

  • zur Sauerstoffgewinnung (tagsüber wird Co2 aufgenommen und O2 abgegeben, nur nachts während der Photosynthese wird auch von den Pflanzen 02 verbraucht),
  • zum Abbau von Nitrat,
  • als Versteckmöglichkeit für die Fische – insbesondere zum Schutz für Jungfische.

Natürlich sollte man Pflanzen auch nach dem eigenen Geschmack auswählen, weitere wichtige Faktoren sind hier die Wasserwerte, die man den Pflanzen bieten kann (Licht, Temperatur, Wasserhärte).

Hier habe ich für euch eine extra und ausführliche Pflanzenliste mit schnellwüchsigen Pflanzen erstellt (neues Browserfendert wird geöffnet)

Ein kleiner Auszug:

Hornkraut, Ceratophyllaceae
 
sehr schnellwachsende Schwimmpflanze, kann an Wurzeln etc. befestigt werden oder einfach auf der Oberfläche schwimmen lassen.
Diese Pflanze baut durch ihr Wachstum von mind. 6 cm pro Woche hervorragend Nitrat ab, und bietet Versteckmöglichkeit für Jungfische.




Argentinische Wasserpest / Krause Wasserpest, Lagorasiphon Major
 
schnellwachsende dekorative Stängelpflanze, Nitratabbau.




Brasilianischer Wassernabel

Wächst bis an die Wasseroberfläche und bildet eine dekorative "Abdunklung" als Versteck und Unterschlupf, schnellwachsend bis zu 6 cm/pro Woche. Bildet Luftwurzeln, besonders gut für den Abbau von Nitrat und anderen Schadstoffen.




Kleiner Froschbiss, Hydrocharitaceae
Kleine Wasserlinse, Lemna minor

Schnellwachsende Schwimmpflanze. Muss regelmäßig abgefischt werden. Zieht sehr gut Schadstoffe aus dem Wasser und ist ein gern akzeptierter Unterschlupf. Die Wasserlinse ist zusätzlich ein guter Eisenindikator. Wird sie gelb sollte man den Eisengehalt messen und ggf. düngen.





Indischer Wasserfreund, Hygrophila polysperma
Indischer Wasserwedel, Hygrophila difformis

Als schnellwachsende Hintergrundbepflanzung zu empfehlen, zeichnet sich aus durch Nitratabbau und bietet Versteckmöglichkeiten.





Wasserhaarnixenarten, Carbomba aquatica

Diese Pflanzen werden durch ihre feinen Blätter gerne von vielen Fischen (Lebendgebärende) nach Algen abgezupft, Labyrinthfische nehmen die Blätter zum Schaumnestbau. Auch hier handelt es sich um schnellwachsende Stängelpflanzen.




Wenn man Welse, wie z. B. den Ancistrus (Antennenwels) pflegt, sollte man außer Wurzel und Höhle auch etwas Großblättriges wie Amazonasschwertpflanzen im Becken haben.




Dieses ist natürlich nur eine kleine Auswahl von "nützlichen" Pflanzen, je nach Geschmack kann natürlich alles mögliche dazugesetzt werden.
Von, meist sehr teuren, Anubiaarten ist im neu eingerichteten Becken abzuraten. Die Anubia wächst sehr langsam, im neuen Becken entstehen meistens Algen. Die Anubia wäre dann das erste "Opfer", welches durch das langsame Wachstum total veralgen würde und unansehnlich wird. Geschickter ist es, Anubias erst dazuzukaufen, wenn das Becken stabil läuft ( nach ca. 6-9 Monaten).




Valisnerie

Dies ist eine der bekanntesten Aquarienpflanzen. Die Vermehrung erfolgt durch neue Pflanzen, die sich neben der Pflanze festwurzeln.
Vorwiegend hochwachsend eignet sie sich besonders für die Hintergrundbepflanzung. Sie bietet Versteckmöglichkeiten und wird gerne, je nach Blattbreite, von Welsen nach Algen abgesucht, bietet eine gute Ansiedlungsfläche für Mikroorganismen.

Es gibt kleinere Arten ( 20 cm ), wie die Schraubenvalisnerie, diese ist mehr für die Mitte des Beckens geeignet



Einsetzen der Pflanzen

Vor dem Einsetzen der Pflanzen sollte der Transportbeutel geschlossen einige Zeit im Raum liegen bleiben - 30 Minuten in etwa - um temperiert zu werden.

Jetzt kann man den Transportbeutel öffnen und die Pflanzen vollständig von dem kleinen Topf, Steine, Steinwolle etc. befreien. Bei Stängelpflanzen evtl. abgestorbene, dunkle Stängelteile mit einer kleinen Schere abknipsen. Man kann die vorhandenen Wurzeln auf 2,5 - 3 cm kürzen, das regt das Wachstum an.

Vor dem Einpflanzen sollte man sich in etwa überlegt haben, wie die Pflanzen angeordnet werden sollen. Die Pflanzen, Wurzel oder Stängel, richtig tief in den Kies eindrücken und dann wieder noch oben bis zum Wurzelstock nach oben ziehen.
Dadurch haben die Wurzeln schon gleich die richtige Richtung und müssen keine Kraft aufwenden um sich den Weg nach unten erst zu bahnen.

Nun brauchen die Pflanzen erst einmal Ruhe um sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen und anzuwachsen.

Einzelne Blattverluste sind in dieser Zeit nicht ungewöhnlich.

Oftmals werden die Pflanzen in den Gärtnereien außerhalb des Wassers gezüchtet und müssen sich erst an das " Leben unter Wasser " gewöhnen, in jedem Fall haben sie in unseren heimischen Becken andere Nährstoffkonzentrationen, Wasserwerte und Lichtverhältnisse. Der Blattverlust gehört also zum normalen Prozess der Eingewöhnung.

Eine weitere Pflanze, die hervorragend Nitrat abbaut ist eine Zimmerpflanze, die Efeutute.
Die Efeutute wird in eine öffnung, z.B. Kabelöffnung, in das Becken gehängt, so dass sich die Luftwurzeln im Wasser befinden. Mit der Zeit bildet sich ein richtiges Wurzelgeflecht und die Pflanze am Becken ist eine schöne Dekoration. Durch die Wurzeln im Wasser wird Nitrat aus dem Aquarienwasser gezogen.

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 15. Algen

Algen (Phycophyta)


Gerade beim Einstieg in die Aquaristik begegnen sie einem gerne: die Algen. Und in vielen Fällen bringen sie einen schier zur Verzweiflung. Nicht wenige werdende Aquarianer haben wegen Algen mit dem Gedanken gespielt, ihr eben neu entdecktes Hobby wieder an den Nagel zu hängen.

Das muss aber nicht sein. Die meisten Algen lassen sich mit den entsprechenden Tipps und Tricks richtig angewendet gut in den Griff bekommen. Dazu muss man sich allerdings mit den Algen auseinandersetzen und gezielt vorgehen.

Eins vorweg: Algen gehören im Aquarium dazu. Allerdings mit Maß und Ziel. Wenn im Becken die Algen anfangen überhand zu nehmen, ist der Zeitpunkt, einzugreifen.

Weshalb wachsen Algen im Aquarium?

Weil sie dort ihre Lebensbedürfnisse gut erfüllen können. Algen benötigen wie auch Pflanzen im Aquarium Licht, Nährstoffe und Wärme. Wenn diese Bedingungen gegeben sind und die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Algenarten erfüllt sind, fangen Algen an, sich auszubreiten.

Bis auf eine Ausnahme (Blaualgen) sind alle Algen eigentlich einfache Pflanzen. Algen haben dieselben Ansprüche um zu wachsen, deshalb konkurrieren sie mit höheren Pflanzen darum. Die gleichen Ansprüche sind Licht und Nährstoffe, wie Nitrat, Phosphat, Magnesium, Kalzium, Kalium und jede Menge Spurenelemente, wie z.B. Eisen.
Deshalb sind Pflanzen auch der Algenfeind Nummer eins.

Der erste Schritt, mit dem man eine Algenplage abwendet, ist die Diagnostizierung der Algenart. Je nachdem, welche Algen man beherbergt, geht man dann gezielt gegen sie vor.


Blaualgen (Cyanophyta)

Schmieralgen zählen zu den Blaualgen. Binnen kürzester Zeit fängt diese Algenart an, sich in Form eines blau-grauen Teppichs im Aquarium auszubreiten. Diese Algenart ist auch an dem schlechten Geruch zu erkennen, der vom glitschigen Algenteppich ausgeht. In vielen Fällen steigen auch die Phosphatwerte an.


Grünalgen (Chlorophyta)

Diese hartnäckigen Algen sind beispielsweise Fadenalgen, Pelzalgen und Büschelalgen. Der Namen Grünalge beruht auf der satten Grünfärbung.

Fadenalgen bilden lange und ziemlich dicke grüne Fäden im Becken. Wenn man sie anfasst, stellt man fest, dass sie sich rau anfühlen.

Die Pelzalge zeigt sich in Form eines dichten, pelzigen Belages auf den Blättern der Pflanzen im Becken.

Wenn sattgrüne Algen büschelweise auftreten, handelt es sich um Büschelalgen.

Eine weitere Form der Grünalgen ist die Wasserblüte. Hierbei wird innerhalb von kurzer Zeit aus einem Aquarium mit klarem Wasser eine grün gefärbte Brühe.

Der biologische Kniff der Grünalgen ist es, dass sie genau die gleichen Anforderungen an ihren Lebensraum stellen wie die meisten Pflanzen. Sie gedeihen in einem Temperaturspektrum zwischen 22 und 28 ° Celsius und wollen einen gemäßigten Nitratwert von nicht mehr als 30 mg/l und eine gesunde Nährstoffversorgung.


Braunalgen (Phaephyta)

Immer wieder werden Kieselalgen fälschlicherweise als Braunalgen bezeichnet. Braunalgen finden in Aquarien keine geeigneten Lebensbedingungen.

Kieselalgen (Bacillariophyta)

Brauner Belag auf Steinen und Scheiben weisen auf Kieselalgenbefall hin. Die Oberfläche der Algen fühlt sich etwas rau an. Dieser Belag lässt sich leicht von den befallenen Stellen ablösen.

Da Kieselalgen Einzeller sind, sind sie sehr, sehr klein. Erkennen kann man sie erst, wenn sie bereits ordentlich gesiedelt haben.

Eine wesentliche Grundlage für Kieselalgen sind Silikate. Diese sind für Kieselalgen lebensnotwendig.


Rotalgen (Rhodophyta)

Die bekanntesten Rotalgen sind Bartalgen und Pinselalgen. Im Aquarium sind diese allerdings nicht sattgrün sondern grau-schwarz bis grau-grün gefärbt. Eindeutig zu erkennen sind sie daran, dass Rotalgen sich kräftig rot färben, wenn sie in Alkohol bzw. Spiritus eingelegt werden.

Rotalgen findet man vorwiegend an Blatträndern in Form von Büscheln, "Pinseln" und "Bärten". Ihre Bezeichnung hängt von der Form, in der sie auftreten, ab. Bartalgen haben auch längere Fäden, die jedoch nicht sattgrün und auch dünner sind als die der Fadenalgen.

Ein besonderes Merkmal, das vielen Aquarianern bei Rotalgen auffällt, ist die Hartnäckigkeit. Sie beginnen, sich auf den Pflanzen auszubreiten und verzehren das vorhandene CO2. Dadurch haben die Pflanzen weniger Nährstoffe und auch zunehmend weniger Licht. Bei Rotalgenbefall ist immer sofortiger Handlungsbedarf. Aquarienbewohner verschmähen Rotalgen in den meisten Fällen. Daher haben sie bei der Ausbreitung ein besonders leichtes Spiel.


Algizide (Algenvernichter aus dem Fachhandel) sind eine Symptombekämpfung und kein Beheben der Ursachen. In der Regel stellt sich kurzfristig ein Erfolg ein, jedoch dauert es normalerweise nicht allzu lange, bis die Algen wiederkommen. Es ist also am effektivsten, wenn man die Algenproblematik sozusagen an der Wurzel packt und den Algen im Becken die Grundlage für ein überhandnehmen nimmt.

Durch den Besatz mit Algenfressern kann man unterstützend mithelfen. Aber auch hier sollte man bedenken, dass nicht alle Algen gefressen werden (z.B. werden Rotalgen oft verschmäht) und das meistens nur die jungen Triebe gefressen werden alte und harte Algen bleiben bestehen. Außerdem passt nicht jeder Algenfresser in jedes AQ. Rüsselbarben können schon mal 15 cm groß werden, Otocinclus sind sehr empfindlich, Antennenwelse werde auch um die 12 cm groß. Garnelen sind oftmals ein passender und interessanter Besatz, aber diese werden gerne von Fischen verspeist, wenn sie ins Maul passen.

Wenn sich Algen im hohen Maß vermehren nicht "den Kopf hängen lassen" In der Gruppe im Forum finden wir sicher eine Lösung. Da jedes Aquarium anders ist und somit auch jedes Algenproblem sind bei dem Posting adie Angabe von Besatz, Beckengröße und Wasserwerte wichtig.

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 16. Nützliches, nicht unbedingt erforderliches Zubehör


Nachdem es bisher sehr viele geballte Informationen gegeben hat, soll es jetzt mal nur um Praxis gehen.

Die Erfahrung zeigt nämlich, dass so manches Zubehör sich als durchaus nützlich erweisen kann. Hier eine Auswahl der Dinge, die hilfreich sein können, aber nicht unbedingt erforderlich sind.

zum Wasserwechsel:

  • saubere Eimer, die nur für das Aquarium verwendet werden
  • Gießkanne um Frischwasser aufzufüllen
  • einen Aquarienschlauch um das Altwasser auszuleiten und Frischwasser einzuleiten
  • ggf. eine Mulmglocke, um Mulm abzusaugen, wenn er extrem überhand nimmt und nicht natürlich reguliert werden kann
  • einen Kescher (von der Größe her passend zu den Fischgrößen, dem Beckenvolumen und der Bepflanzung um Fische einzufangen aber auch um abgestorbene Pflanzenteile etc. von der Oberfläche zu keschern)
  • ein Scheibenmagnet, Filterwatte, Aquarienschwamm bzw. Kunststoffspachtel zum Scheibenreinigen
  • evtl. eine Pflanzenzange um Pflanzen einzupflanzen, ausgewurzelte Pflanzen wieder einzusetzen, dies kann aber auch mit den Händen gemacht werden. Man muss dann halt dabei ins Wasser greifen - was mit der Zange entfällt.
  • eine weiche Aquarien-Bürste um veralgte Dekoration zu reinigen oder den Innenfilter zu reinigen, hier kann man auch einen Zahnstocher verwenden.
  • ein Fensterleder für die Außenscheibe des Aquariums
  • Ansaughilfe für den Außenfilter


Wichtig ! Die Utensilien zur Reinigung und Pflege dürfen nur für das Aquarium verwendet werden, damit keine Putzmittel u. ä. Chemikalien in das Becken gelangen!


laufende Pflege:

  • Pipette oder Spritze um Wasserproben zu entnehmen (ist aber oft bei den Wassertests dabei)
  • ein kleines Becken als Quarantänebecken mit Filter und Heizer
  • eine oder mehrere Zeitschaltuhren
  • ein FI-Schalter für Aquarienanlagen
  • eine Mehrfachsteckdose ist meistens notwendig für den Anschluss von Filter, Licht und ggf. Durchlüfterstein
  • Futterring
  • Ersatzthermometer
  • Filtermaterial
  • Durchlüfterpumpe mit Sprudelstein, am besten mit Rückflussverhinderer, der Schlauch, Klemmschraube und Ausströmer bei der Pumpe - sollte für Notfälle (Filterausfall etc.) immer vorhanden sein.

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 17. Generelles


  • Bei Arbeiten im Aquarium darauf achten, dass man nicht unnötig Stress macht (wildes Herumstochern, unnötig trödeln, mal alle Fische aufscheuchen um sie zu zählen oder ähnliches)
  • Hände waschen bevor man damit ins Aquarium geht - gut abspülen wegen Seifenresten die sich gerne unter Ringen festsetzen
  • Keinen Einsatz von gefährlichen Mitteln in der Nähe des Aquariums (Raumspray, Insektenspray, Glasreiniger usw.)
  • Einsatz von jeglichen Mitteln wie Wasseraufbereiter, Medikamenten usw. nur nach Rückfrage im Forum verwenden
  • Beim Hantieren im Aquarium die Heizung vom Stromnetz trennen
  • Gegenstände die für das Aquarium genutzt werden (Eimer; Schlauch, Fensterleder usw.) extra anschaffen und auch nur dafür verwenden.
  • Keine scharfkantigen Dekorationsgegenstände verwenden
  • Keine Kalk- und/oder mit Schwermetallen belastete Gegenstände verwenden (Steine, Bodengrund usw.)
  • Keinen künstlichen Bodengrund (ummantelter Kies, farbiger Kies usw.)
  • Kunststoff hat im Aquarium nichts zu suchen.

Auch ein Fachhändler kann nicht alles wissen, generell sollte man sich immer an verschiedenen Stellen informieren um sich einen gewissen überblick zu verschaffen.
Gerade hier ist ein Forum sehr wertvoll, da hier viele verschiedene Erfahrungen weitergegeben werden.

Im Fachhandel gibt es jede Menge Zubehör zu kaufen, was nicht unbedingt zum Wohlbefinden der Fische beiträgt, wie gefärbter, kunststoffummantelter Bodengrund. Von unerfahrenen oder unbedachten Aquarianern wird dieser möglicherweise gekauft. Solche Modeerscheinungen sind nicht nur unnötig teuer sondern auch ungeeignet. Das ist leider oft zum Nachteil dessen, was der Aquarianer will - ein Stück Lebensraum "Natur" ins Heim holen. Es gibt einfach in der Natur keine Fische die einen kräftigen blauen Bodengrund in ihrem Gewässer haben. Auch wenn so ein Bodengrund vielleicht besser zur Wohnungseinrichtung passt. Im Aquarium hat dieser nichts zu suchen. Ziel sollte es immer sein, dass die Fische sich wohlfühlen. Hierzu zählt ein natürlicher Bodengrund, viele echte Pflanzen, taugliche und natürliche Dekorationsmaterialen um den Bewohnern auch Versteckmöglichkeiten zu bieten.

Fragt lieber im Forum vor einem Kauf nochmals nach um Erfahrungswerte von anderen Forianern zu bekommen. Das hilft euch Geld zu sparen, spart vielleicht Enttäuschungen und Rückschläge. Ganz bestimmt werden es die Bewohner im Aquarium zu schätzen wissen und es euch durch eine gesunde schöne Farbenpracht und ein langes Leben danken.

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 18. Tipps & Tricks

Filter


Prinzipiell sollte ein Filter das Wasser im Aquarium ca. 1-2 mal pro Stunde umwälzen. Zum Feststellen des Durchflusses geht man folgendermaßen vor. Man nimmt dazu einfach ein Gefäß dessen Inhaltsvolumen man kennt, z.B. einen 10 Liter Wassereimer, 20 Liter Gießkanne usw. Anstatt nun das Wasser zurück ins Aquarium pumpen zu lassen, lässt man es in das Gefäß laufen und stoppt die Zeit die erforderlich ist bis das Gefäß gefüllt ist. Dann kann man leicht die Durchflussleistung ausrechnen und den erforderlichen Wert per Absperrhahn einstellen.

Ein Filter darf immer nur auf der Auslassseite, also der Druckseite gedrosselt werden. Geschieht dies auf der Ansaugseite, kann dies eine Beschädigung des Filters nach sich ziehen.

Die Motoren der Filter brauchen den Durchfluss des Wassers und dürfen niemals trocken betrieben werden!

Je länger ein Filter nicht gereinigt wird, desto besser ist seine biologische Abbauleistung. Deshalb einen Filter nur reinigen, wenn der Durchfluss zu stark abgenommen hat. Dabei die Filtermaterialien nur in abgelassenem Aquarienwasser etwas ausdrücken und wieder einsetzen. Verwende kein frisches Leitungswasser. Je vorsichtiger man mit den Filtermaterialien umgeht, umso mehr wertvolle Bakterien bleiben erhalten und der Filter kann nach der Reinigung gleich wieder seine Arbeit aufnehmen. Bei einer Zerstörung der Filterflora, ist das Aquarium zu behandeln wie in der Einlaufzeit nach der Inbetriebnahme.


Mulmsaugen / Mulmglocke

Eines vorab: übertriebenes Mulmsaugen im Aquarium ist unnötig, im Gegenteil: Der Mulm ist wichtig für die Nitrifikation, also für die Umwandlung von Schadstoffen in Nitrat, welches in geringen Mengen unbedenklich ist.

Die Aussage, dass Mulm sauerstoffzehrend wirkt, stimmt, denn die Bakterien brauchen Sauerstoff zum Leben. All erdings wird es im normalbesetztem Aquarium, bei korrekter Fütterung sowie einer guten Wasserumwälzung zu keinem Sauerstoffmangel durch Mulm kommen.

Im Aquarium soll also Mulm liegen und eine Mulmecke vorhanden sein, der Mulmsauger ist somit eine unnötige Anschaffung, zumal beim Wasserwechsel automatisch immer etwas Mulm mit angesaugt wird.

Wichtig wäre hierzu die Betrachtung des Bodengrundes! Nimmt man sehr groben Kies, über 3,5 mm Körnung, kann sehr viel Mulm in den Kies absinken, das kann unter Umständen nach 2-3 Jahren zu Fäulnisstellen führen.

Allerdings, wenn Kies als Bodengrund gewählt wird, ist von solch grobem Kies schon alleine deswegen abzuraten, da er für Bodenfische nicht gut geeignet ist.

Fazit: Feinen Kies (bis 1 mm Körnung) oder noch besser Sand als Bodengrund wählen und Mulm liegen lassen.


Scheiben-Reinigen

Gerne verwendet wird dazu einen Aquarienschwamm, gegen hartnäckige grüne Flecken benutzt man eine Plastikspachtel ( Karosseriespachtel, Japanspachtel )
Die Sichtscheiben reinigen kann man auch mit einem gleichschenkligen Dreieck aus Plastik. Das liegt bis auf die Spitze gut in der Hand – und diese kann man abrunden.


Wasseraufbereiter

sind meist unnötig, unser Wasser ist selten so stark verchlort. Eure Wasserwerte könnt ihr bei den örtlichen Wasserwerken anfragen.


Reinigen des Filterschwammes

funktioniert am besten im abgelassenen Aquarienwasser. Einfach ausdrücken. Und das nur wenn kaum noch Durchlauf vorhanden ist.


Außenfilter

Wie kann man sich vor einem Leerlaufen des Aquariums mit einem Außenfilter während des Urlaubs schützen?
Man macht ein kleines Loch, ca. 3mm, 1 cm unterhalb der Wasseroberfläche am Ansaugrohr.


Das Aquarium im Urlaub

Eine Frage sollte noch vor der Anschaffung geklärt sein. Das Aquarium im Urlaub.
Grundsätzlich sollte man nach dem Erstbesatz das Becken nicht länger als eine Woche allein lassen. Ganz einfach weil es immer eine Zeit dauert, bis sich alles stabilisiert hat und man so eingreifen kann. Für diese Zeit würde ich ca. 3 Monate nachdem das Becken besetzt wurde raten.

Bei Urlausreisen bis zu 8 Tagen kommen die Fische, mit Ausnahme von Jungfischen, ohne Fütterung aus.

Sollte die Reise länger als eine Woche dauern kann man die Fütterung von einem Futterautomaten übernehmen lassen, oder, noch besser, man hat jemand, der sich während der Abwesenheit um das Füttern, vielleicht sogar um das ganze Aquarium, kümmert.

Wenn die Pflegeperson nur füttern soll und keine weitere Ahnung vom Becken hat sollte man evtl. die täglichen Rationen vorher bereitstellen und außer den Rationen die restlichen Futtermittel verstecken.

Die Erfahrung sagt, das Pflegepersonen gerne überfüttern und damit das Becken bzw. die Biologie des Beckens Probleme bekommen kann und die Nitrit und Nitrat-Werte ansteigen.

Bei einer längeren Urlaubsreise macht man vor der Abreise einen großzügigen Wasserwechsel, dunkelt ggf. den Raum ab ( damit er sich nicht zu stark aufheizt ). Die Elektrischen Geräte / Filter sollten noch mal genau geprüft werden, ob auch alles Einwandfrei läuft.

Ich persönlich überlasse in so einem Fall dem Automaten die Fütterung und habe einen netten Nachbarn, der nur schaut ob die Geräte laufen und ob sich nicht etwa gerade jetzt eine undichte Stelle am Becken bildet.

Sollten Probleme auftreten hat er wiederum die Telefonnummer von einem Vereinsmitglied und einen Ortsansässigen Händler, die mir in so einem Fall ihre Hilfe zugesagt haben.

Wenn man in die Urlaubsplanungen auch die Fütterung/Pflege während der Abwesenheit mit einbezieht, kann man seinen Urlaub in aller Ruhe genießen und muss deshalb nicht auf das schöne Hobby verzichten.

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 19. Versicherung


Welche Gefahren gehen von einem Aquarium aus?

  • Das Aquarium selbst muss repariert oder ersetzt werden.
  • Die Fische und Pflanzen können vernichtet werden.
  • Die elektrischen Geräte des Aquariums (Heizung, Filter, Abdeckung usw.) können beschädigt oder zerstört werden.
  • Durch auslaufendes Wasser kann der eigene Hausrat (Möbel, Teppiche, Tapeten, Schränke, Tische usw.) beschädigt werden.
  • Bei einer Mietwohnung kann fremdes Eigentum beschädigt werden. Andere Hausbewohner, z.B. in der darunter liegenden Wohnung, können Schadensersatz geltend machen.
  • Eigentümer oder Mieter einer Eigentumswohnung müssen mit Ersatzansprüchen der Eigentümergemeinschaft rechnen, wenn Allgemeineigentum durch das auslaufende Wasser beschädigt worden ist.
  • Wer im eigenen Haus wohnt, hat den Schaden am Gebäude selbst zu tragen.

Welche Möglichkeiten hat man nun, sich gegen diese Schäden zu versichern?

Die Haftpflichtversicherung um die Schäden abzudecken, die fremden Personen zugefügt wurden - also z. B. Hausbewohner unterer unserer Wohnung und/oder Vermieter.
 
Eine Gebäudeversicherung, wenn man Hauseigentümer ist und somit Schäden am eigenen Haus hat. (TIPP: Bei einer Eigentumswohnung mit dem Vermieter bzw. der Hausverwaltung über eine Möglichkeit der Mitversicherung innerhalb der gemeinschaftlichen Gebäudeversicherung reden.)
 
Eine Hausratversicherung für die Schäden am eigenen Hausrat (z. B. Schränke, Teppiche usw.).
Eine Glasbruchversicherung für das beschädigte Aquarium.

Eine Elektrogeräte-Versicherung, welche die elektrischen Geräte des Aquariums mit einschließt.

Vermutlich denken jetzt einige, dass sie ja davon schon eine oder auch mehrere Versicherungen haben. Hier gilt es dann im Einzelfall zu prüfen, ob auch die durch das Aquarium entstehenden Schäden mit abgedeckt sind. Ansonsten sollte das Aquarium in die bestehende Versicherung mit aufgenommen werden.

Die einzelnen Versicherungen kurz angesprochen:


Haftpflichtversicherung

Laut Gesetzes ist jeder, der einem anderen schuldhaft einen Schaden zufügt, zum Schadenersatz verpflichtet.

Das bedeutet, wenn Dein Aquarium ausläuft - egal wodurch -, und Eigentum vom anderen (Mieter, Vermieter usw.) beschädigt wird, bist Du auf jeden Fall zum Schadenersatz verpflichtet. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du eine Haftpflichtversicherung hast. Den entstandenen Schaden des anderen musst Du begleichen. Da können schnell ein paar 1000 Euro zusammenkommen.

Die Haftpflichtversicherung deckt diese Kosten der Schadenersatzansprüche ab. Darüber hinaus wehrt sie aber auch ungerechtfertigt gestellte Ansprüche ab. Das ist ein Sachverhalt, der nicht so bekannt ist und deshalb leicht übersehen wird. Trotzdem kann dieser Punkt des Versicherungsschutzes sehr wichtig sein.


Hausratversicherung

Die Hausratversicherung deckt Schäden an Deinem eigenen Hausrat (Teppiche, Schränke usw.) ab.
Es gibt eine Klausel, über die Aquarienwasser dem Leitungswasser gleichgestellt wird. Somit gelten dann auch durch bestimmungswidrig ausgetretenes Aquarienwasser verursachte Schäden als versichert.

Diese Klausel die viele Versicherer sogar kostenlos mit einschließen, muss aber bei den meisten bestehenden Verträgen extra beantragt werden – anderenfalls gehst Du, wie oben erwähnt, im Schadenfall leer aus.

In den ganz neuen Hausratversicherungen sind inzwischen Aquarienwasserschäden automatisch mitversichert. Hier braucht dann nichts mehr gesondert beantragt werden. Diese neuen Verträge dürften aber die wenigsten bisher haben.

- Was zählt alles zum Hausrat?

Kurz gesagt, alles was Du theoretisch bei einem Umzug in andere Wohnung mitnehmen könntest. Was da bleibt, zählt zu den Gebäudebestandteilen (z. B. Türen, Fenster, Böden, meist auch Einbauküchen usw.). Dies ist zwar keine einwandfreie exakte Definition, verdeutlicht aber den Unterschied zwischen Gebäudebestandteilen und Hausrat sehr gut. Wichtig ist, dass Gebäudebestandteile (mit wenigen Ausnahmen, auf die es hier nicht ankommt) über die Hausratversicherung nicht versichert sind.


Gebäudeversicherung:

Die Gebäudeversicherung deckt Schäden an Gebäudebestandteilen ab. Was Gebäudebestandteile sind, wurde schon bei der Hausratversicherung erläutert.

Im Prinzip gilt all das, was bei der Hausratversicherung schon erläutert wurde, auch für die Gebäudeversicherung.

Versicherte Gefahren sind Feuer, Leitungswasser, Sturm usw.

Auch hier muss, bis auf die ganz neuen Verträge, extra beantragt werden, dass Aquarienwasserschäden als mitversichert gelten, da Aquarienwasser kein Leitungswasser ist.

Für Bewohner einer Mietwohnung oder eines gemieteten Hauses ist diese Versicherung nicht nötig, da Schäden am Gebäude über die Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, wenn die von aufgeführten Besonderheiten beachtet wurden. Der Vermieter wäre hier die Person, die diese Versicherung haben müsste. Um unnötigen ärger oder nicht versicherte Schadensfälle weitestgehend auszuschließen sollte man sich hier mit dem Hauseigentümer absprechen.

Für Bewohner einer Eigentumswohnung sieht die Sache etwas anders aus. Hier können sowohl allgemeingenutzte Gebäudebestandteile, wie zum Beispiel eine Holztreppe im Treppenhaus oder die Wände im Treppenhaus beschädigt sein oder aber private Gebäudebestandteile, wie zum Beispiel teure Holztüren innerhalb der eigenen Wohnung oder Parkettfußboden.
Entweder man überzeugt die Eigentümergemeinschaft davon, die oben genannte Klausel, über die Aquarienwasserschäden mitversichert gelten, mit in den Gebäudeversicherungsvertrag einzuschließen oder aber man beantragt zur Hausratversicherung, dass bestimmte Gebäudebestandteile (die dann genau bezeichnet sein müssen) als mitversichert gelten sollen. Es versteht sich von selbst, dass dann natürlich die Klausel für Aquarienwasser der Hausratversicherung ebenfalls zugrunde liegen muss.

Für diese oben genannten oder ähnlichen Fälle ist es nämlich möglich über die Hausratversicherung auch Gebäudebestandteile mitzuversichern. Dieses muss aber wieder extra beantragt werden, da es eine Ausnahme ist und nur auf Antrag des Versicherten mit in den Hausratvertrag eingeschlossen wird.


Haushaltgeräteversicherung

Die Haushaltsgeräteversicherung deckt Schäden an allen Elektro- und Gasgeräten des Haushalts ab, die durch Kurzschluss, Fabrikationsfehler, unsachgemäße Handhabung und elektrische Defekte, die nicht auf Verschleiß zurückzuführen sind, entstanden sind. Kurz gesagt ist fast jeder Schadenfall an einem Elektrogerät versichert, wenn es sich nicht um Verschleiß (also normale Abnutzung) handelt.

Zu den Elektro- und Gasgeräten zählen alle Geräte, die im Haushalt vorhanden sind, also Fernseher, Gas- oder Elektroherd, Haartrockner, Toaster, usw. und natürlich elektrisches Aquarienzubehör, wie Beleuchtung, Heizung, Pumpen etc.


Glasbruchversicherung

Die Glasbruchversicherung ist in den meisten Fällen in der Hausratversicherung oder in der Gebäudeversicherung enthalten.

Sollte dies nicht der Fall sein, so bieten die entsprechenden Versicherer im Regelfall eine separate Glasversicherung an.

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 20. Schlusswort


Wir hoffen, dass mit dieser übersicht die wichtigsten Fragen beantwortet werden konnten.

Sollten weitere Fragen auftauchen, so gibt es im Forum auf http://www.aquaristik-talk.de/ sicherlich den kompetenten Ansprechpartner. Am besten erst mal mit der Suche-Funktion stöbern und dann entsprechend einlesen und weiter fragen. Wenn das Thema noch nicht behandelt wurde, einen neuen Thread eröffnen.

Die Autoren selbst geben auch gerne genauere Ausküfte zu den einzelnen Kapiteln.

Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, freuen wir uns über eine kurze Benachrichtigung, damit eine Korrektur vorgenommen werden kann. Danke im Voraus für den Hinweis ans Management.

Nur keine Hemmungen! Die Aquaristik wurde niemandem in die Wiege gelegt. Vielmehr ist dieses Hobby ein immerwährender Lernprozess, der vom Erfahrungsaustausch lebt.

Jede Frage hat ihre Berechtigung und sollte gestellt werden. Die Einsteiger von heute sind schließlich die Profis von morgen.

Man sollte sich auch trauen, so lange Zusammenhänge zu hinterfragen, bis man sie wirklich verstanden hat. Es ist schließlich zum Wohl der Tiere, dass die Aquarianer nach bestem Wissen und Gewissen für die Fische handeln. Und da Fische ja bekanntlich stumm sind und sich nicht bei uns beschweren können, ist Information und umsichtiges Handeln das A und O.

Es muss sich wirklich niemand schämen. Elementare Fragen zeigen doch nur, dass man definitiv genau Bescheid wissen will.

Viel Spaß mit dem neuen Hobby wünschen


Die Autoren der Einsteiger-Fibel

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 21. Haftungsausschluss


Diese Website soll Einsteigern den Start in ihr neues Hobby erleichtern und versuchen typische Fehler, die man als Neuling macht, zu vermeiden. Wenn wir über Irrtümer informiert werden, werden wir diese berichtigen.

Der Anbieter und oder die Autoren übernehmen jedoch keine Verantwortung für den Inhalt dieser Website. Dieser begreift:

- ausschließlich Informationen allgemeiner Art ohne Bezug auf eine bestimmte Person oder Einrichtung;
- nicht unbedingt vollständige, ausführliche, genaue oder aktuelle Informationen;
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- keine professionelle Beratung.

Wir möchten technische Störungen möglichst vermeiden. Für durch nicht fehlerfrei angelegte Dateien oder nicht fehlerfrei strukturierte Formate bedingte Unterbrechungen oder anderweitige Störungen können wir keine Gewähr übernehmen. Der Betreiber übernimmt für derartige Störungen beim Aufsuchen dieser Website und deren Links zu fremden Websites keine Verantwortung.

Mit der vorliegenden Haftungsausschlussklausel wird weder bezweckt, die Haftung des Anbieters entgegen den einschlägigen nationalen Rechtsvorschriften einzuschränken noch sie in Fällen auszuschließen, in denen ein Ausschluss nach diesen Rechtsvorschriften nicht möglich ist.

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 22. Mitwirkende (Autoren)


Autoren in alphabetischer Reihenfolge:
Autor
Homepage
Andreas Killesreiter (Andy)
Anja Bohnet
Birgit Matschulat
Reinwald Matschulat
Matthias Nagele
Michael Vaahsen
Tina Vaahsen

© für den Inhalt: Die Autoren 2002

Diese Fibel wird dem Mitautor Axel Neufang gemäß dem Autorenbeschluss vom 27.11.2003 bis auf Widerruf zur Nutzung überlassen.

Die Wiedergabe mit Quellenangabe ist vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen nicht gestattet.

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 23. Download der Einsteigerfibel als PDF-Datei


Diese Einsteigerfibel biete ich zum offlinelesen als PDF-Datei (ca. 300 kb) zum Download an. Hierzu benötigt man den Adobe Acrobat Reader den man kostenlos laden kann.

Vorbemerkung zu dem Download:
Dieses Dokument ist ausschließlich nur zum persönlichen und privaten Gebrauch bestimmt.
Die Weitergabe im Ganzen oder auch in Teilen wird hiermit ausdrücklich untersagt.

Bei Interesse an einer Verwendung bitte an Aquarium@Altwasser-Aquarium.de wenden.
Dies wird dann im Autoren-Team besprochen.

Mit dem Download erklärst du dich damit einverstanden und stimmst der Einhaltung dieser Bestimmungen zu.

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 24. Glossar
A

Abdeckung
Algen
Algenmagnet
Algenvernichter
Algizide
Amazonasschwertpflanzen
Ammoniak
Ammonium
Anubia
Aquarium
Aquariumkauf
Aquarienschwamm
Aquarium im Urlaub
Argentinische Wasserpest
Artemia - Frostfutter
Artemia - Lebendfutter
Aufstellen des Aquariums
Außenfilter - generell
Außenfilter - speziell
Auswahl des Aquariums
 
J

 
S

Salat
Sauerstoff
Scheiben reinigen
Schraubenvalisnerie
Schwebegarnelen
Schwimmblase
Seitenlinienorgan
Skelett des Fisches
Skelettstrahlen
Stellplatz
Sticks
B

Bachflohkrebse
Bachröhrenwürmer
Bacillariophyta
Bartalgen
Becken - allgemein
Bedürfnisse der Fische
Beleuchtung
Bio - CO2-Anlage
Blaualgen
Braunalgen
Bodengrund
Bosmiden
Brasilianischer Wassernabel
Büschelalgen
 
K

Kahmhaut
Karbonathärte
Kationentauscher
KH
Kiemen
Kiemenephitel
Kieselalgen
Kleine Wasserlinse
Kleiner Froschbiss
Kohlendioxid
Kompaktleuchtstoffröhren
Kontrolle der Wasserwerte
Krause Wasserpest
Krill
Kupfer
 
T

T5 Röhren
T8 Röhren
Tabletten
Tauscherharze
Teilentsalzer
Teilwasserwechsel
Temperatur
Trockenfutter
Tubifex - Frostfutter
Tubifex - Lebendfutter
C

Carbomba aquatica
Ceratophyllaceae
Chlorophyta
CO2
CO2-Anlage
Cu
Cyclops
 
L

Lagorasiphon major
Lebendfutter
Leitwert - allgemein
Leitwert - speziell
Lemna minor
Leuchtstoffröhren
LSR
 
U

Unterschrank
D

Druckgasanlage
Drüsen
 
M

Mückenlarven - Frostfutter
Mückenlarven - Lebendfutter
Mulmglocke
Mulmsaugen
Muschelfleisch
Mysis
 
V

Valisnerie
Versicherung
E

Efeutute
Einsetzen der Pflanzen
Einsteiger-Fibel
Eisen
Entsalzer
 
N

NH3
NH4
Nitrat
Nitrifikation
Nitrit
Nitrit-Peak
NO2
NO3
 
W

Wasseraufbereiter
Wasseraufbereitung
Wasserchemie
Wasserflöhe
Wasserfreund, indischer
Wasserhaarnixen
Wasserlinse, kleine
Wassernabel, brasilianischer
Wasserpest, argentinische
Wasserpest, krause
Wasserwechsel
Wasserwedel, indischer
 
F

Fadenalgen
Fe
Filter
Filter - allgemein
Filter - Tipps & Tricks
Filterdurchfluss
Fische
Fischfleisch
Flockenfutter
Flossen
Froschbiss, kleiner
Frostfutter
Fütterung
 
O

O2
Osmoseanlage
X

 
G

Gebäudeversicherung
Gedanken zu Aquaristik
Gemüse
Gesamthärte
GH
Glasbruchversicherung
Granulatfutter
Grünalgen
 
P

Pelzalgen
Pflanzen
Pflegearbeiten
pH-Regler
pH-Wert
Phaephyta
Pinselalgen
Plankton
Potentia hydrogenii
Y

 
H

Haftpflichtversicherung
Hamburger Mattenfilter
Haushaltgeräteversicherung
HCI-Lampen
Heizung - allgemein
Heizung - speziell
HMF
Hornkraut
HQI-Leuchten
HQL-Leuchten
Hydrocharitaceae
Hygrophila difformis
Hygrophila polysperma
Hysterese
 
Q

 
Z

 
I

Indischer Wasserfreund
Indischer Wasserwedel
Innenfilter
Ionenspektrum
 
R

Reinigung - Filterschwamm
Rhodophyta
Rotalgen
Ruderfußkrebse
 

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